Museumspädagogik

Vor einigen Tage sagte der Grosse, dass er statt einem Waldausflug, lieber ins Museum gehen möchte. Er möchte gerne wiedermal etwas altes anschauen.

Gestern hatten die Kinder wegen einer Lehrerfortbildung Schulfrei. Den Tagen haben wir genutzt und zuerst den Vormittag in einem Shoppingcenter inkl. Mittagessen im IKEA verbracht. Danach sind wir ins Historische- und Völkerkundemuseum gefahren. Dort gibt es 1x im Monat eine Märchenlesestunde.

Beleg

Zuerst wurden die Kinder durch das Museum geführt und die Geschichte Japans kurz erklärt.

Danach konnten wir uns alle auf dem Boden bequem machen und zuhören. Das erste Märchen handelte über einen Kranich. Kraniche sind wahre Glücksbringer. In Japan ist es Brauch, wenn man z.B. krank ist und gesund werden möchte, oder einen besonderen Wunsch hat, muss man 1000 Kraniche falten. Der grosse Sohn hat mich dann auch schon sehr fordernd angeschaut. Ich befürchte, dass ich jetzt die Origamianleitung suchen muss und die nächsten Wochen, Kraniche falten werde.

Kranich

Danach wurde die Geschichte von einem Pfirsichjungen erzählt. Dieser wurde der Mutter am Fluss in einem Riesenpfirsich angeschwemmt. Die ganze Zeit hatte er nur gegessen und geschlafen. Irgendwann stellte sich heraus, dass er wahnsinnig stark war und ganze Bäume ausreissen konnte. Irgendwann hat er dann das Dorf gegen die Dämonen verteidigt und gewonnen. Jeah!

Während die Geschichte vorgelesen wurde, hat sich eine der Mütter auf den Boden hingelegt und hat so vor sich hingedöst. Wie cool ist das denn? Ich war schon ganz grün vor Neid, weil ich ja ewig lange brauche, um eindösen zu können.

Nach der Märchenstunde haben wir das Museum weiter erkundet.

  • Im Kindermuseum ging es um Puppentheater.
  • Puppenhäuser.
  • Kinderzimmer und wie sie Früher ausgestattet waren.
  • Geruchsinn testen.
  • Tastsinn testen.
  • Operationsbesteck (inkl. Sägen, Hammer, Skalpell usw.) von Früher.
  • Riesiger Globus mit ‚bitte nicht berühren‘ Schild.
  • Klosterviertel aus Pappkarton nachgebaut.
  • Stadt aus Pappkarton nachgebaut.
  • Japanische Kultur inkl. Schwertkampfvideo, Seidenmalerei, Porzellan usw.

Danach ging es weiter. Verschiedene Schlüssel und Schlösser, die man auch ausprobieren und anfassen darf. Das fanden meine Jungs sehr cool, weil ihnen jetzt klar ist, wie das Haustürschloss funktioniert.

Schlüssel

…und vieles mehr…

Am Sonntag, 18.5. ist internationaler Museumstag und da geht es von 10 bis 17 Uhr um probieren, staunen, sehen.

Flyer

Meine Jungs möchten da unbedingt hin. Da ich nach unserem Ausflug gestern, extreme Kopfschmerzen bekommen habe, gehe ich davon aus, dass der Mann mit den Jungs hingehen wird und ich die Zeit mit dem Sofa verbringen werde.

Ich finde es immer wieder schön, dass sich die Kinder auch für andere Sachen als Lego interessieren. Manchmal überrascht es mich schon, wenn ich sehe, wie gross der Wissensdurst ist. Meine stehen eher auf diese historischen Geschichten und sind meistens sehr erstaunt, wie es eben ‚Früher‘ funktioniert hat.

Museum

Zum Glück gibt es auch solche Unternehmungen statt nur Gerenne zum Neuro, Physio usw. ❤

 

 

 

 

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