WMDEDGT 12/16 Tagebuchbloggen bei Frau Brüllen

WasMachstDuEigentlichDenGanzenTag Tagebuchbloggen bei Frau Bruellen

Montag 05. Dezember 2016 und es ist der Geburtstag von meinem ‚kleinen Bruder‘, er ist zwar 32 geworden, bleibt aber immer mein kleiner Bruder.

06:06 Uhr und das erste Kind tappst ins Badezimmer. Ich bin also wach und warte bis mein Wecker klingelt.

06:35 Uhr mache ich die Kinderzimmerrunde und wecke die sowieso schon wachen Kinder. Ich kann mich echt nicht erinnern, wann ich sie tatsächlich wecken musste. Ich glaube, das ist noch nie vorgekommen.

07:10 Uhr haben wir fertig gefrühstückt und singen dem Onkel noch ein Ständchen per Whatsapp.

07:40 Uhr gehen die Kinder aus dem Haus.
Ich erwarte ein Paket welches per Kurier geliefert werden soll. Sehr mutig steige ich unter die Dusche und hoffe, dass er nicht genau in diesem Moment kommt.

Normalerweise war Montags immer mein Haushaltstag. Weil die bisherige Haushaltshilfe jetzt pensioniert wurde, ändert sich der Plan und der neue Einsatzplan sieht jetzt Dienstag als Hausputz vor. Eigentlich finde ich das total doof. Nach dem Wochenende sammelt sich bei uns immer ein richtiges Chaos an. Keine Ahnung warum, denn ich räume ja auch samstags und sonntags auf. Trotzdem sieht es nach dem Wochenende bei uns immer wie Sau aus!

Ich lasse die Waschmaschine mit der Bettwäsche laufen. Nachdem die Kinder am Samstag ihre Zimmer ausgemistet und umgeräumt haben, räume ich zu Ende auf. Sie haben zum Teil die Sachen total unpraktisch umgestellt und das macht es für mich mühsam beim Abstauben. Normalerweise räumt jedes Kind sein Zimmer auf und ein mal in der Woche gehe ich mit dem Straubwedel durch. Früher habe ich an diesem Tag noch die wahnsinnig hübschen und tollen Zeichnungen und Kunstwerke unbemerkt verschwinden lassen…Ich weiss, ich bin eine dieser sehr lästigen Mütter.

09:30 Uhr bin ich vom ungewohnten Tagesablauf noch immer irritiert und weil das Paket noch immer nicht da ist, fühle ich mich im Haus gefangen. Also telefoniere ich mit meiner Freundin, informiere sie, dass K2 gesagt hat, dass der Schulfotograf am Nachmittag kommt. (Unsere Kinder gehen in die gleiche Klasse und wir updaten uns immer gegenseitig…so vermeiden wir Informationsverlust…hehe)

10:30 Uhr sehe ich, dass wir nach den Wespen jetzt ein Ameisenproblem haben. Im Badezimmer und im Büro laufen ständig Ameisen hin und her. Also hole ich Ameisengift aus der Garage und spraye die Zimmer Ränder ein. Offenbar kommen sie über den Balkon, aber weil die Kinder irgendwann mit der Balkontür gespielt haben, haben sie den Henkelschlüssel verloren und so kann man eine Flügeltüre nicht mehr öffnen. Hrmpf!

ameisengift

Waschmaschinen-Ladung-Wechsel

Mittagessen kochen.

12:00 Uhr sind die Kinder zu Hause und K1 erzählt sofort beim Türeöffnen, dass sie denn heute Schwimmen hatten, ich ihn nicht daran erinnert habe und er sich eine Badehose im Schwimmbad mieten musste. Dazu war es so ein zerknittertes hässliches und unbequemes Teil. Aber zum Glück sei es kein Slip (er meint Speedo) gewesen! Ich gebe ihm dann den Batzen für die Miete zurück weil ich vergessen habe in die Agenda zu schauen…

13:00 Uhr fahre ich K2 zu seiner Klavierstunde. Die Frisur haben wir am Morgen bereits gemacht betoniert und die sitzt noch immer bombenfest.

In der Post habe ich ein Paket von einem guten Freund. Ist die Karte nicht toll?!?

pipilangstrumpf

Und er hat mir ein spannendes Handbuch geschickt.

business-model

Ich schicke Tollabea auf Instagram ein Foto meiner Sommerfüsse für ihre ganz spezielle Adventskalender Sammlung mit dem Thema @sommerfürtollabea

fuesse

13:20 Uhr geht K1 auch in die Schule, ich lass mir einen ‚bitte mach mich wach‘ Kaffee raus und noch immer ist das Paket nicht da.

Also gehe ich die Wäscheladung in der Waschmaschine wechseln. Putze das Katzenklo und da ich noch immer nicht das Haus, auch nicht zum Einkaufen, verlassen darf, geh ich die bereits toten Ameisen begutachten. Ja ich weiss, das ist gemein und böse, aber hej, ich will die nicht im Haus haben!

Bevor die frische Ladung Wäsche fertig ist, gehe ich den ganzen Haufen noch von letzter Woche bügeln, zusammenlegen und weil ich ja plötzlich Unmengen von Zeit habe, versorge ich die ganzen Haufen auch noch. Dabei finde ich den Grund, weshalb K1 seit Tagen keine Schlafshirts mehr findet und die von K2 (dann bauchfrei) anzieht. Er hat sie nämlich alle bei seinen kurzärmeligen Shirts versorgt.

15:35 Uhr kommen beide Kinder aus der Schule und wir essen was zum Zvieri.

Vom Paket ist noch nix in Sicht und ich habe langsam Hassgefühle für den Kurier.

16:30 Uhr werden sie von einem Nachbarn abgeholt und ins Training gefahren. Danach sollte ich eigentlich endlich einkaufen gehen.

18:45 Uhr hole ich alle Kinder vom Training ab. Der Mann kommt später und ich werde mit den Jungs Abendessen falls ich einkaufen gehen konnte. Danach hat K2 noch 30min. Lesen als Hausaufgabe und wird mir etwas vorlesen.

20:00 Uhr gehen die Jungs ins Bett.

ICH HOFFE, DAS PAKET IST IN DER ZWISCHENZEIT DA!

Irgendwann schlafe ich auf dem Sofa ein und werde mich nach dem Aufwachen wie Rumpelstilzchen darüber aufregen!

Ich wünsche allen eine gute Woche!❤

Katarina

 

Wochenrückblick 04.12.2016

Mein Wochenrückblick in Bildern

Wochenrückblick ist einer meiner liebsten Blogbeiträge.
Ich nehme mir die Zeit, über die vergangene Woche nachzudenken und suche meine liebsten Momente zusammen. Das Leben ist zu kurz, um sich nur mit schlechten Tagen zu beschäftigen, oder?

Meine Glücksmomente 

Mein Mann hat mich mit einem Adventskalender überrascht. Er hat ihn heimlich zusammen gesellt mit lauter kleinen Aufmerksamkeiten. Diese Überraschung hat mich dann doch etwas aus der Bahn geworfen- vermutlich bin ich sozial total gestört weil ich überhaupt keine Überraschungen mag. Nach dem anfänglichen Schock habe ich mich jetzt aber mittlerweile daran gewöhnt und freue mich jeden Tag an einem Päckchen! Ich weiss, das tönt alles sehr seltsam und undankbar aber ich kann echt nicht mit Überraschungen umgehen.

adventskalender

Meine Haushaltshilfe hatte ihren letzten Einsatz bei uns. Sie war genau ein Jahr bei uns tätig und es war Liebe auf den ersten Blick. Diese Frau war so freundlich, unaufdringlich und hatte das gleiche Reinheitsverständnis wie ich. Dementsprechend war ich schon traurig, dass sie jetzt aufhört und nicht mehr kommt. Für sie beginnt jetzt eine spannende Zeit weil sie nun pensioniert ist und sich auf neue Aufgaben konzentriert. Ich bin trotzdem traurig, dass sie nicht mehr kommt. Ich habe für mich einen Orangen-Fenchel-Feta Salat entdeckt und kann nicht genug davon bekommen. Diese kleinen Orangenanschnitte sehen doch aufbauend aus und heben sofort die Laune!

orangen

Wie schnell die Zeit vergeht, merke ich immer an meinen Akupunkturterminen. Ich gehe alle 4 Wochen hin und geniesse die Behandlung in vollen Zügen. Das gehört für mich total zur Routine und hat etwas mit Selbstliebe zu tun. Ich tue mir einfach etwas Gutes.

Mit Selbstliebe habe ich mich diese Woche sehr intensiv beschäftigt. Ich habe DIESEN Blogpost geschrieben, der mich dann doch echt etwas ausgelaugt hat. Ich habe mich sehr damit beschäftigt und das hat dazu geführt, dass ich mich in den darauffolgenden Tagen aus dem Internet zurückgezogen habe. Ich war einfach müde und leer gefegt.

akupunktur

Die ganze Woche war ich extrem erschöpft und antriebslos. Ich schlief jeden Abend auf dem Sofa ein und wachte zu völlig doofen Zeiten wie 2:00h auf! Dazu hatte ich 4 Tage hintereinander Kopfschmerzen. Deshalb habe ich angefangen, wieder regelmässig den grünen Smoothie zu machen. Geht schnell, ist lecker und tut gut. Hier die einfache Version mit Spinat, Mango, halbe Zitrone, ein Glas Wasser und etwas Ahornsirup.

gruener-smoothie

Neben der Müdigkeit hatte ich extreme Gelüste nach ungesundem Essen. Ich hätte haufenweise Schrott in mich hineinstopfen können. Die ganze Woche musste ich mich zusammen reissen und bewusst auch etwas Gutes kochen. Hier etwas Couscous, angebratene Zucchini, Kichererbsen in Kokosnuss Curry. Natürlich habe ich mein Verlangen nach Unmengen Schokolade und Chips auch befriedigt. Ich mag das Gefühl nicht, wenn ich mir was verbiete wenn der Körper extrem Lust darauf hat. Deshalb versuche ich es etwas auszugleichen.

cuscus

Heute Sonntag gehen wir es ruhig an. Es muss nicht für irgendwelche Prüfungen gelernt werden, juhu! Die Kinder wollen unbedingt Lego spielen, der Mann ist gerade seine Halbmarathonrunde laufen und ich hab mir wieder die Zeit für das Blog genommen. Die Kommentare frei geschaltet und beantwortet, diesen Wochenrückblick geschrieben, Emails beantwortet…

Sport habe ich für heute ausgelassen. Da ich schon letzte Woche mein Programm durchgezogen habe, wollte ich mich nicht zwingen. Irgendwie brauche ich zur Zeit einfach etwas mehr Ruhe und das ist auch gut so. Mein Schlaf ist in letzter Zeit nicht wirklich gut und erholsam und MS erwischt mich da schon immer wieder. Also einfach etwas cool down heute.

lego

Nächste Woche ist wieder randvoll mit Terminen und Verpflichtungen! Neue Putzhilfe, Blutuntersuchung, Generalprobe bei der Musikschule, ein Treffen, Rorate in der Kirche irgendwann um 6:45h weil K1 eine Rolle spielt, Weihnachtskonzert von K1 und alles was noch dazwischen kommt.

Euch wünsche ich jetzt einfach einen guten Start in die neue Woche und einen schönen 2. Advent <3

Katarina

(Die Wochenrückblick-/Glück Idee kommt ursprünglich von Denise Fräulein Ordnung und bei ihr kann man weitere Rückblicke von anderen Bloggern in den Kommentaren nachlesen)

Mehr Mut zur Selbstliebe! „Warum gab mir Gott Multiple Sklerose?“

Mehr Mut zur Selbstliebe in allen Lebenssituationen 

Warum gab mir Gott Multiple Sklerose? Diesen Satz habe ich unlängst in meiner Blogsuche gefunden und er hallte ganz lange nach, bis ich mich entschied, doch darüber zu schreiben. Jetzt mal sehen, was daraus wird…

Jemand hat auf Google diesen Satz eingegeben:

Warum gab mir Gott Multiple Sklerose? und ist auf meinem Blog gelandet.

Für nicht bloggende Leser sei kurz erklärt, wenn man die Statistiken des eigenen Blogs anschaut, dann sieht man, mit welcher Suche z.B. die Leser zum Blog gefunden haben. Man kann dort nachsehen, welcher Beitrag wie oft gelesen wurde, wie viele Leser man hat, aus welchem Land sie kommen u.s.w.

Ich weiss zwar nicht, ob in den Augen dieser Person, diese Suche erfolgreich war und ob sie sich durch mein Blog gelesen hat oder schnell wieder weggeklickt hat. Ein paar Tage später standen da auch unter andrem diese Sätze in der Suchstatistik:

  • Scheiss Leben mit MS
  • Multiple Sklerose, man wird eine ganz arme Sau
  • Sollten MS Patienten glücklich sein?

Auch hier würde es mich sehr interessieren, was sich die Person dann bei meinem Blog gedacht hat! Ich geh davon aus, dass diese Suche im Google mit dem typischen Herbstblues und dieser Zeit kurz vor Weihnachten zu tun hat. Ich hoffe es sehr, dass die Person, die diesen Satz in die Suche getippt hat, einfach nur einen schlechten Tag hatte. Ansonsten fände ich das echt sehr traurig.

Ich fange jetzt einfach mal an, einzeln diese Punkte zu bearbeiten, auch wenn ich vielleicht nicht die richtige Person dafür bin und evtl. zu wenig Feingefühl dafür habe.

Heute zu: Warum gab mir Gott Multiple Sklerose?

(Ich möchte hier nicht das Thema im Sinne des Glaubens, welcher Form auch immer beleuchten, es geht einfach um meine Meinung)

  • Warum sollte Gott mir Multiple Sklerose geben?
  • Geht es um eine Prüfung des Lebens?
  • Bin ich ein schlechter Mensch gewesen und werde bestraft?
  • Ist es das schlechte Karma, welches ich mit mir herum trage und jetzt ist es soweit und ich bezahle für meine Taten?

Meine ganz persönliche Meinung dazu ist NEIN! Ganz egal ob man an einen Gott glaubt oder ein spiritueller Mensch ist und hier an schlechtes Karma denkt. Ich bin der Überzeugung, meine Krankheit ist keine Strafe! Ich habe MS nicht bekommen weil ich ein schlechter Mensch sein soll!

In meinen Augen ist eine solche Einstellung falsch. Auch wenn, nehmen wir an, Gott/höheres Wesen/Karma/wer auch immer/ existiert und wir ganz fest davon überzeugt sind, dass es das gibt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Krankheit eine Strafe ist! Viel mehr frage ich mich, was will mir der Körper damit sagen?

Wenn ich es als Strafe ansehe, dann gehe ich davon aus, dass ich ein schlechter Mensch bin und bestraft werden muss. Das gibt’s bei mir einfach nicht. Ich will nicht denken, dass ich ein schlechter Mensch bin und für irgendwelche Taten bestraft werde. Ganz im Gegenteil, wenn ich so denken würde, dann würde ich doch nie glücklich werden. Im Hinterkopf hätte ich immer das Gefühl, ein schlechter Mensch zu sein oder die Strafe verdient hätte. NEIN. Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht selbstgerecht oder selbst verliebt.

Ich bin kein schlechter Mensch und MS betrachte ich auch nicht als Strafe Gottes oder schlechtes Karma für böse Taten. Es ist in meinen Augen viel mehr ein Zusammenspiel aus verschiedenen Umständen die zur Entstehung davon beigetragen haben. Aber ganz bestimmt nicht, weil ich vielleicht als Teenie zu jemanden gemein gewesen bin, dem Idioten auf der Autobahn den Stinkefinger gezeigt habe, jemanden den Parkplatz weggeschnappt habe oder ungerecht war. Ich bin nicht perfekt und mache genau so wie jeder andere Mensch Fehler. Manchmal bin ich nicht korrekt und mein Verhalten mag unter aller Sau sein. Wer ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein, oder wie das heisst!

Wenn du das Gefühl hast ein schlechter Mensch zu sein, dann ändere das! SOFORT und fange schon heute damit an! Falls du tatsächlich das von dir denkst, dann würde ich sagen GLÜCKWUNSCH, Einsicht ist die beste Voraussetzung etwas zu ändern. Wenn du tatsächlich denkst, du bist derart ein schlechter Mensch um von Gott bestraft zu werden, dann tut mir das sehr leid für dich. Wie wäre es aber, dann daran zu arbeiten und dich zu ändern, denn du weisst ja offensichtlich schon was du schlecht machst?

Warum sind wir Menschen manchmal so hart zu uns selber? Manche verachten sich selber derart, dass sie das Gefühl haben, mit einer Krankheit bestraft werden zu müssen! Niemand kann härter urteilen als das eigene Gewissen oder das eigene Herz. Ich versteh nur nicht, warum man das einfach hinnehmen kann. Wenn ich merke, ich habe ein falsches Verhalten an den Tag gelegt, dann tut es mir natürlich leid. Im Nachhinein kann ich es aber nicht ändern, das gesprochene Wort nicht ungesprochen machen, meine Tat nicht ungeschehen machen. Was ich machen kann ist einfach- wenn es die Möglichkeit gibt mich zu entschuldigen, dann mache ich das. Wenn es diese Möglichkeit NICHT gibt, dann kann ich nur daraus lernen und versuchen das nicht zu wiederholen. Bringt es mir was, mich dafür selber zu bestrafen? Muss das sein? Wird es dadurch ungeschehen? NEIN!

Ich bin der Überzeugung, dass auf gute Taten auch gutes folgt und auf schlechte Taten auch etwas schlechtes folgen kann. Ich könnte sonst die vielen Ungerechtigkeiten auf dieser Welt nicht ertragen ohne verrückt zu werden. Wenn sich mir Steine in den Weg stellen, dann versuche ich nicht den Grund bei mir zu suchen. Ich stelle mich nicht ständig in Frage. Also doch, irgendwie tue ich das schon, zum Beispiel als Mutter- da stelle ich mich immer in Frage. Aber das ist ein Prozess und ich arbeite daran und eben, wenn ich ein Verhalten meinerseits erkenne, dann versuche ich das zu ändern.

Ein Glaube an Gott oder an etwas spirituelles kann vielen Menschen in einer schwierigen Situation helfen. Es ist dieser Placebo-Effekt. Man fängt an zu hoffen, zu beten, an etwas zu glauben und hat das Gefühl, es wird sich schon richten wenn ich Gott darum bitte. Ja! Für mich ist das der Gedanke einer positiven Einstellung. Ich weiss, die Erde dreht sich weiter, daran kann ich nichts ändern. Was ich ändern kann, ist aber mein Umgang damit- Ich mach das beste für mich draus.

Wenn man schlecht über sich selbst denkt oder über seinen Körper, dann fühlt man sich schlecht. Das Schlechte wird real und dann ist man in einem Strudel gefangen aus Verzweiflung, Wut, Unglück und Selbsthass. Wenn ich denken würde, dass mich meine Krankheit eines Tages umbringt, dann passiert das genau in diesem Moment weil ich ja ständig nur darauf warten würde und vor mich hinvegetiere. Ich bin von der nonverbelen Kommunikation zwischen Geist und Körper überzeugt, der Kraft der Gedanken!

Diesen Gedanken kann man eigentlich auf viele andere Situationen ausweiten…

  • Der Partner behandelt mich schlecht– ich habs nicht anders verdient! Bullshit!
  • Mein Vorgesetzter versucht mich immer klein zu machen– ich bin ja auch schlecht! NEIN
  • Meine Freunde nutzen mich nur aus– ich bin es auch nicht wert! Noch mehr NEIN!

NEIN! STOP! All diese Gedanken sind Gift! Niemand hat es verdient schlecht behandelt zu werden und das auch noch zu akzeptieren und hinzunehmen ist ungesund! Sollte das der Fall bei dir sein, ändere es sofort!

Wenn man einen sehr einschneidenden Schicksalsschlag erlebt, dann können solche Gedanken durch aus vorkommen. Das ist auch ganz normal, verstehe ich total! Trotzdem sollte man dabei nicht denken, dass man es verdient hat weil man ein schlechter Mensch ist. Ich grüble auch und denke sehr viel nach, wälze meine Sorgen und Gedanken hin und her. Vielleicht will ich nicht immer mir die Schuld geben weil auch ich einige Schicksalsschläge erlebt habe, für die ich einfach nichts konnte. Das hat mich stark gemacht und ich bin kämpferisch geworden, kein Opfer.

Jetzt ist dieser Beitrag sehr, ähm, ’spirituell‘ geworden. Ich bin es nicht gewohnt, solche Gedanken nieder zu schreiben und hoffe, ihr konntet verstehen, was ich sagen wollte.

Was denkst du darüber?

In diesem Sinne, seid lieb zu euch selber!
Love, Katarina

herz

Wochenende in Bildern 26./27. November 2016

Da es diese Woche nicht für einen Wochenrückblick gereicht hat, mache ich Heute einfach mal einen Beitrag zu unserem Wochenende.

Wochenende in Bildern 26./27. November 2016

Am Samstag habe ich mich entschieden, doch noch den Black Friday Ausverkauf zu nutzen. Also habe ich für die Kinder Pullover, Socken und Unterwäsche gekauft. Durch die 20% Rabatt habe ich ganze CHF 45.- gespart.

Danach noch das Haus aufräumen und Staubsaugen. Die Herbstdekoration in den Keller verräumen und einen Teil der Weihnachtsdekoration wieder hoch. Irgendwie habe ich aber keine Lust auf zu viel Weihnachtsdekoration und werde versuchen, das auch minimal zu halten. Aber wer weiss, vielleicht überkommt mich plötzlich doch die Lust und ich schleppe alles aus dem Keller-mal sehen.weihnachtsdeko

 

Am Nachmittag kommt noch mein Bruder vorbei. Er hilft mir die Lichterkette ans Fenster zu hängen und meinem Mann und Kind2 noch die restlichen Arbeiten im Garten zu erledigen. Es wird schnell dunkel und wir machen es uns gemütlich im Haus. Der Mann macht ein Reste-Abendessen und wir überbacken alles mit einer grossen Portion Raclette im Backofen.

Die Adventskerzen sind bereit.

adventDie Kinder gehen um 20:00 Uhr ins Bett und mein Bruder geht wieder nach Hause. Der Mann und ich lesen noch etwas auf dem Sofa und ich schlafe bald ein. In der letzten Zeit schlafe ich ständig auf dem Sofa ein, was sehr ärgerlich ist.

Am Sonntag schlafen wir bis 7:00 Uhr aus…haaa…haaa…Hier sind blöderweise alle Männer des Hauses Frühaufsteher. Nach dem Frühstück raffe ich mich zum Sport auf und schwinge mich auf den Crosstrainer. Der Mann fährt weg und ist den ganzen Tag unterwegs.

sport

 

Ich mache Flammkuchen und vergesse sie für kurze Zeit im Backofen. Sie sind leicht angekokelt aber trotzdem lecker.

flammkuchen

Nach dem Mittagessen bekomme ich wiedermal meine Nebenwirkung vom Medikament. Ich laufe ganz rot an und bin überall heiss.

flush

Danach mache ich die Einladung zu unserem Advents-Quartierfest fertig. Wir haben angefangen, in der Adventszeit einen kleinen Apéro für unsre Nachbarn zu veranstalten. Die Kinder laden ein zu Süssem, Punsch und Glühwein. Dazu lesen sie Weihnachtsgeschichten und spielen Weihnachtslieder. So danken sie den Nachbarn, dass sich nie jemand beschwert wenn sie laut auf der Strasse spielen. Die Nachbarn finden das so toll und freuen sich immer über diese kleine Adventsveranstaltung. Eigentlich sehr wenig Aufwand mit einer grossen Wirkung.

Am Nachmittag fahren wir zu einer Institution für betreutes Wohnen. Dort leben Menschen mit schweren körperlichen Behinderungen. Mein Mann engagiert sich dort seit Jahren, hilft bei Veranstaltungen mit und hat die Bewohner auch schon in die Ferien begleitet. Heute war Tag der offenen Türe und ich bin mit den Kindern noch hingefahren. Wir haben den Mann kurz im Einsatz getroffen und der hat uns Kuchen mit Alkohol verkauft. Das haben wir aber erst gemerkt nachdem Kind1 schon das ganze Stück verputzt hat. Die Kinder haben noch Lebkuchensterne verziert und wir haben die Werkstatt besucht. In der Werkstatt werden die Sachen verkauft, die die Bewohner selber herstellen. Mit dem Geld fahren sie irgendwann wieder alle zusammen in die Ferien. Ich bin sehr froh das unsre Kinder einen ganz normalen Umgang mit Behinderung haben. Sie sehen die Bewohner schon seit sie sehr klein sind und stellen Fragen. Wieso jemand nicht sprechen oder nicht laufen kann, warum erwachsene Menschen gefüttert werden.

Als ich ganz frisch meine MS Diagnose bekommen hab, hat mich eine andere Mutter sehr schockiert. Sie war entsetzt, dass im Unterricht ihres 5-Klässlers jemand im Rollstuhl in eine Schullektion gekommen ist. Sie hatten das Thema Körper und da hat die Lehrperson jemand im Rollstuhl eingeladen. Diese Mutter war total aus dem Häusschen, weil ihrem Kind „sowas“ vorgeführt wurde. Das sei doch total daneben, gesunden Kindern jemanden im Rollstuhl vorzusetzen. Ich war dermassen schockiert über ihre Aussage, dass ich darauf keine Antwort hatte. Ich hab nur gesagt, dass das meiner Meinung nach nicht schlimm ist, sondern eine Bereicherung für die Kinder. Heute würde ich ihr ganz was anderes sagen…oder an den Kopf werfen!

quimbyhuus

Zu Hause mache ich einen grossen Topf Spaghetti mit Tomatensauce. Irgendwie fühle ich mich total gestresst und bin extrem müde. Dieses Wochenende habe ich es leider nicht geschafft, meine Batterien aufzuladen. Trotzdem war es ein schönes und friedliches Wochenende.

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Start in die neue Woche!

❤ Katarina

PS: Weitere Wochenenden in Bildern findet ihr HIER bei Susanne von Geborgen wachsen