Diese Tage – ich bin unverbesserlich

Müde

Entweder die Zeitumstellung, der Frühling oder irgendwas anderes, hat mich energietechnisch ein wenig ausgeknockt.

Ich kann ja bei der Arbeit meine Anwesenheitszeit relativ gut selber einteilen. Montags bin ich immer da und dann, je nach Arbeitsaufkommen. Seit November wurde das aus verschiedenen Gründen, doch etwas mehr. Evtl. auch etwas viel mehr als meine Kraftreserven überhaupt verkraften können. So war ich z.T. die ganze Woche Vormittags da oder habe noch etwas von zu Hause aus im Homeoffice erledigt.

Als die Kinder im Skilager waren, habe ich die ganze Woche zu 100% durchgearbeitet. Und, hellyeah, ich steh total drauf. Es macht mir Spass den Laden zu schmeissen, alles im Griff zu haben, täglich an der Quelle des Geschehens zu sein. Die Kunden selber am Telefon zu bedienen, mir ihre Sorgen oder oft auch Ärger anzuhören und dann die Wogen zu glätten. Ich mag Stress. Ich mag Hektik. Es war schon immer so. Ich mag es wenn ich irgendwo ins Chaos geworfen werde und es gilt, sich schnellstmöglich einen Überblick zu verschaffen. Und Lösungen finden, hach. Da hüpft mein Herz höher! Nun, das könnte auch an meiner Tachykardie liegen…

Ich will mein altes Leben zurück

Leider geht das aber nicht mehr so wie früher. Also, als ich noch keine chronische Autoimmunerkrankung hatte bei der mein Immunsystem mein Gehirn angreift und die Nervenzellen tötet um daraus eine Kraterlandschaft zu kreieren. Manch einer könnte meinen, ich sei doch selber schuld wenn ich so auf Stress stehe und genau solche Jobs bisher ausgeübt habe…vielleicht ist da auch etwas Wahrheit dahinter. Wer weiss.

Aber es macht mich glücklich!

Zu meinem 0815 Job engagiere ich mich noch bei verschiedenen MS-Projekten in Sachen Patientenkommunikation, Aufklärung, gebe Interviews und versuche meinen Blog regelmässig zu pflegen, auf die Kommentare oder Fragen zu antworten.

Dann sind da noch die beiden Kids, der Mann und die Katze. Der Haushalt macht sich auch nicht von alleine. Aber, ich habe eine Haushaltshilfe die Staub saugt, die Böden wischt und die Betten anzieht.

Und auch das alles macht mich sehr glücklich.

Leider ist es so, dass ich zur Zeit nix richtig machen kann und zwar in diesem Ausmass und der Qualität, wie ich es gerne hätte. Ja ja, kann Frau dann ja auch alles wieder ändern und sich für etwas entscheiden. Aber ich will alles!

Zurück zu der Zeitumstellung, Frühlingsanfang oder was auch immer.

ACHTUNG: ab hier wird es langweilig und ganz viel mimimimi

Ich bin einfach so, so, soooo unendlich müde. Am Montag hätte ich mich am liebsten auf den warmen Kopierer gelegt…Ich konnte mich nicht konzentrieren oder einen klaren Gedanken fassen. Vor einigen Tagen hatten wir eine Besprechung und wenn ich jetzt meine Notizen ansehe, habe ich keine Ahnung, was wir da beschlossen haben. Ich starre auf meine Notizen und ich hab keinen Plan und doch ist irgendwo im Hinterkopf dieses Gefühl, dass doch alles sehr klar ist. ich kann den Gedanken aber nicht fassen. Früher war das nicht so.

Am Dienstag war ich plötzlich wieder super fit. Also habe ich endlich wieder Ausdauersport gemacht. Ich habe danach eingekauft, alte Schuhe entsorgt und pünktlich um 12:00 stand das Mittagessen auf dem Tisch. Am Nachmittag war meine Haushaltshilfe da und hat gestaubsaugt während ich die 4 Maschinen Wäsche gefaltet habe, die Osterdeko hervorgeholt habe, aufgeräumt usw. pünktlich zum Feierabend war ich k.o.

Heute war ich am Vormittag im Büro. Danach zu spät aus dem Büro gekommen weil jemand noch was besprechen wollte. Die Polizei fuhr den grössten Teil des Nachhauseweges hinter mir. Aber ich halte mich auch sonst immer an Geschwindigkeitsbegrenzungen, wirklich. Den Kindern auf dem Nachhauseweg gewunken. Die Katze zu Hause begrüsst, das Nudelwasser auf den Herd gestellt. Die Jacke und Schuhe abgezogen und danach die Carbonarasauce gemacht. Nach dem Mittagessen 40min. Pause. Danach mit den Kindern in die Stadt zum Kieferorthopäden gefahren. Mitten in der Fussgängerzone habe ich mich gewundert, warum meine Jackentasche so schwer ist. Ich habe das Festnetztelefon mit in die Stadt genommen. Nach dem Zahnarzt fällt K1 ein, dass er morgen eigentlich zu einem Geburtstag eingeladen ist und ein Geschenk braucht. Geschenk besorgt. Und eigentlich hat K1 morgen auch noch Ministrantendienst in der Kirche genau während der Geburtstagsparty. Einer anderen Mutter geschrieben und gefragt, ob unsere Kinder den Dienst tauschen könnten. Da fällt K1 auch noch ein, dass er mit einem anderen Kind noch den Vortrag über Papageien auf Englisch vorbereiten muss. Das andere Kind anrufen und sagen, wann wir etwa zu Hause sind und wann K1 in die Gitarre muss. Zum Papeteriefachgeschäft fahren weil K2 da sein neues Satch Etui bestellt hat. Spontan auf dem Weg zum Parkplatz noch Schuhe für mich kaufen um später festzustellen, dass sie mir doch etwas zu gross sind. Zu Hause angekommen, kommt auch schon das andere Kind. Nach 30 min. K1 in die Gitarrenstunde fahren. Nach Hause kommen. Verschwitzt. Sich fragen, was man jetzt alles noch erledigen kann. Beschliesse nix davon zu machen und tippe diesen Jammertext.

Ich will mein Leben zurück!

Ja, natürlich bin ich selbst schuld. Und klar sollte ich weniger von all dem machen. Aber, es macht mir Spass und leider merke ich erst wenn es zu spät ist, dass es zu viel war.

So, jetzt muss ich dann auch K1 aus der Gitarre abholen und irgendwas zum Abendessen kochen. Oder es gibt einfach frisches Brot und was der Kühlschrank her gibt.

Danke fürs Zuhören.

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Wochenrückblick 18.03.2018

Mein Wochenrückblick in Bildern

Wochenrückblick ist einer meiner liebsten Blogbeiträge.
Ich nehme mir die Zeit, über die vergangene Woche nachzudenken und suche meine liebsten Momente zusammen. Das Leben ist zu kurz, um sich nur mit schlechten Tagen zu beschäftigen, oder?

Mein Wochenrückblick 

Eine anstrengende Woche liegt hinter mir.

Beide Kinder waren im Skilager. Am Montag um 8:00 war es dann soweit. K1 fuhr zum dritten und K2 zum ersten Mal. Am Sonntag waren dann alle schon entsprechend nervös und K2 wollte am liebsten streiken und seine Teilnahme verweigern. Ich habe aber den grössten Teil schon am Freitag/Samstag gepackt und das war auch gut so… Wir haben also am Sonntag K2 gut zugeredet und ermuntert und K1 beruhigt weil er für den Montag doch nervös wurde. Er hat mit einem weiteren Kind die Moderation durch die Abendveranstaltung geführt und wurde dann doch etwas nervös bei dem Gedanken vor fast 50 Kindern sprechen zu müssen.

Dementsprechend waren alle sehr früh wach. Wir hatten genug Zeit die letzten Sachen zu erledigen. K2 sang fröhlich vor sich hin…und auf meine Nachfrage zum Stand der Nervosität, antwortete er, dass er an der Situation sowieso nix ändern kann und ins Skilager mitfahren muss, also akzeptiert er, was er nicht ändern kann und macht das Beste draus. Ich mein, das Kind ist 9 Jahre alt! Wann lerne ich sowas auch?

Dieses Jahr gab es keine bösen Überraschungen 5 min. vor Abfahrt (K1 hat sich letztes Jahr über seine Skijacke und beinahe über seine Reisetasche erbrochen just in dem Moment als wir das Haus verlassen wollten)

Gepäck im Car verstaut, wie gewünscht nur einen kleinen Abschiedskuss und hinter dem Car warten und NICHT winken! Ganz wichtig! Weil das sei echt doof… und weg waren sie. Nach drei Skilagern und mind. 1 Kind verabschieden, habe ich nicht mehr das Bedürfnis, mir einen doppelten Schnaps zu genehmigen.

Im Büro angekommen war ich noch immer sehr, sehr nervös. Gleich nach meiner Ankunft, musste ich zu einer Besprechung. Ich sag mal so, es ist nicht ratsam nach der Kinderverbschiedung direkt in ein Meeting zu gehen. Nervöses Gezappel, unkontrolliertes Reinreden, Gezupfe usw.

Ich freue mich für die Kinder dass sie die Möglichkeit haben ins Skilager zu fahren und eine sehr tolle Zeit zu erleben! Ehrlich! Was mich etwas irre macht, ist dieses künstliche Erziehen der Eltern. Man hört die ganze Woche nix von ihnen, ausser, es passiert was. Gefühlt fahren sie weg und weil man nie weiss ob sie angekommen sind, fühlt es sich so an, als ob sie bis Freitag im Car durchreisen werden…

Meine üblichen Mittagessen im Büro. Zum Glück hatte ich unter der Woche noch ein Mittagessendate mit meiner Lieblingsnachbarin deren Kinder mit meinen zusammen im Skilager waren.

Und ich habe alle Webcams in der Umgebung des Skigebietes gestalkt! Im Spass hatte ich zu K1 gesagt, dass er bei jeder Webcam winken soll weil ich die ganze Zeit nur Webcams schauen werde. Tatsächlich schaute ich irgendwann in eine Webcam, da stand so eine Gruppe Kinder und eins hatte irgendwie fast die gleiche Jacke wie K1 und er hat so herumgehampelt, dann sind sie weitergefahren und dann winkte eins tatsächlich in die Kamera! Ha! Als Beweis habe ich es gleich mit meinem Smartphone aufegommen. Mein Mann hielt mich für total irre und durchgeknallt! Aber, jetzt kann ich es verraten, am Freitag K1 das Video gezeigt und er war es! Hahaha! Pro Tipp: kaufe nächstes Jahr total auffällige Skianzüge damit ich sie auch bei schlechtem Wetter erkennen kann! 🙂

Diese Woche habe ich gemerkt, dass mehr als 8 Stunden Arbeit im Büro eine echt grosse Anstrengung für meinen Körper ist. Gegen Ende der Woche zeigte sich das immer stärker. Auch das Laufen war nicht mehr zu 100% stabil.

Der Mann und ich haben fast jeden Abend etwas zum Abendessen geholt und nicht selber gekocht. Haben dann auf dem Sofa vor dem Fernseher gegessen. Die ersten beiden Tage war das ja noch lustig, danach war der Reiz des Verbotenem aber wieder weg. Wir sind zu alt dafür und das Fernsehprogramm ist so Grotten schlecht, dass es nur aggressiv macht!

An zwei Abenden sind wir dann wegen unserer geplanten Lämschutzwand noch unterwegs gewesen und haben uns wegen der Farbe geeinigt. Neben thailändisch vom Lieblingsthai gab es auch Sushi.

Und plötzlich war Freitag! Die Kinder sollten um 16:00 ankommen. Also machte ich mich um 15:00 Uhr aus dem Büro auf den Weg.

Da rief auch gleich meine Freundin an, die Kinder waren im Fall schon angekommen! Das hat mich dann schon sehr geärgert. Letztes und vorletztes Jahr hat man die Eltern per SMS informiert wenn sie etwas früher kommen. Ich fühlte mich um dieses sehr spezielle Glücksgefühl betrogen. Wenn die Kinder nach einer Woche aus dem Car aussteigen, empfand ich den Moment immer als sehr emotional und unbeschreiblich. Und ich lasse meine Kinder bei sowas nicht gerne warten. Tjanun. Und endlich konnte ich sie gesund (zwar beide erkältet und heiser) und im ganzen Stück in die Arme schliessen. Danach hiess es nach Hause fahren und ganz, ganz viel zuhören! Die Taschen wurden ausgepackt, geduscht, wie versprochen im Mäc Donalds „Essen“ geholt. Dann kam die Erschöpfung und die Reizüberflutung…

Am Samstag war grosser Waschtag, Kids und Mann gingen noch in die Bibliothek und am Nachmittag traf ich mich mit meinen ehemaligen Schulfreundinnen.

Heute die ganze Wäsche gefaltet, zuerst mit einer Freundin, dann mit einem Freund und danach mit meinem Vater telefoniert. Und jetzt hat mein Köper endgültig kapituliert und ich liege erkältet auf dem Sofa. Der Mann kocht wieder etwas leckeres zum Abendessen und die Kinder wuseln vor sich hin.

Hach!

Ich wünsche euch einen tollen Start in die neue Woche!

Katarina ❤

(Die Wochenrückblick-/Glück Idee kommt ursprünglich von Denise Fräulein Ordnung und bei ihr kann man weitere Rückblicke von anderen Bloggern in den Kommentaren nachlesen)

Auslosung – und morgen Santiago

In den letzten Tagen hat uns die Kälte ziemlich fest im Griff. Bis -10 Grad, Schnee und dermassen vereiste Strassen, dass der Verkehr zum Teil ganz zum Erliegen kommt. Ich brauchte auch schon über 15min. das Auto vom Eis zu befreien, auch trotz einem Enteisungsspray. Dazwischen scheint die Sonne und man hat das Gefühl, es müsste frühlingshaft warm sein. Ist es aber nicht, ätsch!

Die Teilnahme für die Verlosung vom E-Book „und morgen Stantiago“ wurde gestern um 20:00 Uhr geschlossen.

Heute ist K2 leider krank aufgewacht mit Fieber, Kopfschmerzen und Übelkeit. Glücklicherweise konnte mein Mann von zu Hause aus arbeiten und ich schnell ins Büro fahren um die dringendsten Sachen noch raus zu schicken. Zum Mittagessen wurde abgeklatscht und die Kinderkrankenstation-Verantwortung abgegeben. Der Mann los zum Termin und ich mit Tee auf Sofa zum Kuscheln.

Nun, also nutzten wir den nicht so lustigen Umstand um wenigstens die Verlosung spannend zu machen. Wir haben alle KommentarschreiberInnen aufgeschrieben, K2 hat ausgeschnitten, sehr gewissenhaft alle zusammengefaltet und durfte dann die Glücksfee spielen!

Tadaaaa, das E-Book hat gewonnen: @frau_v_punkt_

Hier die Auslosung!

Herzlichen Glückwunsch und viel Vergnügen beim Lesen!

 

Jahresrückblick 2017 – Vorschau 2018

Ein Jahresrückblick 2017

Hätte ich einen Jahresrückblick geschrieben, wäre das zusammenfassend so ausgefallen:

  • zu wenig Zeit
  • zu anstrengend
  • zu aufregend
  • vieles neu
  • und wieder zu wenig Zeit für alles
  • Achtsamkeit liegt mir nicht
  • meine MS ist noch immer da
  • und, hell yeah, ich kann es noch immer rocken

Und bei näherem Hinsehen kann ich diese Punkte positiv wie auch negativ bewerten. Ja, das liegt in meiner Natur und ich mach das wirklich nicht absichtlich. Aber, irgendwas in meinem Inneren macht, dass mir die Sonne aus dem Hintern scheint. Oder aus den Ohren. Ich hab da kein Rezept dafür, es passiert halt einfach so.

Ich habe u.a. im 2017

  • viele neue Projekte als selbständiges MS-Girl-Boss gemacht
  • dabei so viele tolle Menschen kennen gelernt
  • mich in Gebiete voller Selbstverständlichkeit und Überzeugung gestürzt, obwohl ich keine Ahnung davon hatte
  • meine Komfortzone mehrmals verlassen
  • mich Kopfüber in irgendwas gestürzt, ohne Plan oder Sicherheitsnetz
  • einen Job angefangen, von dem ich keine Ahnung hatte
  • meinen Kindern gesagt, dass ich keine Zeit für etwas habe weil ich arbeiten muss. Dabei ist weder jemand gestorben oder ist sofort verhaltensauffällig geworden
  • Rückschläge erlebt
  • nicht aufgegeben
  • mehr gemacht als für mich gut gewesen wäre
  • nicht auf meinen Körper gehört
  • hatte Angst vor meiner MS und hab versucht den Kopf in den Sand zu stecken
  • festgestellt, dass ich immer wieder die gleichen Fehler mache
  • zu wenig „Arsch“ gewesen
  • zu ehrlich
  • zu gutmütig
  • vielleicht ist Achtsamkeit wirklich nichts für mich
  • mich im Strudel verloren und es gerade noch rechtzeitig gemerkt
  • habe eingesehen, dass mit MS doch nicht alles so einfach geht wie ich es gerne hätte
  • ich wurde „zynisch“ genannt und hab darüber nachgedacht
  • sehr wenig gebloggt und mich darüber geärgert
  • beinahe dieses „alles hinschmeissen und Prinzessin werden“
  • mein normales Leben vermisst

FAZIT: mein letztes Jahr habe ich auf Überholspur verbracht. Das war nicht immer gut und glücklich hat es mich auch nicht immer gemacht. Es ist alles so schrecklich schnell an mir vorbeigedonnert, so dass ich noch immer das Gefühl habe, hinterher zu hinken und immer im letzten Moment, doch den Anschluss zu verpassen.

Hallo neues Jahr!

Ich hasse diese Tage zwischen den Jahren. Ich hasse Silvester. Und nein, ich übertreibe nicht künstlich. Ich hasse es tatsächlich. Dieses neue Jahr, welches jungfräulich, wie ein unbeschriebenes, weisses Blatt Papier vor einem steht. Man kann nicht ausweichen, nicht davon laufen. All diese Erwartungen und Hoffnungen die damit suggeriert werden. Dabei hast du keine Wahl, egal ob du bereit bist dafür oder nicht. Und dann diese Erwartungshaltung – puh – macht mich leicht unentspannt. Gerne würde ich sagen, ach, lasst mich mit diesem Gedöns, ich bin noch nicht soweit – weil – ich kann nicht steuern was kommt und das macht mich nervös!

Oder kann ich es doch?

Heute, am 01.01.2018 fühle ich mich irgendwie anders. Vielleicht liegt es daran, dass ich seit Monaten den Alkohol nicht mehr merke oder es ist die Weisheit, die sich mit dem Alter einstellt. Im 2018 wird schliesslich das letzte Jahr sein mit einer 3 am Anfang meiner Geburtstagszahl. Ich bin tiefenentspannt. Die Kinder sind tiefenentspannt. Das Haus versinkt unter Bergen von Lego, die Weihnachtsdeko steht noch herum und staubt vor sich hin, die Wäscheberge weinen leise. Wir haben mit Freunden einen sehr schönen Abend verbracht. Ich habe keinen Kater. Die Kinder möchten ausnahmsweise nicht das Neujahreskonzert sehen. Draussen fühlt es sich an wie Frühling. Und alles ist gut, so wie es ist.

Keine Vorsätze, keine Erwartung

Im letzten Jahr habe ich mein Glücksprojekt gemacht (hier z.B. der März). Mir für jeden Monat verschiedene Ziele gesetzt. Zuerst hat es super gut funktioniert, bis dann nach den Sommerferien keine Zeit mehr dafür war. Ich gehe ins 2018 nun ohne Erwartungen. Das Blatt ist noch weiss und unbeschrieben. Und eigentlich mag ich doch Neubeginne, warum sollte ich nicht ins neue Jahr so gehen? Ich muss nicht auf der gleichen Welle surfen wie andere und das ist völlig ok. so.

Einige der oben erwähnten Punkte, die schreien danach, geändert zu werden. Ich freue mich zunächst an der gewonnen Erkenntnis, denn die ist immer der erste Schritt.

Weniger trinken – Mehr Sport machen – Rausgehen wenn die Sonne scheint? Einen Scheiss muss ich! Dieses Buch hat mir meine Freundin gestern für das 2018 geschenkt. Der Titel beschreibt alles was ich zum neuen Jahr sagen möchte.

Selbsterkenntnis

Vor einigen Tagen war auf Instagram eine lustige Aktion, man sollte die liebsten Fotos von seinen liebsten Instamenschen posten. Dort hat mich Claudia vom Blog memyselfandmyms getaggt und etwa so (ich kann mich nicht mehr an die genaue Wortwahl erinnern) geschrieben: sie würde meine zynische Art mögen und findet meine MS-Aufklärungsarbeit wertvoll.

Ich habe mich sehr gefreut und dennoch hat dieser Satz etwas ins Rollen gebracht und mich darüber nachdenken lassen. Bin ich zynisch? Ja, ich bin vermutlich schon zynisch zur Welt gekommen. Ist das schlecht? Nein. Werde ich es ändern? Nein. Ganz im Gegenteil, mein Zynismus hilft mir durch den täglichen Wahnsinn. Durch das Chaos um mich herum und in meinem Kopf. Ich werde also auch im 2018 eine Portion Zynismus dabei haben. Und ich werde auch weiterhin viel über mich lachen. Lachen ist die beste Medizin. Und ich werde versuchen, nicht alles so ernst zu nehmen. Ich werde versuchen, etwas mehr „Arsch“ zu sein und nicht allen (ausser mir) gefallen zu wollen.

So ihr kommenden 365 Tage, zeigt was ihr drauf habt!

Kind1 hat dieses Buch zu Weihnachten bekommen und ich finde, so soll auch mein 2018 werden. Eine Reise zu 360 rätselhaften Orten der Welt – kuriose Welt. Das Leben ist voller Wahnsinn, jeden Tag aufs Neue.

Ich danke euch tollen Internez-Menschen für das vergangene Jahr. Ihr habt einen sehr grossen und lustigen Brocken dazu beigetragen. Ich habe sehr viele von euch ins Herz geschlossen und bin dankbar, euch kennengelernt und einige auch persönlich getroffen zu haben. Jetzt rocken wir das neue Jahr. Es ist noch so rein und frisch…

Alles Liebe ❤