Alltag mit MS – Alltaggeblogge

Sobald ich einige Tage nicht blogge, komme ich völlig aus dem Fluss und denke zu viel darüber nach, was ich schreiben möchte. Dabei möchte ich einfach nur von meinem Alltag erzählen. Der ist nämlich völlig unspektakulär und so ganz normal, wie bei nicht MS-lern auch. Es ist mir sehr wichtig das zu zeigen. Alles normal eben…

Am Wochenende war ja die Kinderübernachtungsparty. So gegen 22:00 waren alle Kinder in ihren Schlafsäcken. Also die, die tatsächlich auch welche mitgebracht haben wie es auch auf der Einladung stand. Andere Eltern ej. Weil ein Kind das Notfallset bei Bienenstich dabei hatte, habe ich natürlich die halbe Nacht davon Alpträume gehabt. Geträumt habe ich, dass völlig absurd um diese Zeit eine Biene noch unterwegs war und beim Lüften ins Zimmer geflogen ist. Ich sass im Traum die ganze Nacht im Zimmer bei den schlafenden Kids aus Angst, dass die Biene diesen Übernachtungsgast stechen könnte. Unterbewusstsein hej! Ohne Zwischenfälle hörte ich gegen 06:00 Uhr die ersten Kids murmeln und miteinander lachen. Also gab es Frühstück und der erste Gast musste um 8:15 bereits gehen weil Training. Um 9:30 Uhr war die Party offiziell zu Ende und alle wieder weg. Der Teppich unter dem Esstisch gesaugt und um 10:00 Uhr mussten wir schon los an einen Anlass vom Mann.

Irgendwann am Samstag Nachmittag ziemlich k.o. wieder nach Hause. Habe mich entschieden, mir ein Entspannungsbad zu gönnen. War super, mit Maske und allem was dazu gehört.

Am Sonntag hatte K2 sein erstes Turnier gespielt. Sie haben 3 von 5 Spielen gewonnen und ich war sehr begeistert vom Teamgeist und dem Zusammenspiel der Kids. Gegen 16:00 waren wir zwei wieder zu Hause. Der Rest des Tages war dann eher sehr anstrengend und zäh inkl. sehr explosiver Stimmung. Der Mann hat das Abendessen gemacht und ich noch mit dem übermüdeten Kind Englischwörtli geübt.

Montag im Büro sehr viel erledigt und trotzdem stapeln sich noch sehr viele Pendenzen. Neuro hat angerufen weil ich vergessen habe mich am Freitag zu melden. Ich brauche mehr B12 und zwar schon diese Woche. Abends noch bei meiner Freundin vorbei gefahren weil sie Geburtstag hatte. War dann ein sehr schöner Abend nach einem eher doofen Tag.

Heute Dienstag mit Kopfschmerzen aufgewacht. Zwar fühlte sich der Nacken extrem verspannt an, ich vermute aber eher das zu späte ins Bett gehen und Prosecco lag. Ich bereue trotzdem nichts. Nach dem Grosseinkauf den Vormittag lang ganz viel gutes Essen gekocht und vorgekocht. Am Nachmittag dann Haushaltshilfe und Hausarbeit. Wäsche gewaschen und 4 Ladungen zusammen gelegt. Nebenbei Podcast gehört zur Selbstfürsorge.

Emails geschrieben, Beraterverträge in Sachen MS unterschrieben und retourniert, Emails beantwortet, liegen gebliebene und vergessene Rechnungen gefunden. Ups.

Irgendwann am Nachmittag auf die Idee gekommen ein Schmerzmittel zu nehmen. Manchmal bin ich schon doof. Die Kopfschmerzen waren echt übel und ich bin ständig vor mich hin gestolpert. Wenigstens hat das Schmerzmittel schnell gewirkt.

Jetzt gehe ich das Gulasch aufwärmen und die Kartoffeltätschli ausbraten. Der Mann kommt später und danach ist endlich Feierabend. Und ganz vielleicht gehe ich früh schlafen.

Tag, wo bist du hin

Da ich eigentlich meinen Neurologentermin erst um 8:30 Uhr hatte, habe ich eigentlich gedacht, dass ich ganz viel Zeit hätte. Beim Frühstück hatte eins der Kinder Entscheidungsschwierigkeiten. Zuerst wollte es nicht frühstücken weil es kein Hunger hatte. Dann weil es nur Vollkornbrot gab. Andererseits hat er die ersten zwei Lektionen Mathe und da könnte er sich vermutlich nicht konzentrieren, wenn er nichts gegessen hat. Lieber doch noch ein Brot essen. Aber nein, dann doch wieder nicht weil eben ekliges Vollkornbrot. Irgendwann hatte ich tatsächlich genug und habe das Brot weggeworfen und ihm für die 10:00 Uhr Pause einige Reiswaffeln eingepackt. Dann war im Badezimmer Stau weil der Mann ebenfalls einen späteren Termin hatte. Unser Badezimmer ist gefühlt riesig und wir haben auch zwei Lavabos, man könnte meinen, wir kommen alle aneinander vorbei. Aber nein. Dann gab es ein Missverständnis wegen der vielen Uhren, die alle eine andere Uhrzeit anzeigen…es handelt sich zwar nur um etwa 2 Minuten Unterschied, das genügt aber für einen oder mehrere Wutanfälle. Am Ende schreit dann noch einer weil die Kappe seine (betonharte!) Frisur kaputt gemacht hat und die Zeit verstreicht trotzdem. Das alles führt dazu, dass ich selber dann ziemlich hetzen muss.

Auf der Autobahn ist um diese Zeit noch immer viel los und weil ein Hauch Schnee auf der Strasse liegt, brechen alle zusammen. Kurz vor der Stadteinfahrt ist Stau und da gibt es ordentlich mehr Schnee als bei uns obwohl es nur 14km sind. In der Parkgarage hat es genügend Parkplätze und ich muss nicht mehr hetzen. Stampfe etwas unbeholfen durch den Matsch zu meinem Neurologen. Frage mich schon ob das am Schnee liegt oder mein Tritt unstabiler wird. Im Treppenhaus kommt mir ein fröhlich pfeifender Fahrradkurier entgegen. Durch meinen Kopf schiessen Gedanken. Ah, die Lumbalpunktion beim Neurologen hat geklappt und jetzt wird der Liquor ins Kantonsspital gebracht. Bei dem Schnee. Dabei denke ich an meine Lumbalpunktion zurück und wie mich der Gedanke an einen Fahrradkurier mit meiner Rückenmarksflüssigkeit im Rucksack verstört hat. Was wenn die nicht rechtzeitig im Krankenhaus ankommt, er stürzt, angefahren wird und noch mehr. Beim Neurologen oben werde ich sofort in Empfang genommen für die Blutabnahme. Der erste Versuch misslingt und der Neuro selber kommt um es auch noch zu versuchen. Wir scherzen und lachen zusammen. Neben an ist diese Person nach der Lumbalpunktion. Sie wird 1 Liter Wasser in einer Stunde trinken müssen und darf erst dann wieder nach Hause, wenn es ihr gut geht. Die Person wird uns lachen hören, denke ich mir. Im 2013 war ich die Person im anderen Zimmer neben an. Hätte ich damals gehört, dass neben an jemand lacht und scherzt, wäre es vielleicht einfacher gewesen. Statt dieser bedrückenden Ungewissheit.

Nach meinem Neuro, der Blutabnahme, B12 Spritze und einer netten Unterhaltung mit der Sprechstundenhilfe, gehe ich zurück zum Auto. Gestern hatte ich noch Skihosen für K1 gekauft und die haben nicht gepasst. Genau 5 Minuten vor Ladenöffnung stand ich da. Erstaunlicherweise warteten da schon mehrere Personen vor der geschlossenen Türe und schauten ständig entnervt und ungeduldig auf die Uhr. Seltsam diese Menschen als ob der Laden früher aufmacht nur weil sie da stehen. Die Skihosen wurden zurückgenommen und das Geld meiner Karte gutgeschrieben.

Weiter in einen anderen Sportladen. Dort dann wieder Skihosen für beide Kinder gefunden. Spontan beschlossen, mir auch eine neue Skijacke zu kaufen. Dabei fand ich die Skihosen von den Jungs so toll, dass ich kurzerhand eine 176 aus der Jungsabteilung anprobiert habe. Sie ist mir im Bund etwas weit, aber man kann die enger ziehen und sie ist perfekt. Ich habe mir also auch noch eine Skihose aus der Kinderabteilung gekauft. Verrückt lustiges Gefühl.

Auf dem Rückweg zum Auto, (alle diese Skihosen und Jacken können verdammt schwer sein) durch die wirklich verschneite Stadt laufen. Dieses Gefühl Bankrott zu sein, nachdem man Skikleidung gekauft hat, war nicht genug. Habe in einem Schaufenster einen Rucksack gesehen, denn ich unbedingt haben wollte weil er einfach schlicht und schwarz und nicht so sportlich ist wie sonst war. Die nette Verkäuferin hat sogar noch einen Fleck rausgeputzt. Allgemein waren alle sehr nett.

Auf dem Heimweg wollte ich noch schnell das Auto auftanken. Ich stand also da und der Tankdeckel ging nicht auf. Kurz habe ich an mir gezweifelt ob ich vielleicht den Tankdeckel im Auto nicht geöffnet habe und habe nachkontrolliert. Aber mein Auto hat wirklich keinen Knopf (das ist das Auto vom Mann aber sicher ist sicher, nicht dass ich da wie ein Vollidiot da stehe) und man muss nur auf den Deckel drücken damit er aufgeht. Ging er aber nicht. Nachdem ich an der Kasse nach einem Schraubenzieher gefragt habe und man mir einen Flaschenöffner entgegengehalten hat, bin ich zur Autogarage gefahren. Der Mitarbeiter hat auf dem Deckel herumgedrückt und gequetscht und wieder gedrückt aber nix passierte. Also schickte er einen Spengler raus und als der um die Ecke kam, fragte er, wo denn das Problem sei. Der Tankdeckel stand offen. Da war ich wirklich ein wenig perplex und sogar sprachlos.

Schnell nach Hause und das Mittagessen kochen, die Wäsche in den Trockner und die nächste Ladung laufen lassen. Am Nachmittag (Mittwoch ist Schulfrei am Nachmittag) die Kinder dazu gezwungen, einkaufen zu fahren. Schliesslich steigt hier am Freitag eine Übernachtungsparty und ich habe sonst keine Zeit einkaufen zu fahren. Wir haben fast alles gekauft und nur ganz wenig vergessen. Hrmpf. Zu Hause wieder Waschmaschine und so. Dann haben alle die neuen Skihosen anprobiert. Passen alle ausser der einen Jacke, die ist zu gross. Jetzt überlege ich ob ich diese überhaupt umtauschen soll oder einfach warte, bis eins der Kids hineinwächst. Braucht ein Kind eine oder doch lieber zwei Skihosen? Keine Ahnung, mal sehen. Aufgeräumt und eingeräumt.

Abendessen angefangen zu kochen und mit meiner Mutter telefoniert, gleichzeitig die Spülmaschine ausgeräumt. Kind zum Gitarrenunterricht gefahren. Abendessen weitergekocht, mit Mann telefoniert. Nach nur 30 Minuten war das Auto schon ganz eingeschneit und musste wieder freigeschaufelt werden. Das turnschuhbesohlte Kind im Schneetreiben abgeholt und den Berg nach Hause gerutscht.

Abendessen. Mit K2 Hausaufgaben gemacht. Sofa während die Kids eine eigene „die drei ???“ Folge aufgenommen haben. Am Nachmittag wurde nämlich noch das Drehbuch geschrieben und es könnte sein, dass das jetzt die neue Lieblingsbeschäftigung wird. Weiss noch nicht, wie lustig ich das finden soll. Kennt ihr diese kleinen Hand-Milch-Aufschäumer? Wenn man den an einen Plastikbecher hält, dann tönt das nämlich wie ein Schweissgerät. K1 hat nämlich solche Geräusche für Hörbücher nachgegoogelt. Und ja, es kommt tatsächlich hin.

Die Kids ins Bett gesteckt und mit jedem noch gequatscht. K1 schläft viel besser in seinem neuen Zimmer (unser bisheriges) als im alten (unser neues). Pffft, das glaube ich gern. Ich habe letzte Nacht geträumt, dass ich am Knie operiert werde. Von einem Bekannten und rundherum standen ganz viele mir bekannte Menschen herum. Vielleicht war es ein Apero und mir wurde spontan der Meniskus entfernt. Irgendwie sehr seltsam und unpassend, im Traum aber völlig akzeptabel. Dann geträumt, dass ich bei einer Unterschriftensammlung völlig unüberlegt unterschrieben habe. Gegen etwas, wofür sich mein Mann in der Gemeinde einsetzt. Ich war entweder unzurechnungsfähig oder betrunken. Jedenfalls habe ich überlegt wie ich ihm das beibringen soll und mehr noch, soll ich es ihm überhaupt erzählen?

Und so weiter…

Der Tag ist rum und ich weiss nicht wohin.

Erster offizieller Arbeitstag im 2019

Ich war ja zwischen den Feiertagen schon zwei Tage im Büro, daher war mein Start eigentlich wie jeder Montag auch sonst. Heute hatte ich es aber etwas mit dem Kreislauf. Und so einen seltsamen Schwindel hatte ich auch. Seit Beginn der MS war Schwindel eins meiner ersten Symptome. Teilweise war das so schlimm, dass es mich schon in die Notaufnahme gebracht hat. Längere Zeit hatte ich keinen Schwindel mehr und jetzt, da er wieder da war, wurde mir klar, wie schnell man sich an einen schwindelfreien Zustand gewöhnen kann. Auch erst jetzt fällt mir auf, wie einschränkend das überhaupt ist. Ich werde meine schwindelfreie Zeit in Zukunft noch viel mehr zu schätzen wissen. Da ich jetzt PMS habe, gehe ich davon aus, dass daher der Schwindel kommt. Hoffentlich. Kaum bin ich zu Hause, ruft mein Neurologe an. Einen ganz kurzen Moment lang, fühle ich mich ertappt! Zum Glück wollte er nur die Zeit von unserem nächsten Termin verschieben. Puh!

Das Kreislaufproblem löste sich kurzerhand in Luft auf als K2 nach Hause kam und mir seine letzte Prüfung zeigte. Bei jedem Fehler, der sowas von subjektiv war, stieg mein Puls. Ich kann es mir wirklich nicht erklären. Eine Prüfung über das Skelett, Verdauungssystem, Blutkreislauf inkl. Sauerstoffverteilung im Körper, Blutgruppen, Funktion vom Immunsystem, Haut, innere Organe…in der 4 Klasse und über 6 Seiten. Bei einer Aufgabe mussten u.a. die Organe gezeichnet werden und da gab es bei 3 Punktabzug aus Gründen, die ich wirklich nicht verstehen kann. Ich kann nicht nachvollziehen, was das Kind daraus lernen soll weil die Leber etwas klumpiger aussieht als sie sollte aber am richtigen Platz gezeichnet und markiert wurde. Warum es Punktabzüge bei Hautschichten gibt weil diese senkrecht statt waagrecht gezeichnet wurden…wenn ich den Arm anders positioniere, dann sind meine Hautschichten auch senkrecht. Sinn? Und noch mehr solche Beispiele. Ich könnte mich über sowas wahnsinnig aufregen weil ich denn Sinn nicht verstehe! Wenn etwas falsch beantwortet wurde oder wäre die Leber an der falschen Stelle gezeichnet worden, aber so? Vermutlich werde ich das nie verstehen.

Die Kids ins Training gefahren und danach das ganze Gemüse aus dem Kühlschrank geholt. Jetzt köchelt eine Süsskartoffel, Butternusskürbis, Broccoli, Karotten-Suppe mit Frühlingszwiebeln, Kokosnussmilch und Kresse. Nein, meine Kinder finden das nicht lecker. Deshalb habe ich noch Backofenpommes in den Backofen geschoben. Dazu wird es noch Fleischplätzchen geben. Aber zur Vorspeise gibt es zuerst Suppe.

Ach und *Trommelwirbel* wir haben endlich Skiferien gebucht! Unglaublich aber wahr und das Geld ist auch schon überwiesen! Ich habe echt gedacht, dass ich das dieses Jahr nicht hinkriege. Ich war auch kurz davor, alles abzublasen und zu Hause zu bleiben. Nichts ohne Nervenkitzel…muuuahahaa…Ich sollte wirklich daran arbeiten.

So. Jetzt noch Abendessen, Kinder ins Bett und Füsse hoch.

Jahresrückblick 2018

Es ist 01.01.2019 und somit ist es noch nicht zu spät für einen Jahresrückblick! HIER kann man den Jahresrückblick 2017 nachlesen.

Jahresrückblick – Das Jahr 2018 nach meinen Bildern in Kurzfassung

Januar:

  • Zum ersten Mal erlebt, dass jemand nach nur 2 Tagen eine neue Arbeitsstelle in der Probezeit kündigt. Was organisatorisch für weitere Monate sehr mühsam war.
  • Kind2 hat seinen 9 Geburtstag gefeiert und es gibt Eltern, die wissen welchen Film wir geschaut haben, nur von diesen Hinweis: Ausserirdische, Kohlsuppe, Furzen und Bölölllööö 🙂
  • Dreikönigskuchen für das Geburtstagskind gebacken
  • Ich habe erste Tulpen gekauft weil Frühlingsgefühle
  • Erstmal so richtig gejoggt, über 4 km und befunden, dass das wirklich nicht mein Sport ist
  • Spontane Familienskiferien mit echt blöden Hotel-Zimmer-Nachbarn

Februar:

  • Impftermine K1
  • viel zu viel Büro
  • Schulfasnacht: K1 als Queen Elisabeth und K2 als Michael Jackson
  • Viel gekocht
  • Das erste Mal anderen Eltern geschrieben und verlangt, dass ihr Kind die Finger von meinem lässt und ich sonst die Schulleitung einschalte, wenn wir das nicht klären können.
  • Oft Badewanne gegönnt
  • Noch fast regelmässig Sport gemacht
  • Weitere 6 Monate vom Medikament abgeholt
  • Margaritas trinken gegangen

März:

  • Das erste Mal beide Kinder ins Skilager verabschiedet und in dieser Woche 100% gearbeitet. Genervt herausgefunden, dass mein Neurologe Recht hat und ich nicht mehr als 40% arbeiten „sollte“.
  • Kinder leicht irre auf Webcam vom Skilift gestalkt
  • noch mehr Schnee
  • Energieballs selbst gemacht
  • Wochenenden bei Volleyballtournieren in Turnhallen verbracht
  • Osterdeko hervorgekramt
  • Fotos nach dem Sport mit „ich sterbe“ Gesicht gemacht
  • Ostern verbracht und nach dem Essen einen Hosenknopf offen lassen müssen

April:

 

  • Narzissen, Primeln, Krokusse überall im Garten
  • Versucht Slime selber zu machen und etwa 4 mal gescheitert bis ich die Idee endlich aufgegeben habe
  • Frühlingsferien in der Alphütte bei der es doch wieder 50cm Schnee gab und wir den ganzen Plunder hoch tragen mussten. Dafür eine wunderbare Woche in Abgeschiedenheit mit Familie verbracht. Viel gelesen, gelacht, Monopoly gespielt, die Glückspost aus 2016 gelesen und nach Holzfeuer gestunken
  • Frühling genossen
  • Mit Kids unzählige Male beim Kieferorthopäden gewesen
  • Das erste Mal vor der Umkleide warten während K1 Hosen anprobiert
  • Ach, und Büro, Büro, Büro
  • Meinen 39 Geburtstag gefeiert
  • Haare ungefähr 25cm abgeschnitten

Mai:

  • Erstkommunion von K2 und viele spezielle Gäste aus dem Ausland die sich extra auf den Weg gemacht haben
  • Heisses Wetter
  • Immer wieder was zu DSGVO lesen und langsam keine Lust auf bloggen haben
  • Projekt Lärmschutzwand beginnt
  • Das ganze Grünzeug um unser Grundstück wird herausgerissen. Alles.
  • Stromleitung wird angebohrt
  • Wasserleitung wird angebohrt und ich lerne, keine blöden Witze zu machen weil die tatsächlich eintreffen
  • Feuerwehrfest und Frühlingsfest im Dorf
  • Mit offenen Schuhen ins Büro fahren

Juni:

  • MS Treffen
  • Im Garten arbeiten und es ist unglaublich warm
  • Baustelle noch immer
  • K2 rennt in Schulhauswand, Platzwunde, Schule ruft nicht an und als ich von der Arbeit nach Hause komme, ist es schon zu spät für nähen. Er hat da jetzt eine Narbe an der Stirn
  • Sport
  • Katze darf mit einem „Gstältli“ im Garten Sitzen und ich laufe mit ihr an der Leine durch den Garten was ziemlich irre aussieht. Aber, das Grundstück ist noch immer offen zur Hauptstrasse
  • Patenkind feiert Geburtstag und ich begleite in Indoorspielplatz (Indoorhölle)
  • K2 Zeckenbiss
  • Fussballeuphorie
  • Auf Dachterrasse von Freundin den Sommer geniessen

Juli:

  • K1 bricht sich den Arm. Nach meinem „schlechtes Bauchgefühl“ hole ich Zweitmeinung ein und es wird vom Gips zur speziellen Schiene gewechselt. Gerade noch rechtzeitig.
  • Kroatien erspielt den zweiten Platz der Weltfussballmeisterschaft
  • Endlich die langersehnten Sommerferien mit Familie in Kroatien

August:

  • Nach Hause kommen
  • Gesundes, frisches Essen
  • Kinder und ihre Freunde im Garten
  • Büro, Büro, Büro
  • Am Sommergrümpeli aushelfen müssen und zum ersten Mal „Ösch die Dritten“ life im Festzelt hören. Ähm ja…
  • K1 bekommt Antwort vom Königshaus auf seine Post an Queen Elisabeth
  • K1 feiert Geburtstag

September:

  • Die Lärmschutzwand steht nach Monaten und nachdem ich mit dem Hersteller telefoniere, nehmen wir den Bau ab
  • Kids haben ihr erstes Sportlager und sind übers Wochenende weg
  • Jahres und Hochzeitstag
  • Einbruch zu Hause was mich sehr viel Nerven und Zeit gekostet hat
  • Suche nach Alarmanlagen
  • Einladung zur Konferenz Day One Digital Health in Basel
  • Kundenseminar von der Firma und Ausklingen des Abends mit den Kollegen bei uns zu Hause
  • K1 fährt eine Woche in die Schulreise
  • ganz viel Essen

Oktober:

  • Abklärungen Versicherungen nach Einbruch
  • Ein Freund wandert nach Panama aus und überbrückt bei uns eine Woche
  • Schulherbstferien, der Mann hat auch frei und wir sind jeden Tag unterwegs
  • Endlich wiedermal Akupunktur
  • Mann zum Halbmarathon bei 23 Grad im Oktober begleitet
  • Büro
  • Rauchfrei werden und danach eine ganz lange Zeit schlecht gelaunt sein
  • Endlich neues Notebook in Betrieb nehmen
  • Zwei neue Ringe kaufen weil, alles geklaut
  • Spontan ein E-Piano kaufen
  • Am 31.10.2018 MS-Verlaufskontrolle mit MRI und bereits am Abend die Nachricht „keine Veränderung“ bekommen! Danach spontan doch an eine Halloweenparty gehen und das feiern

November:

  • Das E-Piano wird geliefert und von nun an wird hier ständig und immer Musik gespielt. K1 der Gitarrenspieler entdeckt sein Klaviertalent
  • Mann feiert Geburtstag
  • Schwiegermutter feiert ebenfalls Geburtstag und macht eine Party
  • Unglaubliche Wolkenstimmungen
  • Nachschub vom MS Medikament abholen
  • Herbstfarben
  • Curlyhair Methode ausprobieren und feststellen, dass ich mir gelockt nicht gefalle
  • Essen
  • Eine Party von der ich erst um 04:30 nach Hause gelaufen bin und das Auto stehen liess.
  • Pedicure mit einem Mordskater
  • Ich entscheide, mich mehr mit Selbstliebe und Projekten für mich zu beschäftigen
  • Olivenbaum Winterfest machen
  • Christrosen für Küchenfenster kaufen
  • Büro, Büro, Büro…

Dezember:

  • Nachdem sie mir 3 Uhren geklaut haben und die letzte die ich hatte, den Geist aufgab, wiedermal eine neue Uhr gekauft
  • Ich wollte eine Basenkur machen, kaufte für ganz viel Geld irgendwelche Mittelchen im Reformhaus nur um sie mir zu Hause von der Zunge zu kratzen. Ekelhaft und nix für mich
  • Akupunktur
  • Rauchfrei für zwei Wochen unterbrechen
  • Volleyball
  • Geschenke bestellen
  • Neue Betten für beide Kinder kaufen
  • Im Büro noch den Endspurt einlegen
  • Heizung reparieren
  • Mit Kindern zum Kieferorthopäden und der Unterschied zwischen Unter- und Oberkiefer ist mittlerweile bei 3 mm gestartet mit 11.5
  • Christbaum besorgen
  • Geschenke einpacken
  • Weihnachten feiern
  • Tagelang nix machen
  • Erkältung auskurrieren
  • Silvester feiern

Mehr Eindrücke auf Instagram (staublos_ch)

Von Herzen möchte ich mich bei euch allen bedanken. Jenen, die ich persönlich getroffen habe, denen mit denen ich geschrieben habe und denen, die still und leise hier lesen und immer wieder vorbei kommen! Das Jahr 2018 war für mich persönlich sehr anstrengend weil sich mein Arbeitspensum verdoppelt hat. Ich neben bei noch für eine Patientenseite schreibe und deshalb nicht mehr so viel Zeit für mein Blog hatte. Ich möchte keine langweiligen Versprechungen machen, aber ich werde mir Mühe geben, auch weiterhin von meinem Alltag zu erzählen. Nicht weil mein Alltag so wahnsinnig spanend ist, sondern um zu zeigen, dass der Alltag auch mit MS ganz normal sein kann.

Danke für alles!

Ich wünsche ein wunderbares, zufriedenes, gesundes und glückliches 2019
Love K.