Alltag – was „Staublos“ so treibt

Heute habe ich Lust einfach ein wenig über die letzten Tage zu schreiben. Sozusagen, ein Daily-me…

Letzte Woche habe ich die ganze Woche, Ferienvertretung für eine Kollegin gemacht. Und die Woche davor hatte ich Softwareprobleme, die dazu führten, ebenfalls die ganze Woche im Büro zu sein. Auch wenn ich es manchmal nicht wahr haben möchte, es geht mir dann doch an die Kraftreserven. Obwohl es mir sehr viel Spass macht, täglich im Büro zu sein. Das führte jedenfalls dazu, dass ich jeden Abend auf dem Sofa verschlafen bin. Leider dann bis 01:00 oder so…meine Augenringe…

Am Mittwoch war ich am Lenny Kravitz Konzert, was extrem toll war und so unglaublich gut getan hat.

Ganz ehrlich, wenn meine Freundin nicht schon lange die Karten gekauft hätte und noch 4 weitere Freundinnen dabei gewesen wären…das Sofa, die Augenringe… In solchen Situationen funktioniere ich nach dem Motto „Augen zu und durch“ und meistens wird das immer sehr toll, den Preis zahle ich dann später.

Für beide Kinder noch die Musikstunden für das neue Schuljahr klar gemacht. Wir konnten für beide, mehr oder weniger passende Stunden raushandeln. Es wird wie immer etwas stressig, aber das ist einfach so.

Unsere Lärmschutzwand befindet sich noch immer im Aufbau. Angefangen haben sie im Mai und sie ist noch immer nicht fertig. Eine Panne nach der anderen. Jedenfalls wurde jetzt ein grosser Teil der Paneele eingebaut. Und ich habe das Gefühl, dass die tatsächlich was gegen den Strassenlärm nützt. Die letzten Tage war ich ehrlich etwas nervös. Was, wenn das nix bringt und wir so viel Geld dafür investiert haben?  Aber, es sieht nicht schlecht aus und ich bin wirklich sehr froh darüber.

Am Freitag haben die Kids ihre Zeugnisse bekommen. Das Kind mit ADS und Dyskalkulie hat seit zwei Jahren keine Ergotherapie mehr. Im letzten Schuljahr hatte er auch nicht mehr die Möglichkeit, Prüfungen im separaten Raum und ohne Ablenkung zu machen. Zudem haben wir ihn einfach machen lassen. Wir haben also nicht mehr so sehr darauf bestanden, dass er viel für Matheprüfungen übt. Ab und zu gab das dann auch eine ungenügende Note. Trotzdem war mir wichtig, dass er lernt, sich selber einzuschätzen. Wenn er das Gefühl hatte, er verstehe den Stoff gut und müsse nicht lernen, dann habe ich versucht, das auch zu akzeptieren. Was ehrlich gesagt, überhaupt nicht einfach für mich war. Er ist im zweiten Semester in Mathe zwar schlechter geworden, die Note ist aber genügend. Und das ist völlig ok. und die ganze Schule besteht nicht nur aus Mathe. Zur Feier des Tages sind wir Pizza essen.

Am Samstag waren wir alle in der Stadt unterwegs. Mann und Jungs in der Bibliothek und ich wollte unbedingt noch Badeanzüge für die Ferien kaufen. Es ist wirklich kein Spass Badesachen zu kaufen… Wir sind uns dann zwei mal zufällig über den Weg gelaufen. Einen Schreckmoment hatte ich, als ich Bargeld abheben wollte und der Kartensaldo so niedrig war. Als sich der Mann dann auch nicht ins Mobilebanking einloggen konnte, hatte ich echt Panik bekommen. Ich habe krampfhaft versucht nicht daran zu denken, was passiert, wenn das Bankkonto gehackt wurde…oder wie die Rechtslage in dem Fall wäre. Puh, Entwarnung, alles ist gut. Trotzdem, nächstes ToDo, Bankvertrag durchlesen.

Die Kinder dazu genötigt, den ganzen Haufen mit Büchern, Papier, Ordner usw. zu sortieren, bzw. zu entsorgen. Sie haben tagelang das Zeug aus der Schule nach Hause geschleppt und einfach im Eingangsbereich liegen lassen. Böse, extrem böse und gemeine und ungerechte Mutter!

Samstag Nachmittag sind noch meine Eltern kurz vorbei gekommen und haben eine 13kg Wassermelone gebracht. Weil mein Vater ist ein sehr, sehr grosser Fussballfreak ist war ich so nett, ihm wenigstens die erste Halbzeit auf dem Laptop im Garten laufen zu lassen…

Samstag Abend waren wir bei Freunden eingeladen und hatten einen sehr netten und entspannten Abend. Die Zeit vergeht zu schnell und wir haben beschlossen, bis zum nächsten Treffen nicht schon wieder so lange zu warten. Geht es euch eigentlich auch so? Ich habe das Gefühl, die Zeit rast.

Umso mehr geniesse ich diese Tage, an denen ich das Gefühl habe, dass die Zeit so langsam vor sich hin tröpfelt. Nicht im negativen Sinn, denn im umgekehrten Fall, macht mich das wahnsinnig nervös. Am Morgen habe ich zuerst Muskelaufbau-Training gemacht. Danach bis Mittag mit den Kids im Garten Volleyball und Badminton gespielt.

Irgendwann kamen die Nachbarkids vorbei und haben meine zum Fussballspielen abgeholt. Danach dürfen sie sich bei ihnen im Pool abkühlen. Mit so viel unerwarteter Ruhe, war ich dann doch kurz überfordert, also zupfte ich zunächst noch etwas Unkraut im Schatten aus. Da ich schon seit Tagen Lust auf Tagebuchbloggen hatte, habe ich das jetzt auch gemacht. Nicht weltbewegendes, keine schlauen Motivationstipps, nix mit MS-Arbeit, einfach nur Alltag. Interessiert das? Ist eigentlich auch völlig egal…es ist ok. so.

Heute werden wir entweder noch Cevapcici grillen oder ich schmeisse sie einfach in den Ofen rein und später spielt Kroatien.

Nächste Woche ist in der Schule die letzte Woche vor den Sommerferien. Ich sag ja, die Zeit fliegt! Da gibt es wieder verschiedene Abschiede und solches Zeug. Eltern müssen um 9:00 in den Wald zu den Millionen Zecken stampfen…urgs.

Im Büro muss ich noch alle Rechnungen schreiben und die Löhne vorbereiten. Dafür müssen alle Mitarbeiter fertig rapportiert haben. Ans Meer geht es nämlich auch bald.

Ich wünsche einen guten Start in die neue Woche ❤

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Ein unspektakulär perfekter Tag

Ein perfekter Tag im Leben einer Mutter – Ein Blick durch eine leicht verschmierte rosarote Brille

Aber von Anfang an! Was war ich herrlich naiv während meiner ersten Schwangerschaft! (Vielleicht auch schon beim allerersten aufploppen meiner reifen Eizellen?)

Damals als ich jedes Wochenende ausschlafen konnte, mir meine Zeit selber einteilen konnte, Stundenlange irgendwo sitzen und in Ruhe lesen konnte…alleine auf die Toilette gehen konnte…ja, da habe ich mir meinen Alltag als Mutter ziemlich perfekt vorgestellt. Natürlich kam alles anders und natürlich bin ich froh, dass es ja so kam, ansonsten wäre mein Mutterdasein wahrscheinlich wahnsinnig langweilig gewesen.

Heute war ein guter Tag

Nachdem die Jungs zuerst das Fussballspiel Schweiz/Portugal geschaut haben und Schweiz 0:2 verloren hat, gingen sie erst um 23:00 ins Bett. Also durfte ich K2 (K1 hat schon gelesen da Schlaf reine Zeitverschwendung ist) um 8:00 Uhr wecken. Wir haben gemeinsam gefrühstückt, die Kinder haben das Geschirr abgeräumt und sind freiwillig Zähneputzen gegangen. Während ich geduscht habe, haben sie total friedlich miteinander gespielt.

Als wir aus dem Haus mussten, haben alle nach einmaligem Auffordern ihre Schuhe und Jacken angezogen. Ich habe noch schnell die gewaschene Wäsche in den Tumbler geworfen und die nächste Ladung angemacht. Perfektes Timing.

In der Stadt haben wir sofort einen Parkplatz gefunden. K2 hatte einen Termin beim Kieferorthopäden für den zweiten Abdruck für den folgenden Monoblock. Während K2 total souverän und ohne Drama/Verweigerung/Erbrechen/Heulkrampf den Zahnabdruck machen liess, sass K1 im Wartezimmer und las. Auch als der Abdruck vom Oberkiefer wiederholt werden musste, waren alle tiefenentspannt.

Nach dem Kieferorthopäden gingen wir noch schnell neue Jeanshosen kaufen weil plötzliches Wachstum und daraus resultierende Hochwasserhosen. Da wurde nur mal kurz gezickt und man wollte die Jeans nicht auch noch in der Umkleidekabine anprobieren. Aber, es wurde anprobiert und an der Kasse gab es auch noch 15% Rabatt.

Danach schlenderten wir zum Bäcker und entschieden uns innert 3 Minuten, welche Brötchen wir uns zum Mittagessen kaufen.

Zu Hause angekommen, wechselte ich nochmals die Wäsche/Tumbler und die Kids haben schon den Tisch gedeckt und unsere Thonbrötchen auf Tellern drapiert. Ich hab zwar das Kleinste bekommen, aber hej, wir wollen nicht kleinlich sein.

Wäsche zusammenlegen, Gummistiefel und eine Flasche Prosecco einpacken und zu meiner Freundin fahren.

Die Kinder verschwanden sofort im Wald gegenüber mit dem kleinen Bach. Meine Freundin und ich sassen also im Garten, und folgten nur dem Kindergeschrei welches durch die Entfernung angenehme 40 Dezibell hatte. Zwischendurch hielten wir inne und fragten uns, ob das jetzt Lachen oder Weinen ist. So schlürften wir an einem angenehm warmen Herbsttag unseren Prosecco und quatschten fast zwei Stunden.

Irgendwann riefen wir die durchnässte und im Schlamm panierte Bande nach oben. Das sah dann so aus-> Matsch! Überall! Im Gesicht, Händen, in Gummistiefeln und von der Kleidung wollen wir schon garnicht reden. Aber! Die Kids waren höchst zufrieden und konnten nicht aufhören von ihren Aktionen und dem Staudamm und der Schlammrutschbahn zu erzählen.

Am Ende gab es noch warmen Schokoladenkuchen! Himmel!

Zu Hause ging es dann erstmal unter die Dusche. Bei meiner Freundin haben sie Ersatzkleider bekommen und mussten nicht durchnässt zu Fuss nach Hause laufen. K2 hatte nach der Dusche noch immer Schlamm am Unterarm, hat den dann mit dem weissen Badetuch weggeputzt. Und das tolle Kind hat dann die Aktion vertuscht indem es das Badetuch auch etwas ausgewaschen hat. Er sagt, es sei jetzt aber alles total sauber. In der Zwischenzeit habe ich die Matschkleider in die Waschmaschine geworfen und die etwa 5kg schweren Matsch-Gummistiefel ausgewaschen. Und weil alle so gut drauf waren, haben wir beschlossen auf den Mann zu warten, der dann auch um 19:30 kam. Es wurde verschiedenes Gemüse, frisches Brot, Hüttenkäse, Pfefferkäse und Landjäger gemampft.

Jetzt sind alle im Bett und ich gönne mir ein Entspannungsbad. Also ein perfekter Herbstferientag. Nicht so kitschig und rosarot wie ich mir das damals vorgestellt habe, sondern einfach nur schön.

Daily me, ein Schwank aus dem Alltag ❤

Erschöpfung, Fatigue und Murphy

Die letzten Tage hat mich ein dickes Tief erreicht. Der Stress der letzten Tage/Wochen/Monate hat zurückgeschlagen und mich physisch und psychisch etwas aus dem Gleichgewicht geworfen.

Man ist im Alltagstrott gefangen und dreht im Hamsterrad seine Runden, versucht dabei nicht herauszufallen wenn Murphy (Quelle: Wikipedia) wieder zuschlägt und das Rad aus dem Schwung bringt.

So ging es mir in den letzten Monaten.

Immer wieder gab es unverhoffte Fallen, für die ich schnellstmöglich Lösungen finden musste. Der Alltag drehte trotzdem seine üblichen Bahnen weiter und es gab keine Pause oder Auszeit.

Normalerweise bin ich ein spontaner Mensch. In Stresssituationen bekomme ich sehr schnell einen groben Überblick und hab meistens auch eine passende Lösung bereit. Ob die dann richtig oder falsch war, das stellt sich dann erst später heraus. Manchmal gibt es aber Probleme, die saugen mir die ganze Energie aus. Wie z.B. die Schule meines grossen Sohnes. Da bleibe ich verkrampft und kann nicht nachvollziehen, warum Lehrer nicht im Team-Kind arbeiten können. Ein immer wiederkehrendes Thema im Alltag, welches mir einfach keine Ruhe gibt und ich einfach nicht los lassen kann.

Dazu kommt mein letzter Schub im September 2015. Nebst der vielen Nebenwirkungen durch Kortison und das neue Medikament, war es meine Psyche die im Nachhinein gelitten hat. Nein, ich war nicht traurig oder depressiv. Ich war angepisst! Ich war von meinem Körper extrem genervt und enttäuscht. Ich fand, MS ist ein hinterhältiges Miststück und ein übler Begleiter. Habe ich doch das letzte Jahr sehr gut ohne Medikamente gelebt, habe mich mit sämtlichen Vitaminen vollgestopft, auf meine Ernährung geachtet, regelmässig Sport gemacht, auf Entspannung geachtet, Akupunktur angewendet…und wofür? Trotzdem bekam ich diesen hinterlistigen Schub. Ich war wirklich so genervt, dass ich alles abgesetzt habe. Ich habe aufgehört die Vitamine zu nehmen, habe nur noch ab und zu Sport gemacht, bin nicht mehr zur Akupunktur gegangen und habe mich mit dem blöden Schwindel herum geplagt.

Die letzten Tage und Wochen empfand ich als extrem erschöpfend und fühlte mich völlig ausgelaugt. Die Fatigue hatte mich fest im Griff und ich habe mich sogar gefragt, ob ich vielleicht doch noch eine Depression bekomme. Aber ich war nicht antriebslos oder lustlos, ich war einfach erschöpft. Diese tiefe Erschöpfung bis in die Knochen und in die Haarspitzen. Es brauchte nur wenig und ich fühlte mich völlig erschöpft und körperlich am Ende. Ich kam nicht zur Ruhe und konnte die gefühlt leeren Batterien einfach nicht aufladen. Erschöpfung, so schwer wie ein Stein am Bein! Zur Zeit kommt das Bild vom Obelisk, diesem Obelix-Stein auf dem Rücken geschnallt, meinem Zustand ziemlich nahe. Dazu merke ich mein AD(H)S verstärkt (hier schreibe ich, wie sich das bei mir zeigt). Die Reizüberflutung führt zur geistigen Überreizung und ich wünsche mir ein Erdloch um mich zu verkriechen, denn das Altaghamsterrad dreht weiter und Murphy gibt sein bestes….urgs!

MS! Ich hasse dich!!!!!

So habe ich mich in den vergangen Tagen, in meiner Erschöpfung gesuhlt und gewälzt bis ich genug davon hatte. Ich habe die Schnauze voll und habe beschlossen, das wieder zu ändern. Ich möchte wieder zu meiner alten Form kommen. Sowas ist ja echt nicht auszuhalten. Also habe ich jetzt meine Vitamine wieder hervor gekramt, habe diese Woche wieder Sport gemacht und meiner Frau Akupunktöse wegen einem Termin geschrieben.

Ziel: die Form und Körpergefühl von September erreichen!

Ich weiss nicht, ob diese extreme Erschöpfung vielleicht vom letzten Schub kommt. Immerhin habe ich drei neue Läsionen ausgebrütet. Das sind drei neue Schäden und erhöhen meine Sammlung auf 10 Hirnschäden. Mein Gehirn, ein Salatsieb…

Auf geht’s in den Kampf!

Daily me: Freitaaaag! und Christoph Blocher

Gestern habe ich es nicht geschafft zu Getagebuchbloggen. Ich war noch immer erledigt. Trotzdem dreht sich die Welt weiter, yay!

Aufgewacht als ob ich einen Marathon gelaufen hätte, obwohl, ich denke, mein Mann hat sich nach seinem Halbmarathon nicht so gefühlt. Egal, die Welt dreht sich eben weiter.

Um 9Uhr mit einer Bekannten abgemacht. Wir treffen uns 1-2 mal im Jahr, was definitiv zu wenig ist. Als ich mich an den Tisch setze, denke ich noch, das ich die Leute am Tisch neben an kenne. Dann kommt der SVP-Mann himself, Christoph Blocher. Mir wird klar, dass der Herr daneben, sein allerliebster Kumpan, Tony Brunner ist. Die Herren gehören der SVP-Partei an. Das ist die Partei, die in der Schweiz immer wieder für Aufsehen sorgt. Wenn Sie sehen möchten, welche hübschen Wahlplakate die SVP aufstellt, dann klicken sie HIER staunen Sie und machen Sie sich Ihr eigenes Bild. Kurz gesagt, sie sind gegen alles was mit Ausländern zu tun hat. Da wurde ich kurz unsicher, ob sich die Herren vielleicht gestört fühlen könnten. Immerhin bin ich ja auch so ein Immigrant und habe mir den Pass nur angeheiratet. Andererseits habe ich mich gefragt, will ich im gleichen Raum sitzen wie die beiden Herren? Die gleiche Luft atmen? Vielleicht ist das was sie haben, ansteckend! Um das zu verdeutlichen, möchte ich Ihnen gerne ein Video von Herrn Blochers Unternehmer-Tochter ans Herz legen. Hier geht es um Frau Blocher Martullo’s seven thinking steps…aber sehen Sie selbst, du Dreamer Du!

Allen einen guten Start ins Wochenende!

PS: Wer vor drei Uhr ins Bett geht ist ein Weichei, sagt ein SVP-Herr zum heutigen SVP-Gipfel (Quelle: Blick.ch) In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Start ins bevorstehende Wochenende!

PS2: Das ist ausdrücklichst KEINE Werbung!