Ich

Staublos stellt sich vor: 

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Wer bin ich?

Ich bin Katarina, 38 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder.

Zurzeit arbeite ich in einer IT-Firma als Personalverantwortliche, als selbständige Beraterin in Sachen MS und natürlich mein wichtigster 100% Job als Mutter.

Diagnose

Meine MS-Diagnose (Schubförmig RRMS) habe ich im März 2013 bekommen.

Was macht mich stark?

Bei Problemen bin ich sehr gut bei der Lösungssuche. Das hat mir bei meiner Diagnose mit MS sehr geholfen. Dadurch, dass ich mich bei einem Problem bzw. Herausforderung zunächst sehr gut informiere, kann ich viel einfacher eine passende Lösung dafür finden. Das hat mich in der Anfangszeit vor einem tiefen Fall bewahrt.

Warum schreibe ich hier?

  • Ich habe es satt, ständig diese Verbindung von MS und Rollstuhl zu sehen und überall davon zu lesen. Wir sind eine neue Generation von MS-Betroffenen und obwohl es noch keine Heilung gibt, haben wir verschiedene Möglichkeiten ein gutes Leben zu leben.
  • Patientenkommunikation seitens der Ärzte ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Dafür setze ich mich ein und kläre auf.
  • Aufklärung! Noch immer herrscht sehr grosses Unwissen und viele Vorurteile über MS.
  • Ich bin viel mehr als nur MS
  • Lifestyle mit MS

Ich möchte hier zeigen wie der Alltag mit einer chronischen Krankheit aussieht. Ich möchte trotzdem ein erfülltes und zufriedenes Leben leben. Hier möchte ich zeigen, wie man mit einer chronischen Krankheit den Alltag mit seinen Höhen und Tiefen meistern kann. Es gibt viel über meinen Alltag, Tipps im Umgang mit MS, über Kinder und Familie, Erziehung und Schulsorgen. Einfach über den Lifestyle mit einer chronischen Krankheit mit Mode, Beauty und noch mehr, weil, ich bin viel mehr als nur MS

„but you don’t look sick“

„du siehst nicht krank aus“

Sie möchten mich an eine Veranstaltung einladen?
Sie möchten mich zu Ihrem Workshop einladen?
Sie möchten hören, was sich ein Patient betreffend Patientenkommunikation wünscht?
Sie möchten mehr über meine Sichtweise erfahren?
Sie möchten mit mir zusammen arbeiten?
Sie möchten sich von mir beraten lassen?
Fragen zu MS?
Tipps und Tricks?
Lifestyle trotz MS?
Bloggen über eine chronische Erkrankung
Bloggen mit Botschaft
Internet als Selbsthilfe

Kontakt: staublos@gmx.ch

Ich sende Ihnen gerne mein Mediakit zu.

 

 

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Aktuelle Beiträge

Rückblick Sommer 2018 – Kroatien

36 Grad und es wird noch heisser, mach den Beat nie wieder leiser – 36 Graaaaad aaaaaahaaad…(lyrics: 2Raumwohnung)

Sommer 2018 – gefühlt von April bis August durchgehend 30 Grad

Mein Ziel minimalistisch zu packen und nur das Nötigste mitzunehmen ist zu etwa 70% aufgegangen. (Dafür habe ich am Ferienort festgestellt, dass wir ein ausgewachsenes Sportschuhproblem haben, denn, es waren mindestens 8 Paar Turnschuhe dabei!) Da ich sowieso nicht so viel Zeit hatte, musste es schnell gehen. Die Kinder sind soweit selbständig und wir reisen in ein Land, in dem man eigentlich alles besorgen kann, was vergessen wurde. Ein Klacks (ausser Medikamente, da achte ich noch penibel drauf) Wenn das grosse ABER nicht wäre. Ich HASSE packen! Packen kann ich nicht und scheitere schon daran, für den jeweiligen Kleiderhaufen die passende Reisetasche zu wählen.

Packliste für die Kinder

Was sich schon länger bewährt hat, ist eine Packliste für die Kinder, aufgehängt und zum Abstreichen: 7 Kurzarm Shirts, 5 Kurze Hosen, 1 lange Hose, Badehosen, blabla usw. Das funktioniert perfekt solange die Kleider auch in richtigen Grössen in den Schubladen sind. Lange Geschichte.

Ich habe sogar vorher das Auto durch die Waschanlage gefahren und ausgesaugt. Nein, lohnt sich nicht, fühlt sich aber gut an.

Nun, nachdem das ganze Gepäck durch den Auto-Tetris-Packprofi perfekt verstaut wurde, hiess es um 4:00 Uhr aufstehen und gegen 05:00 sind wir dann auch losgefahren. Ja, auch um diese Uhrzeit wird bei uns zu Hause viel gesprochen und erzählt, was dann zu Verzögerungen führt. Dieses Mal mussten wir nur kurz zurück fahren weil ich das Licht in der Garage hab brennen lassen.

Nach wenig Stau und ohne Zwischenfälle irgendwann gegen 16:00 Uhr in unsrem Appartement in Malinska auf Krk für die erste Woche angekommen. Dieses Gefühl, das erste Mal wieder die Meerluft zu riechen…hach! Das Appartement war wunderschön, hatte aber keine Waschmaschine wie angegeben. O-Ton Kinder: aber ich habe 3 Unterhosen weniger eingepackt als Tage, die wir hier sind. Das Meer war tatsächlich, wie angegeben, praktisch vor der Nase.

Dafür stellten wir gegen 20:00 Uhr fest, dass der Rummelplatz hinter dem Haus doch in Betrieb war und nur verlassen und verlottert aussah. Ramba-Zamba weit bis nach Mitternacht. Zum Glück waren die Fenster von unserem Appartement dicht und wir konnten trotzdem schlafen!

Uns hat das alles sehr an Szenen aus dem Trickfilm „Chihiros Reise ins Zauberland“ (Quelle: Wikipedia) erinnert.

Bei der Buchung damals konnten wir uns nicht entscheiden zwischen diesem Appartement (sehr Zentral=vermutlich viel Lärm und viele Touristen) und einem kleinen Steinhaus mit Pool (abseits in einem Dorf=Ferienkoller und ständig auf Auto angewiesen sein) und haben deshalb jeweils für eine Woche gebucht.

Nachdem ich meinem Mann verboten habe, weiterhin die Klimaanlage heimlich auf 16 Grad einzustellen, hatte ich auch kein entzündetes Gschlüdder-Auge mehr. Weil sich die Hitze und MS bekanntlich nicht so gut vertragen, war ich mit K2 meist gegen 8:15 Uhr schon am Meer während K1 und der Mann noch gefrühstückt haben. Dafür sind wir am Nachmittag in der Hitze wieder nach Hause. Noch vor den Ferien habe ich meinem Mann gesagt, dass ich in den Ferien noch joggen gehen möchte weil ich in den letzten Monaten keine Zeit für Crosstrainer hatte. Mein Mann rennt täglich bis 20km. Nun, es ist bei mir bei einem Mal geblieben…4km und die Erkenntnis, dass Joggen noch immer nicht mein Ding ist.

Ansonsten waren wir oft meine Verwandten in der Stadt Krk besuchen, viel Essen, viel Nixtun und ganz viel Meer. K1 hat  ja in der letzten Schulwoche den Arm gebrochen und musste eine Schiene tragen. Dafür habe ich vorher einen Schutz besorgt und das hat super geklappt. Irgendwann hat er mich dann aber doch dazu gebracht, ohne Schiene schwimmen zu gehen. Dr. Google behauptet, dass ein Armbruch bei Kindern i.R. nach 3-4 Wochen verheilt ist und der Kinderarzt hat damals auch was ähnliches gesagt.

In der zweiten Woche sind wir umgezogen und wir wissen jetzt, dass wir genau eine Stunde brauchen um ein Appartement ohne sichtbare Spuren zu hinterlassen.

Touristin mit verbissenem Gesichtsausdruck:

Das Steinhaus war im Inneren der Insel. Auf der Strecke haben wir eine Kuh auf der Strasse getroffen. Es war also sehr, sehr ruhig dort. Die erste Zufahrtsstrasse vom Navigationssystem habe ich sofort boykottiert weil die so eng war und links und rechts nur lottrige Steinmauern. Die andere Zufahrt endete vor zwei niedrigen Betonpfeilern und einem Schild mit 2.1m. Ich wusste nicht, wie breit unser Auto ist und habe unter Gelächter den Mann aussteigen lassen um mich durchzuwinken. Danach hiess es ständig, ich hätte mindestens je einen halben Meter links und rechts. Pffft, dabei hat mir der Mann das Fahren ständig untergejubelt…Und vor mir hat auch schon jemand mit einem klitzekleinen Auto kehrt gemacht weil er sich nicht getraut hatte da durchzufahren, ha!

Steinhaus, Pool, Sonne und RUHE.

So viel Ruhe, dass ich die ersten zwei Tage ständig meinen Herzschlag gehört habe. Ich hörte auch mein Blut fliessen. Naja, vielleicht lag es auch daran, dass mir mein Mann ständig frischen Kaffee gebracht hat und ich normalerweise nie mehr als 2 Tassen pro Tag trinke.

Es könnte aber auch an MS liegen und an Nervenflattern. Manchmal fühlt sich das an wie Herzstolpern oder Rhythmusstörungen, dabei sind es Nervenspastiken. Leider sind die dann immer in Herzhöhe und das fühlt sich immer sehr seltsam an. Ist mir aber erst später wieder in Sinn gekommen. Übrigens, kennt das jemand von euch auch?

Das Haus war leider nicht so perfekt wie das Appartment. Also, das Haus an sich wäre schon schön, es war nur alles sehr lieblos hingeworfen und hatte keinen Charme und keine Liebe. Eine Türe die nicht passt und ständig am Holzboden schleift. Nach zwei Tagen waren wir so im Gleichgültigkeitsmodus angekommen und konnten der Versuchung widerstehen, Schleifpapier und Schraubenzieher zu kaufen…

Zudem war es nicht wirklich sauber, hatte keine funktionierenden Nachttischlampen, dafür Skorpione und brettharte Matratzen. Wegen der Skorpione wollte ein Kind kurzzeitig sofort abreisen. Dafür gab es „Heugümper“ in der Küche die man retten konnte.

Der Mann hat ständig gekocht, wenn wir nicht auswärts essen waren. Die Kinder haben fast nicht gestritten. Also, wirklich nur frast. Ich habe keinen Finger gerührt, nur die Strandtücher, Sportsachen und Badezeug gewaschen, die Stille genossen, viel gelesen und eins der Bücher nach 20 Seiten entnervt weggeworfen weil mir die Zeit zu schade war für ein doofes Buch.

Trotzdem haben wir uns dazu entschieden einen Tag früher abzureisen. Erstens dem drohenden Stau zu entgehen und zweitens, noch einen Tag mehr zu Hause zu haben bevor der Arbeitsalltag losgeht. Zudem musste ich am Wochenende noch die Quartalszahlen für Montagsitzung aufbereiten. (Ich fuhr am Samstag dann ins Büro um zu merken, dass ich das Passwort vergessen habe.)

Auch die Rückreise verlief gut und ich hatte erst nach 300km Rückenschmerzen und nicht bereits nach 40min. Abends dann bei meinen Eltern die Katze abgeholt, die eigentlich nicht nach Hause wollte und sich unter dem Bett versteckt hat. Von meiner Mama Palatschinken (Omeletten) gekocht bekommen und endlich wieder im eigenen Bett geschlafen. Der Mann hat übrigens noch in den Ferien eine Klimaanlage für zu Hause bestellt, natürlich nur, um es mir mit der MS leichter zu machen und nicht weil er ein notorischer, auf 16 Grad Abkühlfetischist ist. Und das Teil ist monströs gross, funktioniert aber hervorragend. Jetzt können wir den oberen Stock (Dachgeschoss ausgebaut, gefühlte 50 Grad) endlich auf erträgliche Temperaturen abkühlen und vor allem diese mühsame Schwüle raus bringen.

Wir hatten also ganz friedliche und entspannte Ferien. Ich geniesse die Zeit ganz alleine mit meinen Jungs zu sein. Wir kleben wie 4 Eigentbrötler zusammen und das ist auch gut so. Ich mag es am Wasser zu sitzen und mit den Kids über Gott und die Welt zu diskutieren. Ich mag es, wie mein Mann unendlich viel schlafen kann sobald er sich irgendwo in den Schatten hinlegt. Ich mag das Salz auf meiner Haut. Das Gefühl wenn man ins eiskalte Meer hineinläuft, den ersten Schwimmzug macht und es einem dabei fast den Atem verschlägt. Ich mag es, mich auf kroatisch zu unterhalten und nach einigen Tagen mir die Wörter schneller einfallen. Ich mag es meine Tante zu besuchen zu der ich eine besondere Beziehung habe. Ich mag es, wie sich meine Kinder mit den Kindern meines Cousins und Cousine verstehen, obwohl sie sich höchstens ein mal im Jahr sehen. Ich mag es wie das Gemüse und die Früchte schmecken. Und ich mag es wieder nach Hause zu kommen. Endlich wieder Ordnung zu schaffen und alles wieder mehr oder weniger geordnete Bahnen annimmt…ich bin ein Bünzli.

Danke Sommer 2018, du warst wunderbar!

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