Tag, wo bist du hin

Da ich eigentlich meinen Neurologentermin erst um 8:30 Uhr hatte, habe ich eigentlich gedacht, dass ich ganz viel Zeit hätte. Beim Frühstück hatte eins der Kinder Entscheidungsschwierigkeiten. Zuerst wollte es nicht frühstücken weil es kein Hunger hatte. Dann weil es nur Vollkornbrot gab. Andererseits hat er die ersten zwei Lektionen Mathe und da könnte er sich vermutlich nicht konzentrieren, wenn er nichts gegessen hat. Lieber doch noch ein Brot essen. Aber nein, dann doch wieder nicht weil eben ekliges Vollkornbrot. Irgendwann hatte ich tatsächlich genug und habe das Brot weggeworfen und ihm für die 10:00 Uhr Pause einige Reiswaffeln eingepackt. Dann war im Badezimmer Stau weil der Mann ebenfalls einen späteren Termin hatte. Unser Badezimmer ist gefühlt riesig und wir haben auch zwei Lavabos, man könnte meinen, wir kommen alle aneinander vorbei. Aber nein. Dann gab es ein Missverständnis wegen der vielen Uhren, die alle eine andere Uhrzeit anzeigen…es handelt sich zwar nur um etwa 2 Minuten Unterschied, das genügt aber für einen oder mehrere Wutanfälle. Am Ende schreit dann noch einer weil die Kappe seine (betonharte!) Frisur kaputt gemacht hat und die Zeit verstreicht trotzdem. Das alles führt dazu, dass ich selber dann ziemlich hetzen muss.

Auf der Autobahn ist um diese Zeit noch immer viel los und weil ein Hauch Schnee auf der Strasse liegt, brechen alle zusammen. Kurz vor der Stadteinfahrt ist Stau und da gibt es ordentlich mehr Schnee als bei uns obwohl es nur 14km sind. In der Parkgarage hat es genügend Parkplätze und ich muss nicht mehr hetzen. Stampfe etwas unbeholfen durch den Matsch zu meinem Neurologen. Frage mich schon ob das am Schnee liegt oder mein Tritt unstabiler wird. Im Treppenhaus kommt mir ein fröhlich pfeifender Fahrradkurier entgegen. Durch meinen Kopf schiessen Gedanken. Ah, die Lumbalpunktion beim Neurologen hat geklappt und jetzt wird der Liquor ins Kantonsspital gebracht. Bei dem Schnee. Dabei denke ich an meine Lumbalpunktion zurück und wie mich der Gedanke an einen Fahrradkurier mit meiner Rückenmarksflüssigkeit im Rucksack verstört hat. Was wenn die nicht rechtzeitig im Krankenhaus ankommt, er stürzt, angefahren wird und noch mehr. Beim Neurologen oben werde ich sofort in Empfang genommen für die Blutabnahme. Der erste Versuch misslingt und der Neuro selber kommt um es auch noch zu versuchen. Wir scherzen und lachen zusammen. Neben an ist diese Person nach der Lumbalpunktion. Sie wird 1 Liter Wasser in einer Stunde trinken müssen und darf erst dann wieder nach Hause, wenn es ihr gut geht. Die Person wird uns lachen hören, denke ich mir. Im 2013 war ich die Person im anderen Zimmer neben an. Hätte ich damals gehört, dass neben an jemand lacht und scherzt, wäre es vielleicht einfacher gewesen. Statt dieser bedrückenden Ungewissheit.

Nach meinem Neuro, der Blutabnahme, B12 Spritze und einer netten Unterhaltung mit der Sprechstundenhilfe, gehe ich zurück zum Auto. Gestern hatte ich noch Skihosen für K1 gekauft und die haben nicht gepasst. Genau 5 Minuten vor Ladenöffnung stand ich da. Erstaunlicherweise warteten da schon mehrere Personen vor der geschlossenen Türe und schauten ständig entnervt und ungeduldig auf die Uhr. Seltsam diese Menschen als ob der Laden früher aufmacht nur weil sie da stehen. Die Skihosen wurden zurückgenommen und das Geld meiner Karte gutgeschrieben.

Weiter in einen anderen Sportladen. Dort dann wieder Skihosen für beide Kinder gefunden. Spontan beschlossen, mir auch eine neue Skijacke zu kaufen. Dabei fand ich die Skihosen von den Jungs so toll, dass ich kurzerhand eine 176 aus der Jungsabteilung anprobiert habe. Sie ist mir im Bund etwas weit, aber man kann die enger ziehen und sie ist perfekt. Ich habe mir also auch noch eine Skihose aus der Kinderabteilung gekauft. Verrückt lustiges Gefühl.

Auf dem Rückweg zum Auto, (alle diese Skihosen und Jacken können verdammt schwer sein) durch die wirklich verschneite Stadt laufen. Dieses Gefühl Bankrott zu sein, nachdem man Skikleidung gekauft hat, war nicht genug. Habe in einem Schaufenster einen Rucksack gesehen, denn ich unbedingt haben wollte weil er einfach schlicht und schwarz und nicht so sportlich ist wie sonst war. Die nette Verkäuferin hat sogar noch einen Fleck rausgeputzt. Allgemein waren alle sehr nett.

Auf dem Heimweg wollte ich noch schnell das Auto auftanken. Ich stand also da und der Tankdeckel ging nicht auf. Kurz habe ich an mir gezweifelt ob ich vielleicht den Tankdeckel im Auto nicht geöffnet habe und habe nachkontrolliert. Aber mein Auto hat wirklich keinen Knopf (das ist das Auto vom Mann aber sicher ist sicher, nicht dass ich da wie ein Vollidiot da stehe) und man muss nur auf den Deckel drücken damit er aufgeht. Ging er aber nicht. Nachdem ich an der Kasse nach einem Schraubenzieher gefragt habe und man mir einen Flaschenöffner entgegengehalten hat, bin ich zur Autogarage gefahren. Der Mitarbeiter hat auf dem Deckel herumgedrückt und gequetscht und wieder gedrückt aber nix passierte. Also schickte er einen Spengler raus und als der um die Ecke kam, fragte er, wo denn das Problem sei. Der Tankdeckel stand offen. Da war ich wirklich ein wenig perplex und sogar sprachlos.

Schnell nach Hause und das Mittagessen kochen, die Wäsche in den Trockner und die nächste Ladung laufen lassen. Am Nachmittag (Mittwoch ist Schulfrei am Nachmittag) die Kinder dazu gezwungen, einkaufen zu fahren. Schliesslich steigt hier am Freitag eine Übernachtungsparty und ich habe sonst keine Zeit einkaufen zu fahren. Wir haben fast alles gekauft und nur ganz wenig vergessen. Hrmpf. Zu Hause wieder Waschmaschine und so. Dann haben alle die neuen Skihosen anprobiert. Passen alle ausser der einen Jacke, die ist zu gross. Jetzt überlege ich ob ich diese überhaupt umtauschen soll oder einfach warte, bis eins der Kids hineinwächst. Braucht ein Kind eine oder doch lieber zwei Skihosen? Keine Ahnung, mal sehen. Aufgeräumt und eingeräumt.

Abendessen angefangen zu kochen und mit meiner Mutter telefoniert, gleichzeitig die Spülmaschine ausgeräumt. Kind zum Gitarrenunterricht gefahren. Abendessen weitergekocht, mit Mann telefoniert. Nach nur 30 Minuten war das Auto schon ganz eingeschneit und musste wieder freigeschaufelt werden. Das turnschuhbesohlte Kind im Schneetreiben abgeholt und den Berg nach Hause gerutscht.

Abendessen. Mit K2 Hausaufgaben gemacht. Sofa während die Kids eine eigene „die drei ???“ Folge aufgenommen haben. Am Nachmittag wurde nämlich noch das Drehbuch geschrieben und es könnte sein, dass das jetzt die neue Lieblingsbeschäftigung wird. Weiss noch nicht, wie lustig ich das finden soll. Kennt ihr diese kleinen Hand-Milch-Aufschäumer? Wenn man den an einen Plastikbecher hält, dann tönt das nämlich wie ein Schweissgerät. K1 hat nämlich solche Geräusche für Hörbücher nachgegoogelt. Und ja, es kommt tatsächlich hin.

Die Kids ins Bett gesteckt und mit jedem noch gequatscht. K1 schläft viel besser in seinem neuen Zimmer (unser bisheriges) als im alten (unser neues). Pffft, das glaube ich gern. Ich habe letzte Nacht geträumt, dass ich am Knie operiert werde. Von einem Bekannten und rundherum standen ganz viele mir bekannte Menschen herum. Vielleicht war es ein Apero und mir wurde spontan der Meniskus entfernt. Irgendwie sehr seltsam und unpassend, im Traum aber völlig akzeptabel. Dann geträumt, dass ich bei einer Unterschriftensammlung völlig unüberlegt unterschrieben habe. Gegen etwas, wofür sich mein Mann in der Gemeinde einsetzt. Ich war entweder unzurechnungsfähig oder betrunken. Jedenfalls habe ich überlegt wie ich ihm das beibringen soll und mehr noch, soll ich es ihm überhaupt erzählen?

Und so weiter…

Der Tag ist rum und ich weiss nicht wohin.

Erster offizieller Arbeitstag im 2019

Ich war ja zwischen den Feiertagen schon zwei Tage im Büro, daher war mein Start eigentlich wie jeder Montag auch sonst. Heute hatte ich es aber etwas mit dem Kreislauf. Und so einen seltsamen Schwindel hatte ich auch. Seit Beginn der MS war Schwindel eins meiner ersten Symptome. Teilweise war das so schlimm, dass es mich schon in die Notaufnahme gebracht hat. Längere Zeit hatte ich keinen Schwindel mehr und jetzt, da er wieder da war, wurde mir klar, wie schnell man sich an einen schwindelfreien Zustand gewöhnen kann. Auch erst jetzt fällt mir auf, wie einschränkend das überhaupt ist. Ich werde meine schwindelfreie Zeit in Zukunft noch viel mehr zu schätzen wissen. Da ich jetzt PMS habe, gehe ich davon aus, dass daher der Schwindel kommt. Hoffentlich. Kaum bin ich zu Hause, ruft mein Neurologe an. Einen ganz kurzen Moment lang, fühle ich mich ertappt! Zum Glück wollte er nur die Zeit von unserem nächsten Termin verschieben. Puh!

Das Kreislaufproblem löste sich kurzerhand in Luft auf als K2 nach Hause kam und mir seine letzte Prüfung zeigte. Bei jedem Fehler, der sowas von subjektiv war, stieg mein Puls. Ich kann es mir wirklich nicht erklären. Eine Prüfung über das Skelett, Verdauungssystem, Blutkreislauf inkl. Sauerstoffverteilung im Körper, Blutgruppen, Funktion vom Immunsystem, Haut, innere Organe…in der 4 Klasse und über 6 Seiten. Bei einer Aufgabe mussten u.a. die Organe gezeichnet werden und da gab es bei 3 Punktabzug aus Gründen, die ich wirklich nicht verstehen kann. Ich kann nicht nachvollziehen, was das Kind daraus lernen soll weil die Leber etwas klumpiger aussieht als sie sollte aber am richtigen Platz gezeichnet und markiert wurde. Warum es Punktabzüge bei Hautschichten gibt weil diese senkrecht statt waagrecht gezeichnet wurden…wenn ich den Arm anders positioniere, dann sind meine Hautschichten auch senkrecht. Sinn? Und noch mehr solche Beispiele. Ich könnte mich über sowas wahnsinnig aufregen weil ich denn Sinn nicht verstehe! Wenn etwas falsch beantwortet wurde oder wäre die Leber an der falschen Stelle gezeichnet worden, aber so? Vermutlich werde ich das nie verstehen.

Die Kids ins Training gefahren und danach das ganze Gemüse aus dem Kühlschrank geholt. Jetzt köchelt eine Süsskartoffel, Butternusskürbis, Broccoli, Karotten-Suppe mit Frühlingszwiebeln, Kokosnussmilch und Kresse. Nein, meine Kinder finden das nicht lecker. Deshalb habe ich noch Backofenpommes in den Backofen geschoben. Dazu wird es noch Fleischplätzchen geben. Aber zur Vorspeise gibt es zuerst Suppe.

Ach und *Trommelwirbel* wir haben endlich Skiferien gebucht! Unglaublich aber wahr und das Geld ist auch schon überwiesen! Ich habe echt gedacht, dass ich das dieses Jahr nicht hinkriege. Ich war auch kurz davor, alles abzublasen und zu Hause zu bleiben. Nichts ohne Nervenkitzel…muuuahahaa…Ich sollte wirklich daran arbeiten.

So. Jetzt noch Abendessen, Kinder ins Bett und Füsse hoch.

WMDEDGT 01/19

WasMachstDuEigentlichDenGanzenTag Tagebuchbloggen bei Frau Bruellen

Samstag 05. Januar 2019

Gestern habe ich das Tagebuchbloggen ausgesetzt wegen hässlichen Kopfschmerzen. Dabei hätte ich so gerne von diesem jungen Verkäufer bei der Skivermietung erzählt. In Kurzfassung: wir wurden von einem etwa 15 Jährigen jungen Mann, noch in Ausbildung, bedient. Und zwar so professionell und souverän, von ihm könnte sich manch ausgebildeter VerkäuferIn eine Scheibe abschneiden. Habe das natürlich bei der Bezahlung auch mitgeteilt. Also, ohne dieses „Scheibe abschneiden“ natürlich. Neben an stand ein anderer Angestellter, ca. 55j. und hat nur beleidigt die Nase gerümpft. Pfffft! Hätte ich das mit Scheibe abschneiden, doch noch sagen sollen!

Nun zu meinem Tag:

Bis ungefähr 8:00 im Bett geblieben. Danach gab es ein gemeinsames Frühstück und einen 4-er Dreikönigskuchen. Kind2 hat am 06.01. Geburtstag und ist sozusagen bereits der König. Was zu Diskussionen mit K1 geführt hat. Natürlich hat K2 den Tag nicht für sich gepachtet, er darf aber trotzdem auswählen ob wir für morgen einen Dreikönigskuchen kaufen oder doch selber backen.

Als K2 noch sehr klein war, haben wir zwei halt ein wenig am Kuchen manipuliert und K2 wurde halt sehr häufig König. Unser Geheimnis haben wir damals natürlich verraten. Ja, selber schuld Muttern.

Wäsche aus dem Trockner geholt und gefaltet.

Geduscht und Gesicht aufgemahlt.

Um 10:00 hatte ich ein Date mit drei ehemaligen Schulfreundinnen. Weil Frau Holle bei uns ihre Kissen gefühlt ALLE aufgerissen hat, musste ich zuerst das Auto ausbuddeln, dann in Schneckentempo „oh mein Gooooottttt – Schneeee!“ hin fahren, also nicht ich, ich habe keine Angst vor Schnee auf der Strasse. Bin trotzdem zu spät gekommen! Weil eine Freundin kein Alkohol trinkt und ich nur einen Asti dabei hatte, habe ich noch an der Tankstelle einen Orangensaft geholt. Als ich dann dort war, ist mir eingefallen, dass sie Fructoseintoleranz hat!

Wir hatten eine wunderbare Zeit. Viel geredet und sich wieder auf den neusten Stand gebracht. Was auffällig war, dass wir alle 4 in ähnlichen „Umbruch“ Situationen stehen. Es stellen sich ähnliche Fragen. Ob das wohl an der 40 liegt, die auf uns zukommt?

In der Zwischenzeit dem Mann geschrieben, dass sie doch bitte nach der Bibliothek noch den Christbaum abschmücken sollen. Hatten sie aber schon erledigt. Dann am Mittag dem Mann wieder geschrieben, dass ich nicht zum Mittagessen komme und noch länger bleibe.

Gegen 14:00 Uhr musste ich das Auto von etwa 6cm Schneeschicht freibuddeln und in noch grösserer Rutschpartie nach Hause schlittern. Lief aber alles wie am Schnürchen.

Die Jungs sind später mit Nachbarskindern zum Schlitteln aufgebrochen. Mann hat erzählt, dass die beiden ständig gestritten haben, bis er sie in die Zimmer geschickt hat. Scheinbar haben sie ihm noch einen Vortrag zu Erziehungsratgebern gehalten. Es sei nämlich wissenschaftlich erwiesen, dass Strafen bei der Kindererziehung keinen sinnvollen Nutzen hätten. Und würde er das lesen, wüsste auch er Bescheid. So am Rande, wir haben keine Erziehungsratgeber.

Für den Geburtstag den Schokoladenkuchen gebacken. Leider ungefähr 5 Minuten zu lange im Ofen gelassen. Er ist jetzt sehr, ähm, dunkel. Aber mit noch mehr Schokolade oben drauf und Maltesers, fällt das so rein äusserlich gesehen, nicht so auf.

Mit dem Mann die Offerten der Hotels für die Skiferen angeschaut. Uns für eins entschieden.

Mit meiner Freundin telefoniert.

In der Zwischenzeit hat es angefangen zu regnen. Das hat den Jungs aber scheinbar nix ausgemacht und sie sind bis zur vereinbarten Zeit geblieben. Zurückgekommen sind beide klitschnass. Alle tropfenden Skihosen und Skijacken in der Dusche aufgehängt. Versehentlich an die Duschbrause rann gekommen und den klitzekleinen Teil, der noch evtl. trocken war, endgültig nass gemacht. Kappen und Handschuhe im Gang an der Bodenheizung verteilt.

Adventskranz entsorgt und den Rest von Weihnachtsgedöns im Keller versorgt. Die Batterien in den Lichterketten ersetzt, diese lasse ich noch etwas stehen.

Luftballone aufgeblasen und aufgehängt. Geschenke eingepackt.

Mann hat Abendessen gekocht. Beim Abendessen viel über den Abend vor der Geburt erzählt. Auch von der Geburt und wie das so war. Beide Kids sind aus Gründen per geplanten Kaiserschnitt geboren und bei beiden sind viel vorher die Wehen losgegangen. K1 hat zwei Tage vor OP Termin die Fruchtblase gesprengt. Bei K2 lag ich frisch geduscht um 21.00 Uhr im Bett und wollte noch so richtig gut durchschlafen als die Wehen los gingen. So war ich bis 4:00 Uhr im Kreisssaal mit Wehen am Wehenhemmertropf, der aber nicht sehr viel genützt hat.

Jetzt schauen die Jungs mit dem Mann noch YouTube Videos die sie früher so gerne geschaut haben.

Ich schrieb noch mit dem potenziellen Hotel hin und her bis sie mir gerade die endgültige Offerte schickten. Sagen wir mal so, NEIN, einfach NEIN! Ich möchte nicht erwähnen, wie hoch der Preis für 6 Nächte ist. Auch wenn ich sehr kurzfristig dran bin und das Hotel ****s hat mit ganz toller Wellnessanlage und was weiss ich…nein!

Eigentlich sollte ich jetzt nach weiteren Hotels suchen…aber… Prokrastination, Freunde! So, geht jetzt halt zuerst der WMEDGT online…

Habt einen schönen Abend ❤

Auto zugefroren – Alltaggeblogge

Heute musste ich ja ungeplant ins Büro, wollte aber nicht unbedingt hetzen. Um 6:45 aufgestanden und die Kinder, die auch schon wach waren, aus den Betten gescheucht. Frühstück gemacht und während die Kids frühstückten, meinen ersten Kaffee getrunken. Während der Feiertage habe ich beim Teilzeitfasten ausgesetzt und fange jetzt wieder damit an. Ich esse im 16/8 Zeitfenster d.h. vom Abendessen bis zum Mittag esse ich nicht. Hat mir vorher sehr gut getan und jetzt mache ich da wieder weiter. HIER habe ich mal darüber geschrieben wieso, was und warum.

Geduscht, Haare gewaschen, ein Gesicht gezeichnet und Pickel abgedeckt…ein Hoch auf den Concealer! In der Zwischenzeit haben die Jungs ein paar Spielsachen eingepackt, im Turbolauf Klavier geübt und alle 3 Minuten gefragt ob wir denn jetzt auch endlich abfahren.

Und jetzt bitte bildlich vorstellen:
Mit offenen Haaren stelle ich mich immer ziemlich doof an und das sieht überhaupt nicht grazil oder elegant aus. Finde das total unpraktisch und ist für mich nur möglich, wenn ich wirklich im Büro sitze. Mich also nicht sonderlich gross bewegen muss. Ansonsten fliegen mir die Haare in die Augen, Mund, verheddern sich abwechselnd im Taschengurt, Schal, Jacke, Ohrringen usw.

Also, ich mit frisch geföhnten Haaren, Bürotasche, Handtasche, ein Stoffbeutel (!) mit Abendessenresten für den Mittag, Sporttasche vom Mann weil er die vergessen hat und ich sie ihm mitnehme, ein Kleidersack mit Hemden und Blusen – meine Mutter bügelt nämlich für mich die Hemden. Während mein Mantel auf Halbmast von den Schultern hängt weil nicht zugeknöpft, der Schal in Grösse einer Decke schief runter hängt, stehen wir vor dem Auto, und, es ist zugefroren! Das Kind zieht und rupft und bringt die Türe nicht auf. Glücklicherweise habe ich gestern verkehrt herum parkiert mit Fahrerseite zu den Sträuchern, die ist nämlich nicht so zugefroren und ich kann einsteigen. Ich kratze mindestens 15 Minuten lang bevor wir wegfahren können. Kurz vor der Autobahneinfahrt ertönt dieses Geräusch – PING – die hintere Türe ist offen. Kind ist höchst beunruhigt und ich kann gerade noch auf einen Parkplatz fahren. Die Türe bringt er trotzdem nicht auf. Ich schlage vor, die so zu lassen und weiter zu fahren. Kind findet das eine ganz schlechte Idee und möchte nicht 20km weit die Türe zuhalten. Ich denke eher an dieses – PING – Geräusch vom Auto. Also drückt er nochmals und kriegt sie endlich auf um sie dann auch richtig schliessen zu können. Kinder bei meinen Eltern abgeliefert.

Im Büro richtig produktiv weiter gekommen und einiges fertig geschafft. Musste bei der Pensionskassenänderung noch das Hochzeitsdatum angeben. Datum der Ziviltrauung ist mir aber nicht mehr eingefallen. Also bei Mann angerufen, wusste er auch nicht mehr sicher. Zum Glück sind wir lange schon ziemlich erfolgreich verheiratet, da können uns die Zahlen also egal sein.

Mittagspause mit drei Kollegen verbracht und über Scheidungen und Konkubinatsverträge diskutiert. Dem Kollegen gegenüber, der dieses Jahr heiratet, erwähnt, dass ich das Datum meiner zivilen Trauung nicht mehr weiss. Vielleicht sind ihm ganz kurz die Gesichtszüge entgleist und er hat mich wie ein UFO angeschaut. Hach, die frisch Verliebten ❤ goldig!

Am Nachmittag noch 117 Briefe zur Post gebracht. Weil ich nicht wusste, wo meine Kollegin die Formulare für direkte Abrechnung hat, musste ich in Bar bezahlen. Da man bei der Post aber nur mit Postkarte bezahlen kann und mit keiner anderen Karte sonst, war es ein ziemlich grosser Zufall, dass ich genug Bargeld im Portemonnaie hatte. Dann hat die Dame gesagt, dass wenn ich alle Briefe von Hand stempel, kostet es nur das Porto ohne CHF 5.- Zuschlag. Wenn sie das selber stempeln muss, kostet es eben diese 5.- Zuschlag! Das war schon irgendwie seltsam. Also habe ich alle meine Briefe neben dem Kopiergerät und gefühlt 40 Grad Hitze, selber gestempelt. In der Zwischenzeit habe ich gehört, dass man die Autobahnvignetten auch bei ihnen am Schalter kaufen kann. So habe ich nach dem Stempeln auch noch die Vignette für 2019 gekauft. Normalerweise warte ich bis zum letzten Tag um dann mindestens zwei Tankstellen anfahren zu müssen, weil sie keine mehr haben.

Nach der Arbeit zu meinen Eltern gehetzt um Kind1 abzuholen nur um pünktlich 16:30 das Kind2 von der Geburtstagsparty abzuholen. Aber da war niemand da obwohl in der Einladung 16:30 stand. Nach etwa 15 Minuten habe ich erfolglos versucht bei der Mutter vom Geburtstagskind anzurufen. Um 17:00 kamen sie dann auch endlich nach Hause mit der Begründung, sie hätten so toll gespielt, da seien sie halt etwas länger geblieben. Ich habe äusserlich Ruhe bewahrt, schwör, und habe dann abgewunken. Innerlich war ich gefühlt auf drölfzigtausend. Zu Hause endlich angekommen und die schicken, aber ungefütterten Stiefeletten von den eingefrorenen Füssen abgestreift, da vermeldete das Partykind, dass ihm ziemlich übel wäre und er Kopfschmerzen hat. Juuuhuuuu, nicht. Nach Ibuprofen gegen Kopfschmerzen und eine Runde Kuscheln im Bett, ging es ihm schon besser und ich habe den Kotzkübel wieder mit nach unten genommen.

Später mit Freundin telefoniert und mich echauffiert.

Noch später Abendessen aus dem Kühlschrank geholt, Aufschnitt, Käse, Kresse, Butter usw.

Vorhin rannte ein Fuchs durch unseren Garten und das in einem Raketentempo. Ich war überzeugt, dass der vor unserer Lärmschutzwand nicht bremsen könnte und ging mit Taschenlampe auf die Suche nach ihm. Ich hatte schon Angst, tatsächlich einen verletzten Fuchs zu finden. Aber scheinbar hat der noch gerade so die Kurve gekratzt…hoho…Wortspiel…tschuldigung, ich bin müde. Vorteil Kinder mit gleicher Schuhgrösse: man kann ihre dreckigen Schuhe anziehen um durch den Garten zu stapfen!

Mittlerweile geht es K2 wieder prächtigst und sie toben durch das Haus. Später werde ich noch mit Mann die Termine für meine MS-Gruppen-Treffen abgleichen. Und ganz vielleicht schaffe ich es Skiferien zu buchen. Das habe ich nämlich noch immer nicht gemacht. Die Spannung steigt…

Gute Nacht ❤