Sommerferientagebuch

Ferientagebuch Nr. 1:

Seit 5 Tagen sind wir in Kroatien am Meer. Nach dem verhassten Packen und Sachen zusammensuchen, hatten wir eine sehr gute Anreise. Ich hatte nichtmal gross Rückenschmerzen.

Die Sommerferien verbringen wir seit einigen Jahren immer auf der gleichen Insel. Mein Cousin hat hier ein sehr schönes Haus und vermietet die Zimmer. Wir fühlen uns sehr wohl und werden von Früh bis Spät bekocht. Ich geniesse es sehr. Weil ich zu spät reserviert habe, haben wir nur ein Zimmer und eine kleine Küche und Bad. Wir schlafen alle 4 also im gleichen Zimmer. Die Kinder finden das extrem cool, viel schöner als das grosse Haus zu Hause. Sowas wie ein Massenlager.

Diesesmal bin ich schon mit Hals und Ohrenschmerzen angekommen. Zuerst dachte ich, es könnte von der Auto-Klimaanlage sein. Am nächsten Tag hat sich dann eine ekelhafte Erkältung daraus ergeben. Soweit ich mich erinnern kann, ist das die erste Erkältung seit dem ich das neue Medikament Aubagio nehme. Ich habe unendlich viel gerotzt und einen fiesen Husten ausgebrütet. Also habe ich die bisherien Ferientage mit Rotzen, Husten und Fieber am Strand verbracht. Gebucht war das nicht. Eigentlich habe ich auf ein Paar Schuhe verzichtet, nur um die Flasche meines Lieblingsproseccos mitzunehmen. Stattdessen habe ich die Leber mit Ibuprofen belastet, statt mit Alkohol.

Ganz ehrlich, war ich kurz davor meinen Neuro anzurufen und zu fragen, was ich jetzt machen muss. Das Medikament hat meine weissen Blutkörperchen völlig zerstört, was auch bedeutet, dass mein Immunsystem soweit nicht mehr im Stande ist, die Erkältungsviren selber zu bekämpfen. Normalerweise muss man jede Rotznase und jeden Husten dem Arzt zeigen um Schlimmeres zu verhindern. Wenn man sich meinen schlimmen Haarausfall anschaut, könnte man meinen, das Medikament wirkt wie eine Chemotherapie. Aber das muss ich sofort nach den Ferien abklären lassen, hat der Neuro schon befohlen.

Jedenfalls geht es mir Heute schon etwas besser und ich habe mir doch ein Glas Prosecco statt Ibuprofen gegönnt.

Das Wetter ist durchzogen und nicht zu heiss, was mir halt schon besser bekommt als Hitze. Die Jungs sind da hart im Nehmen und sind trotzdem jeden Tag noch ins Meer gesprungen. Ich geniesse die Tage sehr, ausser den verfluchten Stechmücken, die machen mich irre. Die Stechmücken und rücksichtslose Zimmernachbarn, die um 23h unbedingt auf dem Balkon eine Polnische-Soap in vollster Lautstärke schauen müssen. Die denken wohl, dass alle aus den weiteren 7 Zimmern sich das gequake anhören wollen. Dafür dürfen die Kinder jetzt morgens schon ab 6.30h singen. Die subtile Rache der frühaufstehenden Eltern.

Der Wetterfrosch sagt, dass die nächsten Tage heiss werden. Mal sehen, wie sich das auf meinen MS geschunden Arsch auswirkt. Ansonsten werde ich den ganzen Tag im Wasser sitzen, einen Sonnenschirm um den Rücken binden und den Kindern beim Plantschen zusehen.

Gehabt euch wohl ❤

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