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Über staublos

SEIT 2013 AN MULTIPLER SKLEROSE (MS) ERKRANKT. HIER SCHREIBE ICH ÜBER MEINEN ALLTAG ALS CHRONISCH KRANKE MUTTER ZWEIER SÖHNE, FRAUEN MIT ADHS UND DEN ÜBLICHEN WAHNSINN.

Liebster Award

Vor einiger Zeit habe ich von Sandra https://wortsuche.wordpress.com/ eine Nominierung und einen “Liebster Award” bekommen! Wie schön ist das denn?! Wortsuche ist ein wunderbarer Blog mit sehr schönen und zum Nachdenken anregenden Texten. Wir haben uns über Twitter gefunden und ich schätze sie sehr.

Sinn und Zweck des “Liebster Award” ist es, zur größeren Bekanntheit kleiner Blogs beizutragen. Gerne beantworte ich die elf Fragen und nominiere weitere elf Blogs, deren Entdeckung ich Euch sehr empfehle.

  1. Warum um alles in der Welt hast du angefangen, zu bloggen?

Ich habe meinen Blog angefangen, weil ich mich seit meiner MS-Diagnose mit vielen Informationen herumgeschlagen habe. Als ich ein ganz neues Medikament angefangen habe, war das noch so neu, dass man praktisch keine Informationen im Internet finden konnte. Ich wollte über meine Erfahrung mit diesem Medikament schreiben und so evtl. anderen helfen.

  1. Braucht die Veröffentlichung von Texten nicht besonders viel Überwindung?

Normalerweise nutze ich den Blog wie ein persönliches Tagebuch. Als ich angefangen habe und so meine Gedanken einfach nur rein geschrieben habe, war das überhaupt kein Problem für mich. Seitdem ich weiss, dass einige Freunde und Verwandte mitlesen, ist diese Anonymität nicht mehr so gross. Jetzt überlege ich schon eher, was ich so alles ins Internet drauf los schreibe. Ich hacke ja normalerweise völlig ungeduldig den Text rein und schon ist er veröffentlicht. Inkl. Schreibfehlern.

  1. Hat Bloggen dein Leben beeinflusst? Inwiefern?

Ja. Ich habe festgestellt, dass es mir tatsächlich hilft. Es ist wirklich wie ein virtuelles Tagebuch. Ich belästige niemanden damit, weil jeder einfach wegklicken kann, wenn ihn das Thema nicht interessiert. Vor allem habe ich sehr viele nette Menschen und auch MS-Betroffene dadurch kennengelernt. Viele antworten mir, fragen ob ich die gleichen Symptome habe oder wir tauschen uns einfach über den Alltag mit dieser Krankheit aus.

  1. Was ist das schönste am Bloggen?

Wenn ich mich mit einem Thema beschäftige und das irgendwann verblogge, dann setze ich mich ja gründlich damit auseinander. Meistens fühle ich mich sogar erleichtert, weil es dann einfach raus ist. Für mich ist es eine sehr gute Lösung meine vielen Gedanken zu ordnen.

  1. Gibt es Dinge, über die du niemals bloggen würdest?

Gerne würde ich noch mehr über meine Kinder schreiben. Da gibt es täglich Schreibstoff. Zur Zeit bin ich noch etwas gehemmt, weil ich noch nicht sicher bin, wie weit ich hier gehen möchte. Es ist ja auch ihre Privatsphäre die ich öffentlich machen würde.

  1. Freust du dich über Kommentare in deinem Blog – oder ist Interaktion beängstigend?

Ich freue mich sehr über Kommentare im Blog. Viele kontaktieren mich aber auch per E-Mail und wir tauschen uns so aus.

  1. Welche Themen interessieren dich an anderen Blogs?

Meine Lieblingsblogs und deren Themen sind sehr verschieden, da mich ja auch sehr viele verschiedene Geschichten interessieren. Es geht über Kindererziehung, DIY, Lebensgeschichten, Reisen, Gesundheit, Ernährung und so vieles mehr. Sehr gerne lese ich über den Alltag anderer Menschen. Irgendwie finde ich das sehr spannend und manchmal kommt es vor, dass ich richtig gespannt bin, was dort weiter passiert. Manchmal möchte ich selber gerne mehr tägliches Tagebuch bloggen.

  1. Was muss ein Text haben, dass du ihn zu Ende liest?

Der Text sollte ehrlich und von Herzen kommen. Ich finde, das ist wie im richtigen Leben. Manche können über etwas belangloses schreiben und trotzdem findet man den Text sehr spannend und man hört gerne zu. Ich mag es nicht, wenn der Text aufgesetzt rüber kommt und der Schreiber um Aufmerksamkeit schreit und alles dafür tut. Ich mag Menschen, die sich in schöner und gepflegter Sprache ausdrücken können. Meiner Meinung nach, braucht es auch im Internet diese gewisse Sympathie, die beim Lesen rüberkommt. Der Funke, so zu sagen.

  1. Wie wirst du auf andere Blogs aufmerksam?

Auf einige bin ich selber durch Zufall gestossen. Viele habe ich auch über Twitter kennen gelernt. Und wieder andere durch solche „Liebster Award“-Aktionen. Natürlich auch über die Empfehlungen auf den jeweiligen Blogs (Blogroll).

  1. Wann geht dir ein Blogpost ans Herz?

Ich bin ein sehr empathischer Mensch. Es braucht nicht viel, dass mir ein Blogpost ans Herz geht. Am meisten beeindruckt mich die Ehrlichkeit der Schreiber und die Beschreibung ihrer Gefühle. Wenn der Blogpost sich auch noch mit selbst erlebten deckt, dann kann es durchaus passieren, dass da ein zwei Tränen rollen.

  1. Welche Frage, auf die du gerne geantwortet hättest, habe ich hier vergessen?

Ob man in der virtuellen Welt ein anderer Mensch ist, als in der realer Welt…oder so.

Die Regeln für’s Weitermachen noch kurz, bevor ich es vergesse:

  • Bitte verlinke mein Blog in deinem Blog (es reicht ein Link im Artikel – es muss ja nicht gleich die Blogroll sein)
  • Nominiere 11 neue Blogger mit weniger als 200 Followern (so sind die Regeln, aber wie viel Follower jemand genau hat, erschließt sich einem ja nicht gleich, also sagen wir mal: eher kleine Blogs erwünscht).
  • Beantworte die Fragen und veröffentliche sie samt Antworten auf deinem Blog. Denke dir 11 neue Fragen aus und reiche sie an die nominierten BloggerInnen weiter.
  • Die Person, von der du nominiert wurdest, sollte nicht zurücknominiert werden. Kreislauf und so…
  • Alle Nominierten sollten informiert werden (auch hier bin ich der Auffassung, dass die Information via Blog genügen sollte)

Und hier meine eigenen Fragen an dich/euch:

  1. Welche Themen interessieren dich überhaupt nicht?
  2. Was würdest du sagen, wenn dein Partner über dein Leben bloggen würde?
  3. Bist du in der virtuellen Welt ein anderer Mensch, als in der realen Welt?
  4. Stört es dich, wenn sich das Schwerpunktthema eines Blogs ändert?
  5. Hast du dich schon mal persönlich mit anderen Bloggern getroffen?
  6. Was magst du lieber, Zucker oder Salz?
  7. Bist du spontan oder überlegst du lange an deinen Blogthemen?
  8. Antwortest du gerne auf anderen Blogs?
  9. Hast du schon Erfahrung mit sogenannten Trolls gemacht?
  10. Erzählst du im Bekanntenkreis von deinem Blog?
  11. Ist jeder Blogeintrag aus dem richtigen Leben gegriffen oder dichtet die Fantasie mit?

Wichtig: Niemand der Verlinkten sollte sich durch diese Nominierung zu irgendwas gedrängt fühlen. Wer die Fragen lieber nicht beantworten oder den Staffelstab nicht aufnehmen und weiterreichen möchte, braucht das auch nicht zu tun. Fühl dich frei, zu schreiben oder nicht!

Hier folgen meine Nominierungen, alle verlinkten Blogs gelten als ausdrückliche Leseempfehlungen meinerseits. Es kann durchaus möglich sein, dass einige nicht so klein sind,  aber da ich sie sehr gerne lese, muss ich sie trotzdem weiterempfehlen:

  • Tina (Mama, Job, Leben) : https://vomwerdenzumsein.wordpress.com/
  • Julia (Mama, Job, Multiple Sklerose): http://www.mamaschulze.de/
  • Christian (Männer planen Wanderferien): https://jakodaleko.wordpress.com/
  • Maren (Sport, Ziele): http://www.ichhasselaufen.de/
  • Susanne (Mama, Leben, etc.): http://ichlebejetzt.com/
  • Eveline (Kommunikationswissenschaftlerin und Medienpädagogin): http://undschonwiederschreibtsie.blogspot.ch/
  • Lotte (Mama, Leben, Job, Comedy): http://lotteausddorf.com/
  • Fräulein im Glück (Mama, Leben, etc.): http://suchtdasglueck.at/
  • Stark fürs Leben (Leben, Mama, besondere Tochter): https://starkfuersleben.wordpress.com/
  • Muttis Nähkästchen (Leben mit Kindern, Aspergersyndrom,): https://muttis.wordpress.com/
  • Cloudette (Mama, Leben, etc.): http://cloudette.net/
  • Christian (Papablog): http://www.familienbetrieb.info/

Wochenrückblick 07.02.2015

Denise von http://fraeulein-ordnung.blogspot.com stellt diese Frage jedes Wochenende:

Was hat dich in dieser Woche glücklich gemacht?

„Ich zeige 4 – 6 meiner liebsten Fotos aus der Woche und schreibe 1 – 2 Sätze dazu.
Wer Lust hat, kann gerne beim Wochen(glück)-Rückblick mitmachen und sich bis Sonntag Abend verlinken (wer mag, kann dafür das erste Bild mitnehmen). So können wir gemeinsam unser Glück, die schönen Momente und fröhlichen Stunden festhalten.

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Diese Woche war besonders. Ein Twitterfollower hat ja damals zufälligerweise Zeitgleich mit mir die MS-Diagnose bekommen. In dieser Zeit ist eine Freundschaft entstanden. Wir tauschen uns über Symptome, MS, Alltag und Ähnliches über WhatsApp eigentlich täglich aus. In den Winterferien, wenn seine Familie in die Skiferien fährt, macht er einen Halt bei uns. So auch dieses Jahr. Wir haben also zwei Tage quatschend auf dem Sofa verbracht. Es ist ziemlich lustig, den Menschen, den man täglich nur übers Internet kennt, auch wiedermal in Natura vor sich zu haben.

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Ich bekomme dann auch so coole Geschenke:

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Neben den Tagen mit viel Quatschen und Lachen, stand noch die erste Gitarrenbandprobe des Grossen auf dem Plan. Dort habe ich auch wieder eine Mutter getroffen, mit der ich ziemlich auf der gleichen Wellenlänge bin. War ein sehr schöner Abend:

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Jetzt gehts gleich weiter. Freundin besuchen und später die Jungs bei meinen Eltern abgeben und dann Besuch von einem anderen Freund! Das war eine Woche voll von Besuchen von sehr lieben Menschen!

Auf diesem Wege wünsche ich uns allen einen guten Start in die neue Woche ❤

Zahnrädchen

Schon früher überraschten mich die Körperfunktionen. Ohne dass man das bewusst wahr nimmt bzw. steuert, laufen und ticken die Zahnrädchen brav weiter. Das hat mich schon während meinen Schwangerschaften beeindruckt. Normalerweise läuft das alles schön neben her und man kriegt das garnicht so gross mit. Wenn man aber eine doofe chronische Krankheit hat und dazu noch ein Kontrollfreak mit wahnsinnig gutem Körpergespür ist, ist das nochmal anders. Ich merke ja sehr viele Veränderungen in meinem Körper. Einerseits ist das sehr gut und ich kann auf jeweilige Symptome gut reagieren und falls nötig, den Neurologen dazu kontaktieren. In meiner MS-Anfangszeit als ich noch Copaxone gespritzt habe, hatte ich an einigen Tagen im Monat sehr seltsame Symptome. Meine Beine brannten, die Muskelzuckungen wurden stärker und verschwanden dann aber wieder. Es ging so weit, dass ich meinen Neurologen kontaktierte, so wie er mir das schön eingebläut hat, und ihm das ganze zeigte. Er fragte sich, ob das ein Schub sein könnte. Das fragte ich mich auch und trotzdem entschied ich, kein Kortison zu spritzen, weil ich mir nicht sicher war. Irgendwann habe ich eine App runtergeladen und verfolgte so meinen Zyklus. Mein Zyklus funktioniert wie das perfekte Schweizer Uhrwerk. Trotzdem trug ich brav die Daten ein. Bald stellte ich fest, dass meine Symptome mit meinem Zyklus zusammen hingen. Zwischen 7-10 Tagen vor meiner Menstruation bekam ich immer fiese MS-Symptome. Damals hatte ich noch regelmässige Neurobesuche und so sprach ich ihn darauf an. Mein Neuro fand das sehr interessant und war der Meinung, dass das schon zusammenhängen kann. Es heisst ja auch, dass MS während einer Schwangerschaft normalerweise sehr ruhig bleibt. Dafür seien die Schübe danach umso stärker. Alles Hormone Baby! Irgendwann sprach ich auch meinen Gynäkologen darauf an. Auch dieser meinte, dass man evtl. mit einer hormonellen Verhütung auch solche Symptome lindern kann. So führte ich weiterhin meinen Zykluskalender. Nach einigen Monaten war mir der Fall wirklich klar. Immer in der prämenstruellen Zeit, ging es mir Symptomabhängig schlecht. Mal zeigte sich das in rein körperlichen Symptomen. Mal wieder durch die verstärkte Fatigue. Manchmal rein psychisch und wenn ich Pech hatte, hatte ich alles zusammen. Zur Zeit habe ich überhaupt keine Lust, mir auch noch die hormonelle Verhütung verschreiben zu lassen. Aber ich wurde von einer MS-Mama genau auf solche Symptome angesprochen. Sie kennt das ebenfalls und sie ist im Gespräch mit ihrer Gynäkologin betrf. pflanzlichen Präparaten, die auf den Zykluss Einfluss nehmen. Falls sie in ihrem Blog darüber schreibt, werde ich das hier gerne verlinken. Letzte Woche waren bei uns Winterferien und die Kinder waren zu Hause. Blöderweise war das auch meine prämenstruelle Woche. Im ganzen würde ich die Ferien als totalen Reinfall bezeichnen. Ich war extrem gereizt und das hat sich natürlich auch auf die Kinder übertragen. Ein verflixter Teufelskreis ist entstanden. Mir fehlte die Ruhe, die ich normalerweise am Vormittag habe und das hat mich auch geistig total erschöpft. In solchen Momenten bekomme ich dann natürlich auch ein schlechtes Gewissen und kann garnicht rational denken! Ich nerve mich weil ich ständig genervt bin. Ich habe ein schlechtes Gewissen weil ich die Kinder die meiste Zeit angeschnauzt habe und das Gefühl hatte, die Ferien zu versauen. Ich haaaaasse das unglaublich! Wir haben trotzdem viele lustige Sachen gemacht und wir hatten wirklich auch eine gute Zeit. Trotzdem bin ich  von mir entnervt weil meine Gereiztheit so im Raum schwebte. Ich hatte nichtmal mehr Lust, einen Wochenrückblick zu schreiben. Morgen geht die Schule wieder los und ich werde sicherlich denken, dass ich die ganze Ferienwoche nicht genutzt habe. Ach, ändern kann man es jetzt auch nicht mehr. Die Zahnrädchen drehen weiter und bei nächster Gelegenheit werde ich das ja wieder gut machen. Zahnrädchen   (Hormone sind kleine, fiese Teufelsgeister, die aus mir einen Freak machen können, mein Mann weiss ganz genau wovon ich spreche!)

Wochenrückblick 25.01.2015

Denise von http://fraeulein-ordnung.blogspot.com stellt diese Frage jedes Wochenende:

Was hat dich in dieser Woche glücklich gemacht?

„Ich zeige 4 – 6 meiner liebsten Fotos aus der Woche und schreibe 1 – 2 Sätze dazu.
Wer Lust hat, kann gerne beim Wochen(glück)-Rückblick mitmachen und sich bis Sonntag Abend verlinken (wer mag, kann dafür das erste Bild mitnehmen). So können wir gemeinsam unser Glück, die schönen Momente und fröhlichen Stunden festhalten.

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Neue Woche, neue Blumen:

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Eigentlich will der Grosse nicht, dass ich beim Gitarrenunterricht jeweils dabei bin. Ich verrate unabsichtlich früher oder später, dass er nicht geübt hat. Trotzdem durfte ich letzte Woche spontan dabei sein. Es war so schön, ihn spielen zu hören:

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Endlich wieder ein Akupunkturtermin. Herrlich! Schon beim Gedanken an den Termin, spürte ich dieses wohlige Entspannungsgefühl! Und ja, ich habe bei der Akupunktur immer die gleiche Hose an. Die ist die Einzige, die sich hochkrempeln lässt:

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Wiedermal den Crosstrainer genutzt:

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Mit ist dem Kleinen Brötchen gebacken. Jetzt wünschen sie ständig selbstgebackene Brötchen:

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Meine wohnungräumende Freundin besucht und einen wunderbaren und lustigen Nachmittag verbracht. Wir haben sehr viel gelacht und uns an die alten Zeiten in dieser Wohnung erinnert. Es gibt diese Freundschaften, die ein Leben lang halten. Wieder durfte ich wunderschöne Sachen mitnehmen:

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Könnt ihr euch noch an diese Telefone erinnern? Der Mann hat es angeschlossen und es funktioniert noch immer. Damit ich nicht mehr ständig am Telefon bin, möchte er das Telefon jetzt so lassen:

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Auf diesem Wege wünsche ich uns allen einen guten Start in die neue Woche ❤