Sommer Sonne Sonnenschein

Ufz, es ist wohl nicht nötig zu beschreiben, wie es mir zur Zeit geht. Die Temperaturen sind für mich einfach die Hölle. So kommt es mir doch gelegen, dass ich mich mit dem Packen für die Ferien im Haus beschäftigen kann.

Morgen fahren wir nach Kroatien. Mein Heimatland und mein geliebtes Meer!

Vor vier Jahren um diese Zeit bin ich zwei Tage vor den Ferien noch im Notfall gewesen. Mir war extrem schwindlig, eine Gesichtshälfte war taub und mein rechter Arm war gefühlslos. Nach der Blut- und Neurologenuntersuchung wurde ich nach Hause geschickt: „kein Befund, Sie sind gesund,“ hiess es. Die Sommerferien waren die Hölle. Wenn ich ins Meer ging, taten mir die Füsse und die Finger unglaublich weh. Wenn ich mich irgendwo gestossen habe, hielt der Schmerz unnatürlich lange an. Damals sagte ich zu meinem Mann noch, dass doch irgendwas mit meinen Nerven nicht stimmte. Mein Unwohlsein übertrug sich auf die Kinder, die dann die meiste Zeit quengelten und unzufrieden waren. Das waren die hässlichsten Ferien, die ich jemals erlebt habe. Dazu muss ich noch erwähnen, dass uns das Reisebüro falsch gebucht hat. Als wir nach 11 Std. Autofahrt am Zielort ankamen, hiess es, unser Appartement sei erst ab nächstem Tag frei. Dabei hatte ich die richtigen Bestätigungen. Tja.

Vor fünf Jahren habe ich einen Tag vor der Abfahrt in die Ferien festgestellt, dass die Pässe der Kinder abgelaufen waren. Nach telefonabklärungen mit Kroatien, hiess es, bei Kontrolle werden sie uns nicht ins Land lassen. Der Pass muss mind. 3 Monate noch gültig sein. Also musste ich mit zwei Kindern 1j. und 3j. für einen Notfallpass einen Weg von 1.5 Std. fahren und bei gefühlten 40 Grad abwarten, bis die Pässe ausgestellt waren. Es war sowas von unnötig und sowas wird mir nie, nie wieder passieren.

Heute bin ich um 15 Uhr eigentlich so gut wie bereit gepackt! Irgendwie passt dieses entspannt sein nicht so ganz zu mir. Aber, ich war heute Morgen noch bei der Akupunktur. Es könnte also ganz gut sein, dass die Akupunktur jetzt schon so gut wirkt und ich deshalb so entspannt bin. Egal was es ist, mir gefällt es und ich kann das Meer schon fast riechen! Und beim neuen Reisebüro habe ich auch schon angerufen und abgeklärt, ob denn wirklich auch alles so ist, wie ich gebucht habe, denn ich bin noch lernfähig…

Meine Lieben, ich wünsche euch eine ganz tolle Zeit und gibt Acht auf euch.

❤

Wochenrückblick 03.07.2015

Denise von http://fraeulein-ordnung.blogspot.com stellt diese Frage jedes Wochenende:

Was hat dich in dieser Woche glücklich gemacht?

„Ich zeige 4 – 6 meiner liebsten Fotos aus der Woche und schreibe 1 – 2 Sätze dazu.
Wer Lust hat, kann gerne beim Wochen(glück)-Rückblick mitmachen und sich bis Sonntag Abend verlinken (wer mag, kann dafür das erste Bild mitnehmen). So können wir gemeinsam unser Glück, die schönen Momente und fröhlichen Stunden festhalten.

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Die Woche mit gefühlten 100 Grad liegt hinter mir. Es ist für mich einfach nur noch zu heiss…mehr geht nicht…ufz…ich habe viel gemacht und einiges erledigt.

Die ersten Tomaten werden reif:

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Meine Männer wünschen sich Hot-Dogs mit Alles:

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Pink-Box Juli von meiner Freundin:

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Da die Jungvögel auf dem Balkon leider die Hitze nicht überstanden haben, haben die Kinder im Gärten überall Wasser für Vögel aufgestellt:

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Ich war beim Frisör und hab jetzt Ombré Hair:

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Gerade kühlt der Mann die Kinder im Garten ab:

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Auf diesem Wege wünsche ich allen wunderschöne Sommerferien und denen, die noch warten müssen, einen guten Start in die neue Woche ❤

Wochenrückblick 27.06.2015

Denise von http://fraeulein-ordnung.blogspot.com stellt diese Frage jedes Wochenende:

Was hat dich in dieser Woche glücklich gemacht?

„Ich zeige 4 – 6 meiner liebsten Fotos aus der Woche und schreibe 1 – 2 Sätze dazu.
Wer Lust hat, kann gerne beim Wochen(glück)-Rückblick mitmachen und sich bis Sonntag Abend verlinken (wer mag, kann dafür das erste Bild mitnehmen). So können wir gemeinsam unser Glück, die schönen Momente und fröhlichen Stunden festhalten.

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Das schöne Wetter kam diese Woche langsam wieder zurück, was für den Mann ‚Rasen mähen‘ heisst. Vor dieser Aufgabe drücke ich mich auch ohne schlechtes Gewissen. Also mal ein Glas geniessen, bis der Rasen gemäht ist:

prost

Bei uns ist Endspurt in der Schule und es gibt fast keine Hausaufgaben mehr. Die Kinder geniessen die freien Stunden und haben oft Freunde zu Besuch:

Zelt

Die Schule ist zur Zeit ein grosses Thema und ich musste mir hier meine Sorgen von der Seele tippen. Ein Blogeintrag über ein Thema, das mich beschäftigt, hilft immer einen klaren Kopf zu bekommen:

Zeugnis

Ich mag Schuhe sehr. Da ich durch die MS kein gutes Gleichgewicht habe und oft ins Schwanken gerate, kann ich keine hohen Absätze mehr tragen. Also habe ich mir neue Sandalen für den Sommer bestellt. Sie sind sehr bequem und ich bin schnell wie der Blitz. Leider findet sie mein Mann ziemlich schrecklich, aber da muss er jetzt trotzdem durch:

schuhe

Gestern ist der Vater meiner Freundin gestorben. Er hatte ein langes Leben und durfte nach einer relativ kurzen Krankheit friedlich einschlafen. Ich erwähne das hier im Wochenrückblick, obwohl es nicht etwas ist, was mich glücklich gemacht hat. Ich hätte nur auch gerne ein langes Leben, welches ich auch im Alter selbständig leben kann und eines Tages, wenn die Zeit gekommen ist, ohne Leid und Schmerz, einfach friedlich einschlafen zu können.

swrosen

Auf diesem Wege wünsche ich uns allen einen guten Start in die neue Woche ❤

Endspurt Schule

Diesen Sommer stehen bei uns grosse Schulwechsel an. Der kleine Sohn kommt in die erste Klasse und der grosse Sohn in die dritte Klasse. Ich kann mich noch immer an den Kindergarteneintritt des Grossen und an den, des Kleinen erinnern. Ich kann sogar sagen wie das Wetter war, was wir an hatten und wie ich dann leicht verwirrt nach Hause ging um das Mittagessen zu kochen.

Der kleine Sohn ist bereit für die Schule. Er kann es kaum erwarten ein Schüler und kein Kindergartenkind mehr zu sein. Die Einschulungstests hat er bravourös hinter sich gebracht und prahlt schon wie gut er mit Zahlen umgehen kann. Tatsächlich scheint es so, dass ihn Zahlen faszinieren und er fordert immer wieder, ich soll mit ihm kopfrechnen. Ich weiss zwar nicht woher diese Zahlenliebe kommt, aber ich bilde mir ein, dass er vielleicht ein Rechengenie werden könnte und seine Mathehausaufgaben mit Leichtigkeit und Spass machen wird. Ich kann mit Zahlen eher nix anfangen und Kopfrechnen war noch nie meine Stärke, aber, der Genpool wurde ja gemischt und wer weiss, was sich da noch für versteckte Schätze auf den Chromosomen tummeln. Aber, ich wäre ja nicht ich, wenn ich mich nicht fragen würde, wie seine schulische Laufbahn wohl sein wird.

Beim grossen Sohn sieht die ganze Geschichte so aus: Er kommt in die dritte Klasse und wird seine 6(!!!) Lehrperson bekommen. An dieser Schule gab es viele Lehrerwechsel und seinen Jahrgang hat es halt getroffen. Auch er hat die Einschulungstests damals bravourös gemeistert, was die Kindergartenlehrerin etwas überrascht hat. Er hat Strategien entwickelt, wie er sich durch den Unterricht möglichst unauffällig durchmogeln kann. Deshalb war der Kindergärtnerin auch nicht ganz klar, was er so drauf hat. Jedenfalls haben sich der Mann und ich damals nach dem Elternabend mit stolzgeschwellter Brust sehr gefreut, dass das Kind immerhin als drittbesster der Klasse die Prüfungen abgeschlossen hat. So kam er in die erste Klasse und brachte täglich Hausaufgaben nach Hause. Noch in der Schwangerschaft habe ich mir vorgestellt, wie ich freudestrahlend, in mir ruhend, meinem wissensdurstigem Kind bei den Hausaufgaben helfen werde. (Aber ich dachte damals auch, stillen wird sehr romantisch sein bis ich den ersten Milcheinschuss bekam.)

Jedenfalls verstand das Kind nicht, warum er die Buchstaben unzählige male in diesem Schreibheft schreiben soll, wenn er schon längst alle Buchstaben kannte. Bei Lesespass echauffierte er sich über den veralteten Namen des Drachenjägers. Kein Mensch würde so heissen. So ging das Tag ein, Tag aus. Meine romantische Vorstellung von gemeinsam Hausaufgaben machen, hat sich ziemlich schnell in Luft aufgelöst und ich ertappte mich immer wieder, wie ich entnervt sagte, dass er jetzt trotzdem alle diese Buchstaben seitenweise schreiben muss, obwohl er sie schon kann, weil man das in der Schule so machen muss. Manchmal stürzte ihn das in fiese Heulanfälle, was die Hausaufgabenerledigung nicht gerade förderlich beeinflusste.

Da mein Sohn ein guter Redner und sehr plausible Argumente hervorbringen kann, lies ich mich auch immer wieder unbemerkt in diese endlosen Diskussionen einlullen. Ich habe das Internet nach Tipps für hausaufgabengeschändete Eltern abgegrast. Ich habe ein Belohnungssystem nach dem anderen eingeführt und kurze Zeit später wieder entnervt verworfen. Jasper Juul wurde mein treuer Begleiter und ich hätte dem Kind Diagnosen stellen können über Hochsensibilität, Asperger Syndrom, AD(h)S. Nach meinem Wissenstand, hätte ich problemlos eine Schulklasse unterrichten können. Ausser mein eigenes Kind. Irgendwann hiess es von der Schule, das Kind sei langsam weil er Linkshänder sei und Ergotherapie braucht. Nach der Abklärung hiess es, das Kind hat überhaupt keine motorischen Probleme. Zum Glück war in der Zwischenzeit die erste Klasse schon vorbei und ich stellte mir vor, wie das Kind in den Sommerferien einen riesigen Entwicklungsschub machte. (Oh ja, diese lieben Entwicklungsschübe, genau wie die sagenumwobenen Phasen und alles wächst sich aus.)

Zweite Klasse, alte Geschichten. Kaum ging die Schule los, gab es wieder einen Lehrerwechsel. Drei Wochen später wurde ich auch schon zum Gespräch eingeladen weil die Lehrerin das Kind nicht einordnen konnte. Sie erzählte mir von ihren Kindern, die zwei Jahre älter waren als meins und ihren schulischen Problemen. Alle meine Geschichten kannte sie bereits und empfahl mir, das Kind auf AD(h)S testen zu lassen. Das Kind ist zum Termin hin und hat brav alles gemacht, was gefordert wurde. Tatsächlich hat er die Diagnose ADS bekommen. Die Therapeutin machte uns darauf aufmerksam, dass er sehr intelligent ist und seine Intelligenz das Konzentrationsdefizit ausgleicht. Dadurch ist er ein ganz normales, durchschnittlich intelligentes Kind. Schön!

Jetzt ist aber so, dass dieses intelligente Kind ein Tagträumer ist. Seine Antennen nehmen alles was in seiner Umgebung passiert wie ein Schwamm auf. Also kann er mir erzählen was der Fritz vorne links in der zweiten Stunde gesagt hat als die Lehrerin irgendwas von verliebten Zahlen erzählt hat, wie der Max zurückgeschaut hat als die Lehrerin die Geschichte mit den Olchi-Fürzen vorgelesen hat, was Melinda in der Znünibox hatte, welche Farbe das T-Shirt der Lehrerin vor drei Tagen hatte und dass er die Umweltverschmutzung ganz schlimm findet. Er die Welt retten möchte aber trotzdem kein Vegetarier sein könnte, weil er das Fleisch doch so gerne mag, die Kuhfürze die Ozonschicht schädigen und ihn das in tiefste Verwirrung wirft. Ach ja, und irgendwas hätte er sich wegen der Zahlenpyramide und den verliebten Zahlen merken sollen. Aber das hat er ja vergessen, weil weisst du Mama, ich werde Autos erfinden, die keine Umweltverschmutzung machen und überhaupt, warum sollte ich die Schnürlischrift lernen, wenn ich sowieso alle Pläne auf dem Computer schreiben werde. AAAAAAAAAh…ich versuche tief durchzuatmen. Manchmal geht das gut und manchmal etwas weniger. An den etwas weniger guten Tagen, da will ich einfach, dass sich das Kind hinsetzt und diese 25min. einfach die blöden Hausaufgaben macht. Es ist mir sowas von egal ob er irgendwann die Welt rettet oder ein Heilmittel erfindet. Ich wünschte mir nur, dass er ohne alles zu hinterfragen, einfach diese Seite Schnürlischrift hinkritzelt. Manchmal wünsche ich mir, ihn würde nicht alles interessieren und es wäre egal wie was funktioniert und er nur die Hälfte von all dem wüsste. Seinem Gitarrenlehrer sagt er, er könne das Lied nicht üben weil der Titel total doof ist. Ausserdem passt der Refrain überhaupt nicht zum Rest des Liedes und er würde den D-Akkord hier viel passender finden. Er will ins Karate und sobald er den roten Gurt bekommen hat, nicht mehr hin gehen will, weil er ja schon etwas erreicht hat.

Im August kommt er in die dritte Klasse. Er geht noch immer sehr gerne in die Schule und freut sich darauf. Wieder wird er eine neue Lehrperson bekommen. Diese wird zuerst herausfinden müssen, wie das Kind tickt. Vielleicht wird auch sie ihn in den ‚ist zu langsam‘ Topf werfen und denken, dass ihm das Potential fehlt. Vielleicht wird sie aber auch erkennen, dass bei ihm sehr viel mehr zu holen ist als es auf den ersten Blick scheint. Mir bereitet es jedenfalls jetzt schon langsam schlaflose Nächte. Nach den ersten zwei Klassen, habe ICH Angst vor der Schule!

Wie lange dauert es, bis der erste Anruf kommt und ich zum Gespräch in die Schule muss? Aber, ich werde mich daran erinnern, wie ich Heute hier sass und diesen langen Text in die Tastatur gehauen habe, was ich an hatte und wie das Wetter war. Vielleicht erinnere ich mich auch daran, dass das schöne Lied von Robbie Williams im Radio lief….ähm ja 🙂

Und ja, die Sommerferien kommen, Entwicklungsschub und so…