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Über staublos

SEIT 2013 AN MULTIPLER SKLEROSE (MS) ERKRANKT. HIER SCHREIBE ICH ÜBER MEINEN ALLTAG ALS CHRONISCH KRANKE MUTTER ZWEIER SÖHNE, FRAUEN MIT ADHS UND DEN ÜBLICHEN WAHNSINN.

Zum Hoorölseiche oder auch, ich stecke in der Klemme

Es ist offenbar wieder soweit. Man bekommt ein schlechtes Gefühl bei irgendwas. Versucht es zu ignorieren. Danach auszublenden und wenn man mit all diesen Verdrängungstaktiken nicht erfolgreich war, dann kommt das Eingestehen. Bei mir kommt das immer nach einigen Tagen, wenn ein Problem besteht und ich es einfach nicht losbekomme. Meistens kann ich mich erst zu später Stunde zum Eingestehen bewegen.

Seit einigen Tagen stimmt etwas mit meinem Körper nicht. Ich weiss es genau und ich spüre es klar und deutlich. Da es jetzt zur später Stunde ist, muss ich wohl eingestehen, dass ich einen neuen MS-Schub habe. Tagelang bin ich erschöpft. Alles strengt mich an und ich kann mich nicht aufraffen. Jetzt kann ich es trotzdem nicht lassen, zu erwähnen, dass das Wetter so übel schlecht war und ich doch das neue Medikament nehme und dieses macht ja bekanntlich Nebenwirkungen….blabla…

Die Klärung meiner Probleme passiert meistens beim Zähneputzen. Ich weiss nicht weshalb, aber es ist wie eine Art Meditation. Ich putze die Zähne, schaue mir im Spiegel zu und führe im Kopf sowas wie Selbstgespräche. Ja, vermutlich ist das ziemlich irre. Aber ich kann mich erinnern, dass ich schon immer mit mir selber alles ausdiskutiert habe. Oder ich habe einfach einen Zahnbürstenfetisch.

Also gut, zurück zum eigentlichen Thema. Ich befürchte, dass ich einen MS-Schub habe. Mein Gesicht fängt immer wieder an zu zucken. Zuerst war es nur die Oberlippe und ich sah aus, wie ein schnuppernder Hase. Heute ist die Oberlippe irgendwie gestört. Es fühlt sich nicht ok. an. Meine Finger an der Rechten Hand schlafen sehr schnell ein und werden taub. Das rechte Bein tut mir irgendwie weh und es fühlt sich auch seltsam an. Das ist jetzt halt sehr grosse Scheisse. Wenn ich vernünftig sein will, sollte ich meinen Neuro anrufen und die Termine für die Kortisoninfusionen abmachen. Aber ich mag das nicht. Es fühlt sich an wie Aufgeben ohne Kampf. Ich hasse es. Dennoch bin ich machtlos und kann nix dagegen tun. Dieses Gefühl ist ziemlich doof! Ich will nicht, dass ich mich selber zerstöre und doch macht es mein Körper. Ich habe einfach die Schnauze voll und will dass das aufhört! Nur kann ich es offenbar nicht aufhalten. Gerade bin ich sehr, sehr frustriert darüber. Warum kann ich nicht einfach mal nur Ruhe haben?

Meine Aukupunktöse sagt immer, das Schicksal oder Universum oder Gott gibt dir nix, womit du nicht fertig werden kannst. Jeder kriege die richtigen Aufgaben gestellt. Nur, ich hab keinen Bock mehr auf diese drecksverdammten Prüfungen! Seit ich auf der Welt bin, werde ich von allen Seiten geprüft und hab jetzt meine Ruhe verdient! Hörst du Universum, Schicksal, Gott! Langsam wird es langweilig mit diesem blöden Spiel, lass mich einfach in Ruhe, ich mag nicht!

So, vielleicht lässt es sich jetzt ruhiger einschlafen. Mal sehen was der neue Tag so bringt. Einfach keine neuen Prüfungen, sonst raste ich aus!

gute Nacht

Museumspädagogik

Vor einigen Tage sagte der Grosse, dass er statt einem Waldausflug, lieber ins Museum gehen möchte. Er möchte gerne wiedermal etwas altes anschauen.

Gestern hatten die Kinder wegen einer Lehrerfortbildung Schulfrei. Den Tagen haben wir genutzt und zuerst den Vormittag in einem Shoppingcenter inkl. Mittagessen im IKEA verbracht. Danach sind wir ins Historische- und Völkerkundemuseum gefahren. Dort gibt es 1x im Monat eine Märchenlesestunde.

Beleg

Zuerst wurden die Kinder durch das Museum geführt und die Geschichte Japans kurz erklärt.

Danach konnten wir uns alle auf dem Boden bequem machen und zuhören. Das erste Märchen handelte über einen Kranich. Kraniche sind wahre Glücksbringer. In Japan ist es Brauch, wenn man z.B. krank ist und gesund werden möchte, oder einen besonderen Wunsch hat, muss man 1000 Kraniche falten. Der grosse Sohn hat mich dann auch schon sehr fordernd angeschaut. Ich befürchte, dass ich jetzt die Origamianleitung suchen muss und die nächsten Wochen, Kraniche falten werde.

Kranich

Danach wurde die Geschichte von einem Pfirsichjungen erzählt. Dieser wurde der Mutter am Fluss in einem Riesenpfirsich angeschwemmt. Die ganze Zeit hatte er nur gegessen und geschlafen. Irgendwann stellte sich heraus, dass er wahnsinnig stark war und ganze Bäume ausreissen konnte. Irgendwann hat er dann das Dorf gegen die Dämonen verteidigt und gewonnen. Jeah!

Während die Geschichte vorgelesen wurde, hat sich eine der Mütter auf den Boden hingelegt und hat so vor sich hingedöst. Wie cool ist das denn? Ich war schon ganz grün vor Neid, weil ich ja ewig lange brauche, um eindösen zu können.

Nach der Märchenstunde haben wir das Museum weiter erkundet.

  • Im Kindermuseum ging es um Puppentheater.
  • Puppenhäuser.
  • Kinderzimmer und wie sie Früher ausgestattet waren.
  • Geruchsinn testen.
  • Tastsinn testen.
  • Operationsbesteck (inkl. Sägen, Hammer, Skalpell usw.) von Früher.
  • Riesiger Globus mit ‚bitte nicht berühren‘ Schild.
  • Klosterviertel aus Pappkarton nachgebaut.
  • Stadt aus Pappkarton nachgebaut.
  • Japanische Kultur inkl. Schwertkampfvideo, Seidenmalerei, Porzellan usw.

Danach ging es weiter. Verschiedene Schlüssel und Schlösser, die man auch ausprobieren und anfassen darf. Das fanden meine Jungs sehr cool, weil ihnen jetzt klar ist, wie das Haustürschloss funktioniert.

Schlüssel

…und vieles mehr…

Am Sonntag, 18.5. ist internationaler Museumstag und da geht es von 10 bis 17 Uhr um probieren, staunen, sehen.

Flyer

Meine Jungs möchten da unbedingt hin. Da ich nach unserem Ausflug gestern, extreme Kopfschmerzen bekommen habe, gehe ich davon aus, dass der Mann mit den Jungs hingehen wird und ich die Zeit mit dem Sofa verbringen werde.

Ich finde es immer wieder schön, dass sich die Kinder auch für andere Sachen als Lego interessieren. Manchmal überrascht es mich schon, wenn ich sehe, wie gross der Wissensdurst ist. Meine stehen eher auf diese historischen Geschichten und sind meistens sehr erstaunt, wie es eben ‚Früher‘ funktioniert hat.

Museum

Zum Glück gibt es auch solche Unternehmungen statt nur Gerenne zum Neuro, Physio usw. ❤

 

 

 

 

Für mehr Reflexion und weniger Gedichte!

Ich mag den Muttertag nicht unbedingt. Meine Kinder hatten trotzdem wahnsinnig Freude daran, für mich ein Geschenk vorzubereiten und ich denke, sie haben ganz andere Beweggründe dafür als ich damals. Tina hat sehr schön über Gedanken zum Muttertag geschrieben.

Avatar von TinaWerdenundSein

Meinen Muttertag feierte ich schon am Freitag im Kindergarten. Die Erzieherinnen hatten gemeinsam mit den Kindern ein Muttertags-Picknick mit Gesang, Gedicht und Geschenk vorbereitet. Das war wirklich sehr rührend, als die Kinder im Chor sangen: „Mama, ich brauche dich, Mama, hast du Zeit für mich? …. “ und nicht nur ich kämpfte heftigst gegen die aufsteigenden Tränen der Rührung.

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Doch als die Kinder aufgefordert wurden, sich zu ihren Müttern umzudrehen, um das Gedicht aufzusagen, hatte ich den Eindruck, dass sich die Große (5) ein wenig wand und in mir weckte dieser Moment unangenehme Erinnerungen.

Ich mag den Muttertag nicht besonders, sowohl als Tochter als auch als Mutter – zumindest nicht in der Form, wie ich ihn kenne. Die Kommerzialisierung dieses Feiertages zu Ehren der Mütter ist einer der Gründe, doch vielmehr finde ich ihn zwischenmenschlich schwierig. Jemanden zu ehren, zu schätzen, in Hochleben zu lassen, ist schon ohne Termindruck schwierig…

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Wochenrückblick 04.05.-11.05.2014

Denise von http://fraeulein-ordnung.blogspot.ch stellt diese Frage jedes Wochenende.

Was hat dich in dieser Woche glücklich gemacht?

„Ich zeige 4 – 6 meiner liebsten Fotos aus der Woche und schreibe 1 – 2 Sätze dazu.
Wer Lust hat, kann gerne beim Wochen(glück)-Rückblick mitmachen und sich bis Sonntag Abend verlinken (wer mag, kann dafür das erste Bild mitnehmen). So können wir gemeinsam unser Glück, die schönen Momente und fröhlichen Stunden festhalten.“

Diese Woche war für mich nicht gerade erfreulich, da wieder ein neuer MS-Schub vermutet wird. Deshalb musste ich etwas länger darüber nachdenken, was mich glücklich gemacht hat. Nichtsdestotrotz, habe ich doch schöne Momente erlebt, die ich teilen möchte:

image

 

Mittwoch und Donnerstag waren mit Blutdruckmessen ausgefüllt:

Blutdruck

Am Freitag sind wir mit netten Freunden Thailändisch Essen gewesen. War ein sehr schöner und netter Abend mit viel Lachen:

Blumen1

Als wir am Samstag die Jungs bei meinen Eltern abholten, sassen sie am Klavier und haben gespielt:

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Am Sonntag gab es wunderschöne Kindergeschenke zum Muttertag:

Muttertag1

Vom Grossen gab es eine selbst bestickte Schachtel mit Schreibutensilien in wunderschönen, leuchtenden Farben:

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Vom Kleinen gab es einen Seifenspender mit Foto, Herzen und gestempeltem DANKE:

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Heute bekommen wir noch netten Besuch und weil das Leben doch schön ist, gibt Rhabarberkuchen:

Rhabarberkuchen

Ich wünsche allen, einen wunderbaren Start in die neue Woche <3!