Überschwemmungen Bosnien und Herzegovina, Kroatien, Serbien

Heute schreibe ich keinen glücklichen Wochenrückblick. Ich möchte über die schlimmsten Überschwemmungen seit 120 Jahren in Bosnien und Herzegovina, Kroatien und Serbien schreiben.

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(Foto: FB, D. Guberac) Das ist meine ehemalige Primarschule.

Innerhalb von einem Tag wurde das ganze Dorf überschwemmt. 1/3 der Bevölkerung ist auf der Flucht vor Hochwasser weil Städte und Dörfer überschwemmt wurden. Das Wasser steht bis zu den Dächern. In der Stadt Doboj wurde ein Wasserpegel von bis zu 15m gemessen (in der Innenstadt versteht sich).

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(Fotos: FB, Potpora istocnoj Hrvatskoj, BiH, Srbiji) Über das ganze Ausmass an Zerstörung, Leid und Angst habe ich über Facebook erfahren. Einige meiner damaligen Schulfreunde, sind nach dem Krieg zurückgekehrt und haben versucht, sich eine Zukunft aufzubauen. Über die habe ich gesehen, welche kritische Situation dort herrscht. In der Schweiz wurde erstmal Tagelang nix berichtet. Zwischendurch gab es einen kurzen Artikel über das Hochwasser. Dafür wird ausgiebigst über peinliche C-Promis berichtet. Vorallem über eine Millionärsgattin, welche peinliche Tipps erteilt, wie man sich einen Millionär angelt.

Auf der einen Seite sehe ich, was dort passiert und auf der anderen Seite sehe ich die Gleichgültigkeit. Wäre wieder einer mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Schweiz gebrettert, wäre sofort darüber berichtet worden. Schweizer mit Migrationshintergrund, wahlweise aus Kroatien, Bosnien, Serbien oder einfach vom Balkan. Das wird in jedem dieser Artikel erwähnt. Ich bin selber auch gegen Raser und finde, dass diese manchmal nicht hart genug bestraft werden, vorallem wenn sie unschuldige Menschen in den Tod gerissen haben. Welcher Nationalität sie sind, steht garnicht zur Diskussion.

Warum wird über die Katastrophe vom Balkan so wenig berichtet?

Die Betroffenen haben während dem Krieg 1990 alles verloren. Sie wurden vertrieben und ganz schlimme Schicksale durchlebt. Grosser Teil ist zurückgekehrt und hat mit Mühe und Not sein Haus wieder aufgebaut. Jetzt haben diese Menschen schon wieder alles verloren. Minenfelder wurden weggeschwemmt und werden irgendwo vom Hochwasser ausgespuckt. Offenbar haben sie bereits nach einigen Tagen Probleme durch Schlangenbisse und viele Nutztiere sind ertrunken.

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(Fotos: FB, Potpora istocnoj Hrvatskoj, BiH, Srbiji) Wie es ist, sein Hab und Gut zurückzulassen, sich beim Packen für das Nötigste zu entscheiden, das habe ich als Kind erlebt. Diese Menschen erleben das alles wieder.

Jedenfalls finde ich es sehr traurig, dass bei uns so wenig darüber berichtet wird.

https://www.redcross.ch/de/unwetter-balkan-2014/schwere-uberschwemmungen-in-serbien-bosnien-und-kroatien

Zum Hoorölseiche oder auch, ich stecke in der Klemme

Es ist offenbar wieder soweit. Man bekommt ein schlechtes Gefühl bei irgendwas. Versucht es zu ignorieren. Danach auszublenden und wenn man mit all diesen Verdrängungstaktiken nicht erfolgreich war, dann kommt das Eingestehen. Bei mir kommt das immer nach einigen Tagen, wenn ein Problem besteht und ich es einfach nicht losbekomme. Meistens kann ich mich erst zu später Stunde zum Eingestehen bewegen.

Seit einigen Tagen stimmt etwas mit meinem Körper nicht. Ich weiss es genau und ich spüre es klar und deutlich. Da es jetzt zur später Stunde ist, muss ich wohl eingestehen, dass ich einen neuen MS-Schub habe. Tagelang bin ich erschöpft. Alles strengt mich an und ich kann mich nicht aufraffen. Jetzt kann ich es trotzdem nicht lassen, zu erwähnen, dass das Wetter so übel schlecht war und ich doch das neue Medikament nehme und dieses macht ja bekanntlich Nebenwirkungen….blabla…

Die Klärung meiner Probleme passiert meistens beim Zähneputzen. Ich weiss nicht weshalb, aber es ist wie eine Art Meditation. Ich putze die Zähne, schaue mir im Spiegel zu und führe im Kopf sowas wie Selbstgespräche. Ja, vermutlich ist das ziemlich irre. Aber ich kann mich erinnern, dass ich schon immer mit mir selber alles ausdiskutiert habe. Oder ich habe einfach einen Zahnbürstenfetisch.

Also gut, zurück zum eigentlichen Thema. Ich befürchte, dass ich einen MS-Schub habe. Mein Gesicht fängt immer wieder an zu zucken. Zuerst war es nur die Oberlippe und ich sah aus, wie ein schnuppernder Hase. Heute ist die Oberlippe irgendwie gestört. Es fühlt sich nicht ok. an. Meine Finger an der Rechten Hand schlafen sehr schnell ein und werden taub. Das rechte Bein tut mir irgendwie weh und es fühlt sich auch seltsam an. Das ist jetzt halt sehr grosse Scheisse. Wenn ich vernünftig sein will, sollte ich meinen Neuro anrufen und die Termine für die Kortisoninfusionen abmachen. Aber ich mag das nicht. Es fühlt sich an wie Aufgeben ohne Kampf. Ich hasse es. Dennoch bin ich machtlos und kann nix dagegen tun. Dieses Gefühl ist ziemlich doof! Ich will nicht, dass ich mich selber zerstöre und doch macht es mein Körper. Ich habe einfach die Schnauze voll und will dass das aufhört! Nur kann ich es offenbar nicht aufhalten. Gerade bin ich sehr, sehr frustriert darüber. Warum kann ich nicht einfach mal nur Ruhe haben?

Meine Aukupunktöse sagt immer, das Schicksal oder Universum oder Gott gibt dir nix, womit du nicht fertig werden kannst. Jeder kriege die richtigen Aufgaben gestellt. Nur, ich hab keinen Bock mehr auf diese drecksverdammten Prüfungen! Seit ich auf der Welt bin, werde ich von allen Seiten geprüft und hab jetzt meine Ruhe verdient! Hörst du Universum, Schicksal, Gott! Langsam wird es langweilig mit diesem blöden Spiel, lass mich einfach in Ruhe, ich mag nicht!

So, vielleicht lässt es sich jetzt ruhiger einschlafen. Mal sehen was der neue Tag so bringt. Einfach keine neuen Prüfungen, sonst raste ich aus!

gute Nacht

Museumspädagogik

Vor einigen Tage sagte der Grosse, dass er statt einem Waldausflug, lieber ins Museum gehen möchte. Er möchte gerne wiedermal etwas altes anschauen.

Gestern hatten die Kinder wegen einer Lehrerfortbildung Schulfrei. Den Tagen haben wir genutzt und zuerst den Vormittag in einem Shoppingcenter inkl. Mittagessen im IKEA verbracht. Danach sind wir ins Historische- und Völkerkundemuseum gefahren. Dort gibt es 1x im Monat eine Märchenlesestunde.

Beleg

Zuerst wurden die Kinder durch das Museum geführt und die Geschichte Japans kurz erklärt.

Danach konnten wir uns alle auf dem Boden bequem machen und zuhören. Das erste Märchen handelte über einen Kranich. Kraniche sind wahre Glücksbringer. In Japan ist es Brauch, wenn man z.B. krank ist und gesund werden möchte, oder einen besonderen Wunsch hat, muss man 1000 Kraniche falten. Der grosse Sohn hat mich dann auch schon sehr fordernd angeschaut. Ich befürchte, dass ich jetzt die Origamianleitung suchen muss und die nächsten Wochen, Kraniche falten werde.

Kranich

Danach wurde die Geschichte von einem Pfirsichjungen erzählt. Dieser wurde der Mutter am Fluss in einem Riesenpfirsich angeschwemmt. Die ganze Zeit hatte er nur gegessen und geschlafen. Irgendwann stellte sich heraus, dass er wahnsinnig stark war und ganze Bäume ausreissen konnte. Irgendwann hat er dann das Dorf gegen die Dämonen verteidigt und gewonnen. Jeah!

Während die Geschichte vorgelesen wurde, hat sich eine der Mütter auf den Boden hingelegt und hat so vor sich hingedöst. Wie cool ist das denn? Ich war schon ganz grün vor Neid, weil ich ja ewig lange brauche, um eindösen zu können.

Nach der Märchenstunde haben wir das Museum weiter erkundet.

  • Im Kindermuseum ging es um Puppentheater.
  • Puppenhäuser.
  • Kinderzimmer und wie sie Früher ausgestattet waren.
  • Geruchsinn testen.
  • Tastsinn testen.
  • Operationsbesteck (inkl. Sägen, Hammer, Skalpell usw.) von Früher.
  • Riesiger Globus mit ‚bitte nicht berühren‘ Schild.
  • Klosterviertel aus Pappkarton nachgebaut.
  • Stadt aus Pappkarton nachgebaut.
  • Japanische Kultur inkl. Schwertkampfvideo, Seidenmalerei, Porzellan usw.

Danach ging es weiter. Verschiedene Schlüssel und Schlösser, die man auch ausprobieren und anfassen darf. Das fanden meine Jungs sehr cool, weil ihnen jetzt klar ist, wie das Haustürschloss funktioniert.

Schlüssel

…und vieles mehr…

Am Sonntag, 18.5. ist internationaler Museumstag und da geht es von 10 bis 17 Uhr um probieren, staunen, sehen.

Flyer

Meine Jungs möchten da unbedingt hin. Da ich nach unserem Ausflug gestern, extreme Kopfschmerzen bekommen habe, gehe ich davon aus, dass der Mann mit den Jungs hingehen wird und ich die Zeit mit dem Sofa verbringen werde.

Ich finde es immer wieder schön, dass sich die Kinder auch für andere Sachen als Lego interessieren. Manchmal überrascht es mich schon, wenn ich sehe, wie gross der Wissensdurst ist. Meine stehen eher auf diese historischen Geschichten und sind meistens sehr erstaunt, wie es eben ‚Früher‘ funktioniert hat.

Museum

Zum Glück gibt es auch solche Unternehmungen statt nur Gerenne zum Neuro, Physio usw. ❤

 

 

 

 

Für mehr Reflexion und weniger Gedichte!

Ich mag den Muttertag nicht unbedingt. Meine Kinder hatten trotzdem wahnsinnig Freude daran, für mich ein Geschenk vorzubereiten und ich denke, sie haben ganz andere Beweggründe dafür als ich damals. Tina hat sehr schön über Gedanken zum Muttertag geschrieben.

Avatar von TinaWerdenundSein

Meinen Muttertag feierte ich schon am Freitag im Kindergarten. Die Erzieherinnen hatten gemeinsam mit den Kindern ein Muttertags-Picknick mit Gesang, Gedicht und Geschenk vorbereitet. Das war wirklich sehr rührend, als die Kinder im Chor sangen: „Mama, ich brauche dich, Mama, hast du Zeit für mich? …. “ und nicht nur ich kämpfte heftigst gegen die aufsteigenden Tränen der Rührung.

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Doch als die Kinder aufgefordert wurden, sich zu ihren Müttern umzudrehen, um das Gedicht aufzusagen, hatte ich den Eindruck, dass sich die Große (5) ein wenig wand und in mir weckte dieser Moment unangenehme Erinnerungen.

Ich mag den Muttertag nicht besonders, sowohl als Tochter als auch als Mutter – zumindest nicht in der Form, wie ich ihn kenne. Die Kommerzialisierung dieses Feiertages zu Ehren der Mütter ist einer der Gründe, doch vielmehr finde ich ihn zwischenmenschlich schwierig. Jemanden zu ehren, zu schätzen, in Hochleben zu lassen, ist schon ohne Termindruck schwierig…

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