Wochenrückblick 14.02.2015

Denise von http://fraeulein-ordnung.blogspot.com stellt diese Frage jedes Wochenende:

Was hat dich in dieser Woche glücklich gemacht?

„Ich zeige 4 – 6 meiner liebsten Fotos aus der Woche und schreibe 1 – 2 Sätze dazu.
Wer Lust hat, kann gerne beim Wochen(glück)-Rückblick mitmachen und sich bis Sonntag Abend verlinken (wer mag, kann dafür das erste Bild mitnehmen). So können wir gemeinsam unser Glück, die schönen Momente und fröhlichen Stunden festhalten.

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In dieser Woche gibt es ganz viele Fotos von Momenten, die mich glücklich gemacht haben oder an denen ich einfach nur Freude hatte.

Sonntags ein Entspannungsbad:

Bodyshop

Bodyshop

Tolle Fundstücke in der alten Wohnung meiner Freundin. Dazu ein Aufeinandertreffen mit ehemaligen Schulfreunden, die ich über 10 Jahre nicht gesehen habe.

Faber Castell

Faber Castell

Am Montag waren beide Jungs bei Freunden zum Mittagessen verabredet. Nach dem Putzmorgen gab es eine ordentliche Portion Sushi für mich! Alleine! Auf dem Sofa verputzt:

Sushi

Sushi

Da kommt man nach dem Sport in die Küche und trifft auf perfekte Sonnenstrahlen:

Morgensonne

Morgensonne

Die Sonnenstrahlen in meiner Küche erinnern mich an Frühling und steigern meinen Tatendrang. Deshalb enteise und putze ich den ganzen Kühlschrank:

Eisfach

Eisfach

Da ich mit dem Kühlschrank so beschäftigt bin, entschliesse ich mich, für das Mittagessen Junkfood zu besorgen. Jungs sind überglücklich obwohl wir um eine Portion Pommes betrogen wurden 🙂

Junkfood

Junkfood

Das Auto wurde durch die Waschstrasse gefahren. Wenn es nach den Kindern gehen würde, könnten wir täglich dort vorbei:

Waschanlage

Waschanlage

Wir haben eine Schulfreundin von mir besucht. Es war ein wunderschöner Nachmittag:

Entspannung

Entspannung

Entspannung pur:

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Space Cowboys an der Schulfasnacht:

Space Cowboys

Space Cowboys

Ein Date mit einer befreundeten Mutter inkl. Ikeaeinkauf:

Blümchen

Blümchen

Auf diesem Wege wünsche ich uns allen einen guten Start in die neue Woche ❤

Putzfee! …ein neuer Versuch

Über meine Erfahrung mit der Haushaltshilfe habe ich ja mehrfach berichtet. Vor einigen Tagen habe ich mich mit der Vorgesetzten, also der Chefin der Haushaltsfeen, getroffen. Jetzt wurde ich von einer Leserin darauf aufmerksam gemacht, dass ich über den Ausgang des Gespräches ja noch garnicht berichtet habe! Ich habe mich offenbar noch nicht an das regelmässige bloggen gewöhnt, obwohl ich es selber bei Lieblingsblogs nicht erwarten kann zu lesen, wie etwas ausgegangen ist. Heute habe ich die 10’000 Aufrufe-Marke auf dem Blog geknackt und das ist so viel mehr als ich es mir je gedacht habe.

Ähm, ich schweife ab! Jedenfalls, woooohooooo! Ich möchte gerne regelmässig über meinen Alltag schreiben. Tagebuch kann so befreiend sein!

Die Chefin der Haushaltsfeen ist also bei mir vorbeigekommen. Vor diesem Termin war ich schon zwei Tage völlig schlecht gelaunt und genervt. Die Szenen mit meiner Haushaltselfe spukten immer wieder in meinem Kopf herum. Und natürlich regte ich mich immer wieder darüber auf, vor allem weil ich es so lange mitgemacht habe. Dann regte ich mich auf, das ich mich darüber aufrege. Das habe ich schön auf Twitter dokumentiert. Hach, ein Teufelskreis. Jedenfalls war ich schon ziemlich aufgeladen als die Frau Chefin kam. Sie fragte mich zuerst aus wie es mit der Gesundheit steht. Danach hat sie gefragt, warum es nicht geklappt hat mit der Haushaltsfee. Und da brach es aus mir heraus! Ein Wortschwall ohne Punkt und Komma. Die Frau Haushaltsfeenchefin hat sich hie und da was notiert, aber ich konnte nicht aufhören! Erst als ich alles ausgespuckt habe, konnte ich mal tief Luft holen und sie fragen, ob ich übertreiben würde, wenn ich jemand anderen verlange. Sie hat mir in allen Punkten Recht gegeben. Sie hat auch erwähnt, dass sie wohl mit dieser ‚Fee‘ eine Schulung machen müssen und sie nochmals über einige Punkte, auch Hygiene, aufklären müssen. Sie hat versprochen, jemand anderes zu schicken. Vor allem liegt es nicht in der Kompetenz einer Haushaltshilfe zu entscheiden ob und wie stark jemand krank ist. Das war auch einer der Punkte, der mich extrem geärgert hat.

Wie das so bei mir manchmal ist, habe ich am Abend ein schlechtes Gewissen gehabt, dass ich alles erzählt habe. Ich hätte vielleicht auch etwas zurückhaltender sein können oder etwas diplomatischer. Aber andererseits hat mich diese Person extrem beleidigt und wollte nie ein klärendes Gespräch mit mir führen.

Am Montag ist dann die neue Haushaltshilfe gekommen. Was soll ich sagen…sie hat das Putzmittel auf den Wasserhähnen einwirken lassen…als sie ging, waren die Böden noch nass…ich höre schon die Glöckchen bimmeln 🙂

Der Schein

Manchmal kann der Schein trügen.

Nehmen wir meinen letzten Blogeintrag über meinen Wochenrückblick. Liest sich doch schön und die Fotos schreien nach Liebe, Freude und Eierkuchen. Alle diese kleinen Dinge, die ich fotografiert habe, weil sie mich glücklich gemacht haben. Sie haben mich wirklich glücklich gemacht, aber im Hintergrund war es manchmal nicht so rosig wie es scheint.

Nach dem Abendessen mit meinen Freundinnen konnte ich nicht einschlafen. Habe ich seit ca. 1.5 Jahren. Also wenn ich weggehe, schlafe ich in dieser Nacht jeweils schlecht.

Die Blumen vom Mann waren sehr schön. Das ich aber meistens schlecht schlafe wenn er weg ist, das lassen wir. Ich stelle mir immer vor, ich würde tief wie ein Stein schlafen und nicht hören, falls irgendwas los ist.

Herbstferienanfang! Ich freue mich sehr, wenn die Kinder Ferien haben! Das bedeutet für mein Hirn aber auch, von 6.30Uhr bis 20.00Uhr dauerhafte Beschallung. Permanent. Drei Wochen lang.

Nach dem Ausflug mit meinem Bruder bin ich auf dem Sofa zusammengebrochen. Ich war einfach nur noch erledigt, müde und erschöpft.

Dazu habe ich einen Ausflug geplant. Ich wollte mit einer Schulfreundin und meinen Jungs, eine andere Schulfreundin besuchen. Wir haben uns sehr auf den Ausflug gefreut und vor allem, wollte ich die Beiden endlich wieder treffen. Jedenfalls war mir das ganze Wochenende übel. Am Montag ging es mir immer schlechter und mein ganzer Körper rebellierte. Meine Haut tat mir weh und ich hatte in vielen verschiedenen Knochen Schmerzen. Nachdem es am Montag Nachmittag immer schlimmer wurde, habe ich beschlossen, den Ausflug abzusagen. Das hat mich wirklich sehr, sehr geärgert. Aber es blieb mir nichts anderes übrig. Wenn ich es durchgezogen hätte, weiss ich, dass ich die nächsten Tage körperlich völlig fertig gewesen wäre. In der Nacht hatte ich Kopf und Gliederschmerzen und heute ist klar, dass ich vermutlich eine Art Magen-Darm-Grippe bekommen habe.

Ich möchte nur sagen, es ist nicht alles Gold was glänzt. Soweit wie möglich, versuche ich alle diese schönen Dinge und Momente in meinem Alltag zu sehen. Manchmal braucht es nur etwas genaueres Hinsehen um das Schöne zu sehen. Jeden Tag aufs neue…und manchmal nützt es auch, die Brille zu putzen…

Kindern MS erklären

Eltern wissen, wie feinfühlig Kinder sein können. Meine z.B. haben sehr lange Antennen (HSP, unten noch ein Link darüber). Der grosse Sohn behauptet, wir seien noch immer mit einer glitzernden Nabelschnur verbunden. Wenn er in der Nacht aus einem schlechten Traum aufwacht, dann sieht er die glitzern und weiss, dass ich im anderen Zimmer bin.

In der Zeit meiner Diagnosestellung habe ich als erstes den Neurologen gefragt, wie man eigentlich die Kinder informiert. Er fand auch, dass man das Kindern altersgerecht erklären sollte. Nach zwei Arztbesuchen hintereinander waren meine Kinder schon ziemlich seltsam und haben sich sehr auffällig verhalten. So habe ich beschlossen, sie sofort einzuweihen.

Als die Kinder noch kleiner waren, habe ich ihnen bei Erkältungen erklärt, dass sie im Körper kleine Kämpferzellen haben. Diese können sie sich als Bagger vorstellen. Diese Bagger sind sehr fleissig und schaufeln Bakterien und Viren aus dem Körper und so wird man schnell wieder gesund.

Ich habe ihnen dann erklärt, dass einige meiner Bagger kaputt gegangen sind und nicht nur Viren und Bakterien bekämpfen, sondern auch Nervenbahnen. Nervenbahnen sind kleine Autobahnen, die durch den Körper führen und Informationen von unserem Kopf z.B. in den Finger schicken und wir so die Finger bewegen. Meine Bagger sind so kaputt, dass sie versehentlich diese Autobahnen angreifen und kaputt machen. Wenn diese Nervenautobahnen kaputt gehen, dann kann ich vielleicht die Hand nicht gut bewegen. Die kaputten Autobahnen machen sehr müde weil sich die Informationen über langsame Dorfstrassen bewegen müssen und vielleicht auch mal einem Traktor hinterher fahren müssen.

Ich müsse jetzt eine Untersuchung machen und die heisst Lumbalpunktion. Da wird eine lange Nadel in meine Rückenautobahn gesteckt und etwas Flüssigkeit rausgenommen. Diese Rückenautobahn ist sowas wie eine 10-spurige Super-Autobahn. Wenn man einen Tropfen dieser Flüssigkeit unter einem Mikroskop vergrössert, dann kann man die kleinen kaputten Bagger erkennen. Danach kann man Medikamente nehmen, die die kaputten Bagger aussortieren und verhindern, dass die Bagger nicht so viel kaputt machen. Meine Kinder haben mir zugehört und Fragen gestellt. Danach war die Sache erledigt und sie gingen wieder ganz normal spielen.

Nach der Lumbalpunktion wollten sie die Einstichstelle anschauen. Da war aber nur ein kleines Pflaster drauf, also völlig unspektakulär. Sie wollten wissen, ob denn die grosse Nadel weh getan hat und ob ich dabei weinen musste. Ich habe ihnen erklärt, dass der Arzt zuerst mit einer ganz kleinen Nadel die Stelle betäubt hat und ich deshalb die grosse Nadel nicht gespürt habe. Ich musste also nicht weinen, aber etwas Angst hätte ich schon gehabt. Fertig. Sie wussten Bescheid und verhielten sich wieder ganz normal.

Als die Diagnose fest stand und ich mit den täglichen Spritzen angefangen habe, wollten sie unbedingt bei meiner ersten Spritze dabei sein. Die MS-Krankenschwester war ganz begeistert, dass ich die Kinder mit einbezogen habe und kein Geheimnis daraus gemacht habe. Wir haben die Spritze in das Gerät eingefädelt und ich habe es mir auf dem Sofa bequem gemacht. Sie mussten unbedingt daneben stehen weil sie einfach nur sensationsgeil waren. Nach der Spritze haben sie genau beobachtet ob ich denn sicher auch nicht weinen muss. Danach war die Spritze völlig in unserem Alltag intergriert. Manchmal haben sie sich darum gestritten, wer jetzt den Spritzenauslöser drücken darf.

Mir hat es einmal mehr gezeigt, dass man Kindern vieles zutrauen kann. Bei meinen ist es besser, wenn ich sie mit einbeziehe statt etwas zu verheimlichen versuche. Kinder haben so feine Antennen und die spüren, wenn etwas in der Luft liegt. Wenn man sich die Zeit nimmt und ihre Fragen beantwortet, ist es für alle viel angenehmer. Sie sind jetzt übrigens 8 und 5 Jahre alt.

Als ich das Medikament umgestellt habe und wusste, dass mein Immunsystem geschwächt ist, habe ich ihnen erklärt, warum es so wichtig ist, dass sie die Hände waschen wenn sie nach Hause kommen. Es war für sie völlig logisch und die nächsten Tage haben sie sich auch daran gehalten. Irgendwann haben sie das wieder vergessen, aber wenn ich verlangte, dass sie sich die Hände waschen, gab es keine Diskussionen.

Zwischendurch, als ich unter Nebenwirkungen litt, hat sich der grosse Sohn sorgen gemacht. Er hat sich gefragt, ob ich denn an dieser MS sterben könnte. Das war ziemlich schlimm für mich und es hat mich sehr traurig gemacht, dass sich ihre kleinen Kinderseelen solche Sorgen machen müssen. Ich versuche deshalb immer, ihnen diese Angst zu nehmen und möchte eigentlich nicht verheimlichen oder schönreden. Im Sommer, als sie mitbekommen haben, dass mir die Haare ausfallen, haben sie mir eine Kräutermischung gemacht. Diese soll mir bei der MS helfen und auch bei Haarausfall. Diese Empathie rührt mich immer wieder. Meistens habe ich ein schlechtes Gewissen, dass sie eine kranke Mutter haben und manchmal bilde ich mir ein, dass sie kein unbeschwertes Leben haben. Andererseits weiss ich, dass ich mir viel Mühe gebe, dass sie eben doch unbeschwert aufwachsen.

Jedenfalls würde ich es jederzeit wieder so machen. Ich rede mit meinen Kindern und erkläre ihnen was gerade Sache ist. Ich als Kind habe diese heimlichtuerei von den Eltern oder Erwachsenen gehasst! Auch jetzt kann ich es nicht leiden, wenn ich das Gefühl habe, dass da was im Busch ist und ich nicht weiss was es ist.

Fazit: spricht mit euren Kindern und erklärt es ihnen altersgerecht.