Wochenrückblick 23.04.2016

Mein Wochenrückblick in Bildern

Wochenrückblick ist einer meiner liebsten Blogbeiträge. Ich nehme mir die Zeit, über die vergangene Woche nachzudenken und suche meine liebsten Momente zusammen. Das Leben ist zu kurz, um sich nur mit schlechten Tagen zu beschäftigen, oder?

Die Idee kommt ursprünglich von Denise Fräulein Ordnung

Frühlingsferien gehen weiter 18.04.-22.04.2016

Diese Woche hatten wir bereits die zweite Woche Frühlingsferien. Da unsere Ferienwoche in den Bergen total verregnet war, hatten wir diese Woche dafür tollstes Frühlingswetter! Zwischen durch war es mir an der Sonne tatsächlich schon zu heiss. Das kann ja heiter werden mit den steigenden Temperaturen. Ich hoffe nur, dass sich meine Hitzesensibilität nicht mit jedem weiteren MS-Jahr noch verstärkt. Es gab Unmengen von Früchten für die Nachmittagspause im Garten:

Kinder im Garten

Ich habe ein tolles Bärlauch Gnocchi Rezept von Liebesbotschaft nachgekocht. Klappt super einfach und ist sehr lecker! Bei uns gab es einen Griechischen Salat dazu.

Bärlauchgnocchi

Bärlauch-Gnocchi:

500 g Kartoffeln, mehlig kochend

80 g Mehl (etwas mehr zum Rollen)

60 g Hartweizengrieß

2 Eigelb

Prise Muskat

Prise Kümmel

etwas Butter

40g Bärlauch 

Die ungeschälten Kartoffeln mit Kümmel und Salz im Topf weich kochen. 

Das Wasser abschütten, die Kartoffeln pellen und ausdampfen lassen. 

Dann durch eine Kartoffelpresse drücken und mit Mehl, Grieß, dem feingehackten Bärlauch, Salz, Muskat sowie 
den Eigelben zu einer glatten Masse verkneten - falls nötig, etwas mehr Mehl hinzufügen.


Die Masse in schmale Rollen formen, und daraus kleine Teigstückchen schräg abschneiden.

Im kochenden Salzwasser portionsweise wenige Minuten lang garen, bis sie an der Oberfläche schwimmen, dann 
mittels einer Schöpfkelle herausnehmen und im Sieb abtropfen lassen.

Anschließend in einer heißen Pfanne in etwas Olivenöl und Butter anbraten.

Im Garten blüht jetzt alles ziemlich gleichzeitig und die Blumenbeete sind schon am überquellen. Nicht nur mit wunderhübschen Blümchen, sondern auch mit unendlich viel Löwenzahn. Aber, ich finde Löwenzahn in kontrollierten Mengen, eigentlich sehr schön auch wenn es den bösen Namen ‚Unkraut‘ hat. Nachdem mich spontan noch die Lust auf Gartenarbeit gepackt hatte, habe ich meinen Glitzerpulli vollgesaut. Danach war mir zu heiss und mein Pulli…naja…aber- Gartenarbeit mit Stil!

Gartenarbeit

Ich verrate euch ein kleines Geheimnis! Ich habe seit 9 Tagen nicht mehr geraucht! Also gut, in den 9 Tagen habe ich 1 1/2 Stück geraucht und bin sehr stolz auf mich! In dieser Zeit ist es aber nicht gerade einfach für mich. Weil ich Angst hatte das Haus zu verlassen und somit in potenzielle Rückfallgefahr zu geraten, habe ich sogar das Brot selbst gebacken. Ja…soweit ist es schon! Wann höre ich eigentlich auf, alle 5 Sekunden an eine Zigarette zu denken? Erfahrungen, Tipps, hmm?

Brot selbstgebacken

Eine wirklich grosse Schüssel Birchermüesli zum Abendessen.

Birchermüessli

Und wie euch sicher aufgefallen ist, dreht sich zur Zeit alles ums Essen. Ich habe bereits 2kg mehr auf den Rippen. Aber dieser grüne Smoothie ist einfach sehr lecker und mit geraspellter dunkler Schokolade drauf, lieben ihn sogar die Kids!

greensmoothie

Am Freitag 22.04. hatte ich meinen 37 Geburtstag und habe von den Jungs ganz liebe selbst gebastelte Karten bekommen. Diese hier ist von meinem 7 jährigen Sohn und ich bin schon etwas hin und weg:

Geburtstagskarte

Der Plan war am Abend die Kinder zu meinen Eltern zu bringen und mit dem Mann ein Date zu haben. Die Kids haben mitbekommen, dass wir gemeinsam Essen gehen möchten und waren total enttäuscht, dass sie nicht mit dabei sind. Also haben wir kurzerhand etwas umdisponiert und sind zu viert zum Lieblingsthailänder zum Abendessen. Nach dem Essen haben wir noch einen kleinen Abstecher zur Bar meines Bruders gemacht. Die Jungs finden das dann immer ziemlich cool weil Ausgang und so.

Am Ende sind wir alle glücklich und zufrieden ins Bett gefallen und ich hatte einen wunderbaren Geburtstag!

Happy Birthday to meeee:

selfie

Am Montag sind die Frühlingsferien vorbei und der Alltag geht wieder in seinen geordneten Bahnen weiter.

Ich wünsche euch eine ganz tolle Woche! ❤
Liebe Grüsse, Katarina

satch pack Schulrucksack – Rezension

Wir sind bekennende Ergobag Fans und weil bei uns die vierte Klasse schon ganz laut ruft, gibt es heute eine Satch Pack Rezension*/ Produkttest

Unsere Ergobags

ergobag

Bei uns zu Hause tummeln sich seit drei Jahren ein Brumm Brumm Bär und seit einem Jahr der Karoala Bär. Weil die Zeit mit Kindern schnell vergeht, ist ganz neu und frisch einer der Grossen eingezogen! Der Sohn durfte zwischen einem satch pack und einem satch match entscheiden. Da er nicht Fussball spielt und zur Zeit auch nicht mit dem Fahrrad in die Schule fährt, entschied er sich für einen satch pack ohne die variable Fronttasche. Ein satch pack Firecracker in den unwiderstehlichen Farben von Feuer und Flamme!

satch firecracker

Der grosse Sohn konnte seinen neuen satch pack für die weiterführende Schule bereits auswählen. Seine Entscheidung fiel sehr schnell und es war klar- ein Rucksack, welcher Feuer und Flamme heisst und auch noch so aussieht, dass der einfach seiner sein muss.

satch auf dem Rücken

Letztes Jahr habe ich HIER bereits über unsere Ergobag-Liebe geschrieben. Ich muss sagen, seither hat sich tatsächlich nichts an meiner Meinung geändert. Der Ergobag vom grossen Sohn nähert sich dem Ende seiner dritten Klasse und er ist noch immer in gutem Zustand. Die Farben leuchten noch immer, die Gurte halten und funktionieren, das Schlampermäppchen hat das Federmäppchen abgelöst weil dieses tatsächlich nicht mehr intakt ist. Die Heftebox benutzt er nicht mehr und hat sie gegen eine kartonierte Mappe ausgetauscht weil er damit besser klar kommt. Langsam fällt auf, dass der Ergobag nicht mehr von alleine stehen kann und somit halt irgendwo angelehnt werden muss (was ich persönlich nicht als schlimm empfinde). Da der Sohn über 1.40m gross ist, sieht es jetzt so aus, als ob das Kind aus dem Schulthek rausgewachsen ist (auch hier meiner Meinung nach, reine Optik).

Satch Pack

Der Satch Pack ist für eine Körpergrösse von 1.40-1.80m gedacht. Dieser kann genau so wie der kleinere Bruder Ergobag, auf die jeweilige Körpergrösse eingestellt werden.

satch grösse einstellen

Die Beckengurte und ein höhenverstellbarer Brustgurt sind genau so dabei! Meine Jungs benutzen beide immer die Becken-und Brustgurte. Sie finden es sehr praktisch, dass die Gurte dadurch nicht von den Schultern herunterrutschen. Dadurch hat auch der satch die Ergonomieanforderungen eines Trekking-Rucksacks. Wir haben die Rucksäcke tatsächlich auch schon für Wanderferien benutzt.

Die Aufteilung vom satch ist natürlich eine Geschichte für sich! Wir sind sehr begeistert und ich würde den Rucksack am liebsten für mich behalten. Der Rucksack hat ein 30l Fassungsvermögen. Unterteilt wird das in drei verschiedene Fächer. Eine Fronttasche mit Schlüsselring und langem Band, zwei Reissverschlusstaschen, gepolsterten Handy- und Tabletfächern, Stifteschlaufen.

satch fronttasche

Dazu noch zwei grosse Abteilungen für bessere Ordnung der Hefte und Bücher. Mit den Seitenschnallen kann man das Gewicht komprimieren indem man die fester anzieht und der Rucksack dadurch schön kompakt bleibt.

satch innenleben

Was die Sichtbarkeit anbelangt, ist der satch an den Seiten mit Reflektorsaum eingekleidet. Wie gut die Reflektoren in der Dunkelheit oder beim trüben Wetter sichtbar sind, kann ich nicht so gut beurteilen. Wenn man aber im abgedunkelten Raum mit einer Taschenlampe etwas darauf leuchtet, dann leuchten die Reflektoren gut sichtbar. Beim Ergobag haben wir bei beiden Kindern die Sicherheitssets angebracht.

Umweltschutz

Der satch wird bei uns ab dem Sommer mit Feuer und Flamme in die vierte Klasse kommen! Ich bin überzeugt, dass dieser genau so gute Dienste leisten wird wie der Ergobag. Unser Sohn ist jedenfalls sehr zufrieden. Vor allem spielt für ihn die Umwelt immer noch eine sehr grosse Rolle. Für die Herstellung von einem satch pack werden Materialien aus 29 0,5l PET-Flaschen verwendet. Er hat in der Schule gerade ein Referat über Meeresverschmutzung geschrieben. Während er Informationen dafür gesucht hat, hat er gelesen, wie schlimm Plastik ist. Es hat ihn sehr beunruhigt, dass Plastik so lange braucht, bis es abgebaut ist. Deshalb ist er sehr stolz, dass er einen Schulthek hat, der eben viel mit Umweltschutz zu tun hat.

satch detail

*Auf diesem Wege danken wir der Firma satch für den zur Verfügung gestellten Firecracker!

Wochenrückblick Frühlingsferien Tessin 16.04.2016

Mein Wochenrückblick in Bildern

Wochenrückblick ist einer meiner liebsten Blogbeiträge. Ich nehme mir die Zeit, über die vergangene Woche nachzudenken und suche meine liebsten Momente zusammen. Das Leben ist zu kurz, um sich nur mit schlechten Tagen zu beschäftigen, oder?

Die Idee kommt ursprünglich von Denise Fräulein Ordnung

Frühlingsferien 08.04.-18.04.2016

Diese Woche sind wir in den Frühlingsferien im Verzascatal Tessin. Leider haben wir eine Woche mit ganz viel Regen erwischt. Trotzdem haben wir die seltenen Sonnenstrahlen um so mehr geniessen können.

Die erste Wanderung über 7km haben wir geschafft und als wir kurz vor dem Haus waren, setzte der Regen ein. Das nenne ich Timing Baby!

Steinhaus

Unser Rustico ist sehr hübsch und sehr gemütlich. Im UG haben wir eine offene Küche mit Esstisch und eine gemütliche Wohnstube. Im OG befinden sich zwei Schlafzimmer und ein Badezimmer. Das Steinhaus ist auf einem wirklich steilen Hang. Hier unten sieht man unser Auto. Ich stehe oben auf der letzten Stufe. Das echt tolle daran ist, dass wir sowas wie einen Warenlift haben! Also haben wir unser ganzes Gepäck mit dieser Seilbahn nach oben befördert.

Frasco Verzasca Tessin

Der Ausblick nach rechts vom Haus in die Richtung von Sonogno. Das ist das letzte Dorf im Verzascatal. Dort gibt es eine Bäckerei mit sehr speziellen Öffnungszeiten 9.00h-10.00h!

Blick nach Sonogno von Frasco Verzasca Tessin

Wie gesagt, das Wetter versucht uns zu ärgern und immer wieder regnet es Bindfäden. Also gingen wir statt zu Fuss wiedermal mit dem Auto die Gegend erkunden. Das ist der Verzasca Staudamm der mit 220m wirklich sehr sehr hoch ist!

Staudamm Verzasca Tessin James Bond Trailer

Ich als Höhenangsthase musste doch trotzdem ein Foto machen. Der Blick nach unten durch das Handydisplay ist dann doch etwas weniger schlimm… Hier wurde übrigens u.a. der James Bond gedreht und somit wird der Goldeneye Bungee Sprung angeboten. Ein Freund von uns ist da auch schon gesprungen…aber der ist etwas verrückt.

Blick von Staudamm Verzasca Tessin James Bond

Donnerstag war endlich DER Tag! Von früh bis spät Sonne satt! Das haben wir für eine 10km Wanderung genutzt. Hier eine Nachmittagspause an der Verzasca. Tatsächlich gab es davon einen Sonnenbrand an der Nase.

10km Wanderung Verzasca Tessin

Die Kinder haben am Fluss Staudämme gebaut, der Mann vor sich hingedöst und ich habe barfuss im Sand solche Steintürme gebaut. Herrlicher Tag!

Steinturm Wanderung Verzasca

Am Freitag haben das Freilichtmuseum Swissminiatur besucht. Zwischendurch kam auch die Sonne raus. Den Kindern hat der Ausflug sehr gefallen.

swissminiatur Tessin

Heute regnet es wieder ununterbrochen. Ich habe schon gegoogelt ob diese Region von Hangrutsch bedroht ist. Echt ej! Die Kinder beschäftigen sich entweder mit Kartenspielen oder streiten. Gerade erstellen sie ein Video mit Serienfotos der Fotokamera. Sehr coll! Schlechtes Wetter hat auch immer etwas Gutes!

Am Montag kommt dann endlich das tolle Frühlingswetter und dann reisen wir auch wieder nach Hause ab.

Ich wünsche euch eine ganz tolle Woche!
Liebe Grüsse, Katarina

Erstes Ski-Lager als Mutter!

An unserer Schule gehen die Kinder in der dritten Klasse, also mit 9 Jahren, für eine Woche ins Skilager. Wie schon mehrfach erwähnt, bin ich ein ganz grosser Kontrollfreak. Ich muss alles unter Kontrolle haben und für alle Eventualitäten vorbereitet sein. Ist einfach so, sonst werde ich nervös und unausstehlich. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht spontan sein kann!

In der Schule haben sie schon frühzeitig angefangen, die Kinder auf das Skilager vorzubereiten. Sie haben die Menüliste zusammen gemacht, die Ämtli verteilt. Es wurde erklärt, wie der Ablauf im Skilager ist und was man dort alles machen wird. Ich denke, die Lehrerin hat ihnen das soweit sehr schmackhaft gemacht. Jedenfalls hat sich mein Sohn, nach anfänglich kritischem Bedenken, sehr auf das Skilager gefreut. Er konnte es kaum erwarten bis sie endlich fahren können.

In den Monaten davor, hat mich der Gedanke daran schon sehr nervös gemacht. Mein Sohn ist vom Naturell her sehr abgelenkt. Er ist ein verträumtes Kind mit sehr viel Fantasie. Anders ausgedrückt: Er hört nicht zu, vergisst alle Anweisungen sofort und steht dann da und hat keinen Plan, was gerade besprochen wurde. Er musste halt über etwas viel wichtigeres nachdenken. Das weiss ich und ich kann es soweit auch nachvollziehen, weil ich ja auch so ein ADS Typ bin. Daher kommt auch mein Kontrollwahn…ohne Kontrolle endet alles im Chaos.

Der Sohn kennt sich selber auch sehr gut und spricht das am Wochenende vor dem Skilager auch an. „Mama, ich höre ja nicht so gut zu und meistens vergesse ich auch sofort alles. Was mache ich, wenn die Lehrerin uns Anweisungen zum Treffpunkt und Zeit gibt und ich höre das nicht? Es könnte sein, dass ich mich zwar sehr konzentriere und zuhöre und auf der Skipiste das vielleicht wieder vergesse und die anderen gehen ohne mich weiter…“  Tja, davor habe ich ja tatsächlich auch Panik. Und vor allem ist mein Sohn von der Art her so unscheinbar ruhig und könnte tatsächlich schnell vergessen gehen.

Wir haben also am Wochenende alles zusammen gepackt. Er fand mein organisiertes Vorgehen ziemlich cool! Mama, du machst das so gut und hast für alles einen Plan. So hat man total die Übersicht und vergisst praktisch nix. Hach, Balsam für die Seele sag ich da!

Erstaunlicherweise war ich an diesem Wochenende vom Kopf her völlig entspannt. Das Bauchgefühl kribbelte und versuchte all die Horrorgeschichten zum Kopf hoch zu funken. Immer diese Entscheidungen…Kopf oder Bauch. Ich habe mich jedenfalls sehr zusammengerissen und wollte nicht, dass sich meine Nervosität auch noch auf das Kind überträgt. Denn wir wissen, Kinder spüren und merken aaaaalles und meine kopieren unbewusst meine Stimmungen.

Sonntag um 22.30 Uhr machte mein Mann DEN Fehler. Er sagte zu mir, dass das Kind niemals die schwere Tasche und dazu noch die Skiausrüstung tragen kann. Sowas kann ich dann überhaupt nicht haben! Die Tasche war perfekt gepackt inkl. Schlafsack, Skihelm und den Skischuhen, die links und rechts in der Tasche verstaut waren. Also um 23Uhr noch die andere Reisetasche mit Rollen aus dem Keller holen und alles umräumen. Alles verstaut, aber ich wusste, dass das Kind die Tasche niemals alleine wieder zubringen wird. Der Mann verunsicherte mich tatsächlich noch ein mal mit der Bemerkungen, dass ihm die rollende Reisetasche im Schnee auch nix nützt. Hrmpf!

Am Montag, als wir im Auto sassen, hatte das Kind einen kurzen Moment von mimimi, Mama, ich habe doch etwas Angst. Erstaunlicherweise hat er sich sofort wieder gefangen und war bereit. Um 7.30 Uhr standen wir pünktlich auf dem Schulparkplatz! Das Gepäck und die Skiausrüstung wurde eingeladen. Ein Kind weinte, die anderen waren völlig aufgekratzt, die Eltern lächelten mehr oder weniger gequält. Kurze Verabschiedungsrunde und um 8.00Uhr fuhr der Car ab. Fort. Weg. In diesem Moment habe ich mir so sehr einen Schnapps gewünscht.

Die Tage ohne ihn waren echt hart. Ich hatte innerlich ein gutes Gefühl und eigentlich keine Angst. Es war tatsächlich ein richtig fieses Vermissen. Das schlimmste für uns war, dass wir keine Infos hatten – Funkstille von Montag bis Freitag. (Unsere Kinder waren auch schon für mehrere Tage bei meinen Eltern, da wussten wir aber, dass es ihnen gut geht.) Das ist ein ganz anderes Gefühl, man ist einfach machtlos und muss die Kontrolle abgeben! Der kleine Sohn hat sehr unter Brudervermissen gelitten und hat sich eine Streichliste mit Tagen bis zu seiner Rückkehr gemacht. Schon am Morgen wurde der jeweilige Tag zur Hälfte durchgestrichen.

streichliste

Jeden Tag, an dem keine Meldung vom Skilager kam, wusste ich, dass alles gut läuft. Sie würden nur dann anrufen, wenn etwas nicht gut ist. Also ist kein Anruf, ein gutes Zeichen.

Mein kleiner innerer Monk sass wimmernd in der Ecke und wurde vom Kontrollfreak immer wieder gestichelt!

Endlich war die Woche rum und am Freitag war ich dann doch extremst aufgeregt. Als dann die SMS kam, dass sie eine Stunde früher zurück kommen, da war kein Halten mehr. Ich musste also noch eine Stunde warten, bis ich sehe, ob er wieder aus dem Car aussteigt. In den letzten 30min. habe ich versucht, mich mit Gartenarbeit abzulenken bis ich den Car vorbeifahren sah. Zufall! So schnell habe ich noch nie meine Autoschlüssel gepackt und mit dem kleinen Sohn zur Schule gefahren! Dann war der Moment da! Die Kinder stiegen aus dem Car aus und ich war echt sehr angespannt! Da sah ich ihn! Ich sag’s euch, dieses Gefühl ist echt unbeschreiblich! Ich hab wie ein Groupie die Arme in die Luft geworfen und seinen Namen gerufen. Vermutlich fand er das ziemlich peinlich wie seine Mutter wie ein pickeliger Teenie ausgeflippt ist. Aber so war es! Ich war so erleichtert und glücklich und hätte am liebsten die ganze Welt umarmt. Da musste ich tatsächlich Freudentränen zurückhalten.

Der Sohn war glücklich! Etwas erkältet, aber sowas von tiefen entspannt und ausgeglichen. Überall um uns herum war die grosse Freude und die Erleichterung zu spüren. So ein herrliches Gefühl. Danach hat er erzählt und erzählt und erzählt.

Was ich ganz toll fand, waren die Geschichten, wie er sich um Problemlösungen bemüht hat. Er brauchte lange um alleine die Skischuhe anzuziehen. Also sei er jeweils 5min. vor den anderen in den Keller, damit er mehr Zeit hat. Oder wie er an einem Tag lieber nicht am Skirennen teilnehmen wollte, weil er bis zum höchsten Gipfel nicht fahren wollte (Höhenangst). Der Lehrerin das mitgeteilt hat und sich dann um ein verletztes Mädchen den ganzen Nachmittag im Haus gekümmert hat.

Wir sind in diesen 5 Tagen alle ein grosses Stück weiter gewachsen. Ich und mein Kontrollfreak – der Sohn und seine Selbstsicherheit. Ihm hat es sichtlich gut getan, selbständig und auf eigenen Beinen zu stehen. Das er diese Erfahrung machen konnte, hat mich unglaublich gefreut.

Als Dank für das tolle Erlebnis haben wir der Lehrerin eine schnelle Dankeskarte gebastelt und einen Schokoladenhasen beigelegt. Sofort kam eine Antwort von ihr, dass sie sich wahnsinnig über das Feedback gefreut hat.

Danke! skilager

Das war eine weitere Erfahrung für mich als Mutter. Das erste Skilager!

Auf Instagram und //platform.twitter.com/widgets.js„>Twitter habe ich gepostet: survived Skilager

skilager

Jetzt geniessen wir 4 freie Tage miteinander!

Habt ein schönes Osterwochenende,
Katarina