Über staublos

Multiple Sklerose Blog KATARINA, 39, MS-LIFE-COACH, SEIT 2013 AN MULTIPLER SKLEROSE (MS) ERKRANKT. HIER SCHREIBE ICH ÜBER MEINEN ALLTAG ALS CHRONISCH KRANKE MUTTER ZWEIER SÖHNE, FRAUEN MIT ADHS UND DEN ÜBLICHEN WAHNSINN.

WMDEDGT 01/19

WasMachstDuEigentlichDenGanzenTag Tagebuchbloggen bei Frau Bruellen

Samstag 05. Januar 2019

Gestern habe ich das Tagebuchbloggen ausgesetzt wegen hässlichen Kopfschmerzen. Dabei hätte ich so gerne von diesem jungen Verkäufer bei der Skivermietung erzählt. In Kurzfassung: wir wurden von einem etwa 15 Jährigen jungen Mann, noch in Ausbildung, bedient. Und zwar so professionell und souverän, von ihm könnte sich manch ausgebildeter VerkäuferIn eine Scheibe abschneiden. Habe das natürlich bei der Bezahlung auch mitgeteilt. Also, ohne dieses „Scheibe abschneiden“ natürlich. Neben an stand ein anderer Angestellter, ca. 55j. und hat nur beleidigt die Nase gerümpft. Pfffft! Hätte ich das mit Scheibe abschneiden, doch noch sagen sollen!

Nun zu meinem Tag:

Bis ungefähr 8:00 im Bett geblieben. Danach gab es ein gemeinsames Frühstück und einen 4-er Dreikönigskuchen. Kind2 hat am 06.01. Geburtstag und ist sozusagen bereits der König. Was zu Diskussionen mit K1 geführt hat. Natürlich hat K2 den Tag nicht für sich gepachtet, er darf aber trotzdem auswählen ob wir für morgen einen Dreikönigskuchen kaufen oder doch selber backen.

Als K2 noch sehr klein war, haben wir zwei halt ein wenig am Kuchen manipuliert und K2 wurde halt sehr häufig König. Unser Geheimnis haben wir damals natürlich verraten. Ja, selber schuld Muttern.

Wäsche aus dem Trockner geholt und gefaltet.

Geduscht und Gesicht aufgemahlt.

Um 10:00 hatte ich ein Date mit drei ehemaligen Schulfreundinnen. Weil Frau Holle bei uns ihre Kissen gefühlt ALLE aufgerissen hat, musste ich zuerst das Auto ausbuddeln, dann in Schneckentempo „oh mein Gooooottttt – Schneeee!“ hin fahren, also nicht ich, ich habe keine Angst vor Schnee auf der Strasse. Bin trotzdem zu spät gekommen! Weil eine Freundin kein Alkohol trinkt und ich nur einen Asti dabei hatte, habe ich noch an der Tankstelle einen Orangensaft geholt. Als ich dann dort war, ist mir eingefallen, dass sie Fructoseintoleranz hat!

Wir hatten eine wunderbare Zeit. Viel geredet und sich wieder auf den neusten Stand gebracht. Was auffällig war, dass wir alle 4 in ähnlichen „Umbruch“ Situationen stehen. Es stellen sich ähnliche Fragen. Ob das wohl an der 40 liegt, die auf uns zukommt?

In der Zwischenzeit dem Mann geschrieben, dass sie doch bitte nach der Bibliothek noch den Christbaum abschmücken sollen. Hatten sie aber schon erledigt. Dann am Mittag dem Mann wieder geschrieben, dass ich nicht zum Mittagessen komme und noch länger bleibe.

Gegen 14:00 Uhr musste ich das Auto von etwa 6cm Schneeschicht freibuddeln und in noch grösserer Rutschpartie nach Hause schlittern. Lief aber alles wie am Schnürchen.

Die Jungs sind später mit Nachbarskindern zum Schlitteln aufgebrochen. Mann hat erzählt, dass die beiden ständig gestritten haben, bis er sie in die Zimmer geschickt hat. Scheinbar haben sie ihm noch einen Vortrag zu Erziehungsratgebern gehalten. Es sei nämlich wissenschaftlich erwiesen, dass Strafen bei der Kindererziehung keinen sinnvollen Nutzen hätten. Und würde er das lesen, wüsste auch er Bescheid. So am Rande, wir haben keine Erziehungsratgeber.

Für den Geburtstag den Schokoladenkuchen gebacken. Leider ungefähr 5 Minuten zu lange im Ofen gelassen. Er ist jetzt sehr, ähm, dunkel. Aber mit noch mehr Schokolade oben drauf und Maltesers, fällt das so rein äusserlich gesehen, nicht so auf.

Mit dem Mann die Offerten der Hotels für die Skiferen angeschaut. Uns für eins entschieden.

Mit meiner Freundin telefoniert.

In der Zwischenzeit hat es angefangen zu regnen. Das hat den Jungs aber scheinbar nix ausgemacht und sie sind bis zur vereinbarten Zeit geblieben. Zurückgekommen sind beide klitschnass. Alle tropfenden Skihosen und Skijacken in der Dusche aufgehängt. Versehentlich an die Duschbrause rann gekommen und den klitzekleinen Teil, der noch evtl. trocken war, endgültig nass gemacht. Kappen und Handschuhe im Gang an der Bodenheizung verteilt.

Adventskranz entsorgt und den Rest von Weihnachtsgedöns im Keller versorgt. Die Batterien in den Lichterketten ersetzt, diese lasse ich noch etwas stehen.

Luftballone aufgeblasen und aufgehängt. Geschenke eingepackt.

Mann hat Abendessen gekocht. Beim Abendessen viel über den Abend vor der Geburt erzählt. Auch von der Geburt und wie das so war. Beide Kids sind aus Gründen per geplanten Kaiserschnitt geboren und bei beiden sind viel vorher die Wehen losgegangen. K1 hat zwei Tage vor OP Termin die Fruchtblase gesprengt. Bei K2 lag ich frisch geduscht um 21.00 Uhr im Bett und wollte noch so richtig gut durchschlafen als die Wehen los gingen. So war ich bis 4:00 Uhr im Kreisssaal mit Wehen am Wehenhemmertropf, der aber nicht sehr viel genützt hat.

Jetzt schauen die Jungs mit dem Mann noch YouTube Videos die sie früher so gerne geschaut haben.

Ich schrieb noch mit dem potenziellen Hotel hin und her bis sie mir gerade die endgültige Offerte schickten. Sagen wir mal so, NEIN, einfach NEIN! Ich möchte nicht erwähnen, wie hoch der Preis für 6 Nächte ist. Auch wenn ich sehr kurzfristig dran bin und das Hotel ****s hat mit ganz toller Wellnessanlage und was weiss ich…nein!

Eigentlich sollte ich jetzt nach weiteren Hotels suchen…aber… Prokrastination, Freunde! So, geht jetzt halt zuerst der WMEDGT online…

Habt einen schönen Abend ❤

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Auto zugefroren – Alltaggeblogge

Heute musste ich ja ungeplant ins Büro, wollte aber nicht unbedingt hetzen. Um 6:45 aufgestanden und die Kinder, die auch schon wach waren, aus den Betten gescheucht. Frühstück gemacht und während die Kids frühstückten, meinen ersten Kaffee getrunken. Während der Feiertage habe ich beim Teilzeitfasten ausgesetzt und fange jetzt wieder damit an. Ich esse im 16/8 Zeitfenster d.h. vom Abendessen bis zum Mittag esse ich nicht. Hat mir vorher sehr gut getan und jetzt mache ich da wieder weiter. HIER habe ich mal darüber geschrieben wieso, was und warum.

Geduscht, Haare gewaschen, ein Gesicht gezeichnet und Pickel abgedeckt…ein Hoch auf den Concealer! In der Zwischenzeit haben die Jungs ein paar Spielsachen eingepackt, im Turbolauf Klavier geübt und alle 3 Minuten gefragt ob wir denn jetzt auch endlich abfahren.

Und jetzt bitte bildlich vorstellen:
Mit offenen Haaren stelle ich mich immer ziemlich doof an und das sieht überhaupt nicht grazil oder elegant aus. Finde das total unpraktisch und ist für mich nur möglich, wenn ich wirklich im Büro sitze. Mich also nicht sonderlich gross bewegen muss. Ansonsten fliegen mir die Haare in die Augen, Mund, verheddern sich abwechselnd im Taschengurt, Schal, Jacke, Ohrringen usw.

Also, ich mit frisch geföhnten Haaren, Bürotasche, Handtasche, ein Stoffbeutel (!) mit Abendessenresten für den Mittag, Sporttasche vom Mann weil er die vergessen hat und ich sie ihm mitnehme, ein Kleidersack mit Hemden und Blusen – meine Mutter bügelt nämlich für mich die Hemden. Während mein Mantel auf Halbmast von den Schultern hängt weil nicht zugeknöpft, der Schal in Grösse einer Decke schief runter hängt, stehen wir vor dem Auto, und, es ist zugefroren! Das Kind zieht und rupft und bringt die Türe nicht auf. Glücklicherweise habe ich gestern verkehrt herum parkiert mit Fahrerseite zu den Sträuchern, die ist nämlich nicht so zugefroren und ich kann einsteigen. Ich kratze mindestens 15 Minuten lang bevor wir wegfahren können. Kurz vor der Autobahneinfahrt ertönt dieses Geräusch – PING – die hintere Türe ist offen. Kind ist höchst beunruhigt und ich kann gerade noch auf einen Parkplatz fahren. Die Türe bringt er trotzdem nicht auf. Ich schlage vor, die so zu lassen und weiter zu fahren. Kind findet das eine ganz schlechte Idee und möchte nicht 20km weit die Türe zuhalten. Ich denke eher an dieses – PING – Geräusch vom Auto. Also drückt er nochmals und kriegt sie endlich auf um sie dann auch richtig schliessen zu können. Kinder bei meinen Eltern abgeliefert.

Im Büro richtig produktiv weiter gekommen und einiges fertig geschafft. Musste bei der Pensionskassenänderung noch das Hochzeitsdatum angeben. Datum der Ziviltrauung ist mir aber nicht mehr eingefallen. Also bei Mann angerufen, wusste er auch nicht mehr sicher. Zum Glück sind wir lange schon ziemlich erfolgreich verheiratet, da können uns die Zahlen also egal sein.

Mittagspause mit drei Kollegen verbracht und über Scheidungen und Konkubinatsverträge diskutiert. Dem Kollegen gegenüber, der dieses Jahr heiratet, erwähnt, dass ich das Datum meiner zivilen Trauung nicht mehr weiss. Vielleicht sind ihm ganz kurz die Gesichtszüge entgleist und er hat mich wie ein UFO angeschaut. Hach, die frisch Verliebten ❤ goldig!

Am Nachmittag noch 117 Briefe zur Post gebracht. Weil ich nicht wusste, wo meine Kollegin die Formulare für direkte Abrechnung hat, musste ich in Bar bezahlen. Da man bei der Post aber nur mit Postkarte bezahlen kann und mit keiner anderen Karte sonst, war es ein ziemlich grosser Zufall, dass ich genug Bargeld im Portemonnaie hatte. Dann hat die Dame gesagt, dass wenn ich alle Briefe von Hand stempel, kostet es nur das Porto ohne CHF 5.- Zuschlag. Wenn sie das selber stempeln muss, kostet es eben diese 5.- Zuschlag! Das war schon irgendwie seltsam. Also habe ich alle meine Briefe neben dem Kopiergerät und gefühlt 40 Grad Hitze, selber gestempelt. In der Zwischenzeit habe ich gehört, dass man die Autobahnvignetten auch bei ihnen am Schalter kaufen kann. So habe ich nach dem Stempeln auch noch die Vignette für 2019 gekauft. Normalerweise warte ich bis zum letzten Tag um dann mindestens zwei Tankstellen anfahren zu müssen, weil sie keine mehr haben.

Nach der Arbeit zu meinen Eltern gehetzt um Kind1 abzuholen nur um pünktlich 16:30 das Kind2 von der Geburtstagsparty abzuholen. Aber da war niemand da obwohl in der Einladung 16:30 stand. Nach etwa 15 Minuten habe ich erfolglos versucht bei der Mutter vom Geburtstagskind anzurufen. Um 17:00 kamen sie dann auch endlich nach Hause mit der Begründung, sie hätten so toll gespielt, da seien sie halt etwas länger geblieben. Ich habe äusserlich Ruhe bewahrt, schwör, und habe dann abgewunken. Innerlich war ich gefühlt auf drölfzigtausend. Zu Hause endlich angekommen und die schicken, aber ungefütterten Stiefeletten von den eingefrorenen Füssen abgestreift, da vermeldete das Partykind, dass ihm ziemlich übel wäre und er Kopfschmerzen hat. Juuuhuuuu, nicht. Nach Ibuprofen gegen Kopfschmerzen und eine Runde Kuscheln im Bett, ging es ihm schon besser und ich habe den Kotzkübel wieder mit nach unten genommen.

Später mit Freundin telefoniert und mich echauffiert.

Noch später Abendessen aus dem Kühlschrank geholt, Aufschnitt, Käse, Kresse, Butter usw.

Vorhin rannte ein Fuchs durch unseren Garten und das in einem Raketentempo. Ich war überzeugt, dass der vor unserer Lärmschutzwand nicht bremsen könnte und ging mit Taschenlampe auf die Suche nach ihm. Ich hatte schon Angst, tatsächlich einen verletzten Fuchs zu finden. Aber scheinbar hat der noch gerade so die Kurve gekratzt…hoho…Wortspiel…tschuldigung, ich bin müde. Vorteil Kinder mit gleicher Schuhgrösse: man kann ihre dreckigen Schuhe anziehen um durch den Garten zu stapfen!

Mittlerweile geht es K2 wieder prächtigst und sie toben durch das Haus. Später werde ich noch mit Mann die Termine für meine MS-Gruppen-Treffen abgleichen. Und ganz vielleicht schaffe ich es Skiferien zu buchen. Das habe ich nämlich noch immer nicht gemacht. Die Spannung steigt…

Gute Nacht ❤

Vorbei mit den Festtagen – Tagebuchbloggen

Heute, 02. Januar 2019

Der erste Tag des Jahres mit Normalität und mehr oder weniger Alltag. Nun, der Mann ist wieder ins Büro, hat aber scheinbar doch ausgeschlafen. Ich wurde dann erst so gegen 7:00 Uhr erst richtig wach. Aber er denkt natürlich noch immer, dass ich total übertreibe, wenn ich seine nicht vorhandene Stärke, leise zu sein kritisiere. Viel vorher war ich auch schon wach. Ich dachte nämlich, dass es im Haus nach Kaffee riecht. Da ich aber die einzige bin, die Kaffee trinkt, hat mich das kurz im Schlaf nervös gemacht. Ich bin aber nicht so richtig wach geworden und um aufzustehen und nachzusehen, dafür war es dann doch zu wenig seltsam. Naja. Woher der mysteriöse Kaffeegeruch kam, weiss ich nicht. Kann aber durchaus auch an meiner Schnoddernase liegen. Ich habe mir nämlich passend zu Feiertagen und den freien Tagen eine Erkältung geholt. War aber trotz meinem geschundenen Immunsystem bisher nicht so schlimm. Klopfe drei mal auf Holz, spucke über die Schulter, werfe nach der schwarzen Katze…und so.

Wir haben an den Feiertagen, also am 26.12., weil wir sind total ausgefuchst und bringen beide Elternfamilien an einem Tag über die Bühne! Somit haben wir am 26.12. FREI! Keine Familienfeiern oder sowas! Dafür haben wir drei Zimmer getauscht. Aus dem Elternzimmer wurde Zimmer von Kind1, das Kind1 Zimmer wurde zum Elternschlafzimmer und Kind2 blieb eigentlich in seinem Zimmer. Dafür gab es für beide Kids neue Betten und es wurden halt alle Möbel umgestellt. Gerade noch in der letzten Woche vor Feiertagen vom Schweden geliefert – Timing!

Und jedes der Betten hat 4 Schubladen…ja, der Mann hatte grosse Freude daran! Also, seitdem wir in diesem neuen Zimmer sind, schlafe ich ausgesprochen schlecht! Zunächst ist das Zimmer munzig klein. So richtig klitzeklein. Links und rechts die beiden Nattische, vorne ein Bücherregal (Doppelreihig gefüllt), ein grosser Spiegel und das wars dann. Dafür ein riesen Fenster und Balkon. Wir brauchen aber auch nicht mehr Platz als nur für Schlafen. Naja. Irgendwas ist an dem Zimmer. Vielleicht weil der Kopf jetzt in eine völlig andere Himmelsrichtung liegt, die Steckdose hinter dem Bett summt oder vielleicht eine Wasserader, alter Friedhof oder was auch immer. Ich schlafe scheisse! Und ich träume echt abgefahrene Sachen!

Ja, wie gesagt, Heute wieder Alltag und wie jedes Jahr in den letzten 8 Jahren, fahre ich am 02. Januar zum Einkaufen in einen anderen Kanton. Liegt sozusagen kurz vor der Haustüre. Und jedes Jahr seitdem wir hier wohnen, wundere ich mich, warum es so wenig Verkehr gibt. Wenn ich dann spätestens am Parkplatz vom ersten Laden stehe, merke ich, dass ja in diesem Kanton sicherlich noch Feiertag ist. Nun. Also stand ich da mit den beiden Kids auf dem Parkplatz des Sportladens wo wir die Skiausrüstung mieten wollten. Mit Skisocken im Gepäck weil die Jungs „bäh, auf keinen Fall ziehe ich zum Probieren eins dieser Socken an die da herum liegen!“ Und ich habe gegoogelt. Ja, Feiertag. Deshalb, wie jeden 2. Januar fuhren wir in die Stadt, in den ganz, gaaanz grossen Coop mit ganz, gaaaaaaanz viel Auswahl und Farben und Duft und. Ja. Kurz bevor der Selfscan auf CHF 300.- gesprungen ist, ist K2 dann doch etwas nervös geworden. Scheinbar war ihm bisher nicht bewusst gewesen, wie viel es kostet, Waschmittel und Vorratsschränke sowie Gemüse und Früchte aufzufüllen.

Später zu Hause wurden die Silvestertröten aus dem Abfall geklaubt! Und sie haben sie benutzt! Als Autohupen. Bis ich es irgendwann nicht mehr ausgehalten habe und sie nach Draussen gejagt habe um „auszulüften“. So nach 40min. standen sie da und haben um Einlass gebettelt. Aber diese Kinder schlafen definitiv viel zu gut in ihren neuen Betten und haben Energie wie zwei ausgewachsene Büffel. So scheints mir jedenfalls. Und weiter ging das Getröte.

Übrigens, meine beste Anschaffung im Haushalt in den letzten Monaten? Ein Dyson Akku-Staubsauger. Ich schwöre, das Teil ist Gold wert! Wir haben seit über 7 Jahren einen Dyson Staubsauger, das Teil aber ohne Kabel ist aber echt noch viel cooler. Genau zu sein, ein V7! *das war jetzt vermutlich Werbung weil Markennennung, unbezahlt*

Heute ist auch die erste Christbaumkugel zu Bruch gegangen. Schuld waren weder die Kinder noch die Katze, sondern ich ganz alleine. Tja nun. Am liebsten würde ich ja auch schon den Christbaum abschmücken und raus werfen. Es ist aber so, dass ein Kind am Drei-Königs-Tag Geburtstag feiert und bisher war das die tollste Möglichkeit so schnell wie möglich den Christbaum los zu werden damit Luftballone für den Geburtstag aufgeblasen werden können. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass das dieses Jahr etwas schwierig wird.

Und ich muss morgen doch noch kurzfristig und ungeplant ins Büro. Eine Kollegin ist krank und ich muss Vertretung machen. Zum Glück haben meine Eltern noch Ferien und übernehmen die Jungs. Mein Vater wird auch K2 an eine Geburtstagsparty fahren, so muss ich nicht hin und her hetzen.

Nachdem es nun doch Streit wegen E-Piano gab, weil „du hast jetzt zwei Monate lang auf dem blöden Klavier gespielt und ich habe dich gelassen, jetzt will ich“ zu „du spielst den Ton falsch, das geht garnicht“ zu „rööööööhr, lass mich in Ruhe“, sind alle endlich im Bett und hier ist Ruhe eingekehrt. Und ich hatte Lust auf Tagebuchbloggen.

Wunderbaren Start ins 2019 ❤

Jahresrückblick 2018

Es ist 01.01.2019 und somit ist es noch nicht zu spät für einen Jahresrückblick! HIER kann man den Jahresrückblick 2017 nachlesen.

Jahresrückblick – Das Jahr 2018 nach meinen Bildern in Kurzfassung

Januar:

  • Zum ersten Mal erlebt, dass jemand nach nur 2 Tagen eine neue Arbeitsstelle in der Probezeit kündigt. Was organisatorisch für weitere Monate sehr mühsam war.
  • Kind2 hat seinen 9 Geburtstag gefeiert und es gibt Eltern, die wissen welchen Film wir geschaut haben, nur von diesen Hinweis: Ausserirdische, Kohlsuppe, Furzen und Bölölllööö 🙂
  • Dreikönigskuchen für das Geburtstagskind gebacken
  • Ich habe erste Tulpen gekauft weil Frühlingsgefühle
  • Erstmal so richtig gejoggt, über 4 km und befunden, dass das wirklich nicht mein Sport ist
  • Spontane Familienskiferien mit echt blöden Hotel-Zimmer-Nachbarn

Februar:

  • Impftermine K1
  • viel zu viel Büro
  • Schulfasnacht: K1 als Queen Elisabeth und K2 als Michael Jackson
  • Viel gekocht
  • Das erste Mal anderen Eltern geschrieben und verlangt, dass ihr Kind die Finger von meinem lässt und ich sonst die Schulleitung einschalte, wenn wir das nicht klären können.
  • Oft Badewanne gegönnt
  • Noch fast regelmässig Sport gemacht
  • Weitere 6 Monate vom Medikament abgeholt
  • Margaritas trinken gegangen

März:

  • Das erste Mal beide Kinder ins Skilager verabschiedet und in dieser Woche 100% gearbeitet. Genervt herausgefunden, dass mein Neurologe Recht hat und ich nicht mehr als 40% arbeiten „sollte“.
  • Kinder leicht irre auf Webcam vom Skilift gestalkt
  • noch mehr Schnee
  • Energieballs selbst gemacht
  • Wochenenden bei Volleyballtournieren in Turnhallen verbracht
  • Osterdeko hervorgekramt
  • Fotos nach dem Sport mit „ich sterbe“ Gesicht gemacht
  • Ostern verbracht und nach dem Essen einen Hosenknopf offen lassen müssen

April:

 

  • Narzissen, Primeln, Krokusse überall im Garten
  • Versucht Slime selber zu machen und etwa 4 mal gescheitert bis ich die Idee endlich aufgegeben habe
  • Frühlingsferien in der Alphütte bei der es doch wieder 50cm Schnee gab und wir den ganzen Plunder hoch tragen mussten. Dafür eine wunderbare Woche in Abgeschiedenheit mit Familie verbracht. Viel gelesen, gelacht, Monopoly gespielt, die Glückspost aus 2016 gelesen und nach Holzfeuer gestunken
  • Frühling genossen
  • Mit Kids unzählige Male beim Kieferorthopäden gewesen
  • Das erste Mal vor der Umkleide warten während K1 Hosen anprobiert
  • Ach, und Büro, Büro, Büro
  • Meinen 39 Geburtstag gefeiert
  • Haare ungefähr 25cm abgeschnitten

Mai:

  • Erstkommunion von K2 und viele spezielle Gäste aus dem Ausland die sich extra auf den Weg gemacht haben
  • Heisses Wetter
  • Immer wieder was zu DSGVO lesen und langsam keine Lust auf bloggen haben
  • Projekt Lärmschutzwand beginnt
  • Das ganze Grünzeug um unser Grundstück wird herausgerissen. Alles.
  • Stromleitung wird angebohrt
  • Wasserleitung wird angebohrt und ich lerne, keine blöden Witze zu machen weil die tatsächlich eintreffen
  • Feuerwehrfest und Frühlingsfest im Dorf
  • Mit offenen Schuhen ins Büro fahren

Juni:

  • MS Treffen
  • Im Garten arbeiten und es ist unglaublich warm
  • Baustelle noch immer
  • K2 rennt in Schulhauswand, Platzwunde, Schule ruft nicht an und als ich von der Arbeit nach Hause komme, ist es schon zu spät für nähen. Er hat da jetzt eine Narbe an der Stirn
  • Sport
  • Katze darf mit einem „Gstältli“ im Garten Sitzen und ich laufe mit ihr an der Leine durch den Garten was ziemlich irre aussieht. Aber, das Grundstück ist noch immer offen zur Hauptstrasse
  • Patenkind feiert Geburtstag und ich begleite in Indoorspielplatz (Indoorhölle)
  • K2 Zeckenbiss
  • Fussballeuphorie
  • Auf Dachterrasse von Freundin den Sommer geniessen

Juli:

  • K1 bricht sich den Arm. Nach meinem „schlechtes Bauchgefühl“ hole ich Zweitmeinung ein und es wird vom Gips zur speziellen Schiene gewechselt. Gerade noch rechtzeitig.
  • Kroatien erspielt den zweiten Platz der Weltfussballmeisterschaft
  • Endlich die langersehnten Sommerferien mit Familie in Kroatien

August:

  • Nach Hause kommen
  • Gesundes, frisches Essen
  • Kinder und ihre Freunde im Garten
  • Büro, Büro, Büro
  • Am Sommergrümpeli aushelfen müssen und zum ersten Mal „Ösch die Dritten“ life im Festzelt hören. Ähm ja…
  • K1 bekommt Antwort vom Königshaus auf seine Post an Queen Elisabeth
  • K1 feiert Geburtstag

September:

  • Die Lärmschutzwand steht nach Monaten und nachdem ich mit dem Hersteller telefoniere, nehmen wir den Bau ab
  • Kids haben ihr erstes Sportlager und sind übers Wochenende weg
  • Jahres und Hochzeitstag
  • Einbruch zu Hause was mich sehr viel Nerven und Zeit gekostet hat
  • Suche nach Alarmanlagen
  • Einladung zur Konferenz Day One Digital Health in Basel
  • Kundenseminar von der Firma und Ausklingen des Abends mit den Kollegen bei uns zu Hause
  • K1 fährt eine Woche in die Schulreise
  • ganz viel Essen

Oktober:

  • Abklärungen Versicherungen nach Einbruch
  • Ein Freund wandert nach Panama aus und überbrückt bei uns eine Woche
  • Schulherbstferien, der Mann hat auch frei und wir sind jeden Tag unterwegs
  • Endlich wiedermal Akupunktur
  • Mann zum Halbmarathon bei 23 Grad im Oktober begleitet
  • Büro
  • Rauchfrei werden und danach eine ganz lange Zeit schlecht gelaunt sein
  • Endlich neues Notebook in Betrieb nehmen
  • Zwei neue Ringe kaufen weil, alles geklaut
  • Spontan ein E-Piano kaufen
  • Am 31.10.2018 MS-Verlaufskontrolle mit MRI und bereits am Abend die Nachricht „keine Veränderung“ bekommen! Danach spontan doch an eine Halloweenparty gehen und das feiern

November:

  • Das E-Piano wird geliefert und von nun an wird hier ständig und immer Musik gespielt. K1 der Gitarrenspieler entdeckt sein Klaviertalent
  • Mann feiert Geburtstag
  • Schwiegermutter feiert ebenfalls Geburtstag und macht eine Party
  • Unglaubliche Wolkenstimmungen
  • Nachschub vom MS Medikament abholen
  • Herbstfarben
  • Curlyhair Methode ausprobieren und feststellen, dass ich mir gelockt nicht gefalle
  • Essen
  • Eine Party von der ich erst um 04:30 nach Hause gelaufen bin und das Auto stehen liess.
  • Pedicure mit einem Mordskater
  • Ich entscheide, mich mehr mit Selbstliebe und Projekten für mich zu beschäftigen
  • Olivenbaum Winterfest machen
  • Christrosen für Küchenfenster kaufen
  • Büro, Büro, Büro…

Dezember:

  • Nachdem sie mir 3 Uhren geklaut haben und die letzte die ich hatte, den Geist aufgab, wiedermal eine neue Uhr gekauft
  • Ich wollte eine Basenkur machen, kaufte für ganz viel Geld irgendwelche Mittelchen im Reformhaus nur um sie mir zu Hause von der Zunge zu kratzen. Ekelhaft und nix für mich
  • Akupunktur
  • Rauchfrei für zwei Wochen unterbrechen
  • Volleyball
  • Geschenke bestellen
  • Neue Betten für beide Kinder kaufen
  • Im Büro noch den Endspurt einlegen
  • Heizung reparieren
  • Mit Kindern zum Kieferorthopäden und der Unterschied zwischen Unter- und Oberkiefer ist mittlerweile bei 3 mm gestartet mit 11.5
  • Christbaum besorgen
  • Geschenke einpacken
  • Weihnachten feiern
  • Tagelang nix machen
  • Erkältung auskurrieren
  • Silvester feiern

Mehr Eindrücke auf Instagram (staublos_ch)

Von Herzen möchte ich mich bei euch allen bedanken. Jenen, die ich persönlich getroffen habe, denen mit denen ich geschrieben habe und denen, die still und leise hier lesen und immer wieder vorbei kommen! Das Jahr 2018 war für mich persönlich sehr anstrengend weil sich mein Arbeitspensum verdoppelt hat. Ich neben bei noch für eine Patientenseite schreibe und deshalb nicht mehr so viel Zeit für mein Blog hatte. Ich möchte keine langweiligen Versprechungen machen, aber ich werde mir Mühe geben, auch weiterhin von meinem Alltag zu erzählen. Nicht weil mein Alltag so wahnsinnig spanend ist, sondern um zu zeigen, dass der Alltag auch mit MS ganz normal sein kann.

Danke für alles!

Ich wünsche ein wunderbares, zufriedenes, gesundes und glückliches 2019
Love K.