Glücksprojekt: Februar 2017

Nachdem ich bereits über meinen Januar berichtet habe, sind wir auch schon im Februar angekommen! Jaahaa, die Zeit fliegt!

In der Zwischenzeit wurde ich gefragt, woher ich die Ideen habe und wie ich darauf gekommen bin ein Glücksprojekt zu machen. Im Dezember habe ich von meiner spontanen Idee berichtet (HIER nachlesen). Wie es so für diese Zeit üblich ist, las man überall und von allen Seiten etwas zu den verschiedensten Vorsätzen. Ich habe mir für das 2016 auch Vorsätze gemacht und diese dann gleich auch ausgewertet. Es hat sich gezeigt, dass ich so nur einen Teil meiner Pläne umgesetzt habe. Zusätzlich hatte ich schon im Oktober in einer Zeitschrift über Vorsätze gelesen. Wie schwierig es ist, diese umzusetzen und blabla. So habe ich nach meinem Vorsatz-Desaster den Entschluss gefasst, keine Vorsätze mehr zu machen. Spontan hat sich die Idee von einem Glücksprojekt ergeben. Die Ideen die ich als meine Glücksprojekte für die jeweiligen Monate schreibe, sind solche, die mir einfach im Kopf herum schwirrten. Einiges wollte ich schon längere Zeit machen, anderes kam einfach spontan dazu. So habe ich angefangen, alle meine Ideen überall aufzuschreiben und zu sammeln. Aus dieser Ideen-Sammlung wähle ich jeweils einige für mein Glücksprojekt aus.

gluecksprojekt2017

Februar 2017  (Hier die Printvoralge gluecksprojekt-februar-2017)

  • Im Februar verabschiede ich mich langsam vom Winter. Der Frühling zieht ein und ich finde, Tulpen sind genau die richtigen Frühlingsboten dafür.
  • Es ist auch Zeit, vielleicht mit etwas Sport zu beginnen. Eigentlich wäre es gut, regelmässig die Herzfrequenz etwas hoch zu jagen. Ob man das mit Sport oder einem zügigen Spaziergang macht, ist jedem selber überlassen.
  • Da ich in letzter Zeit unter diesen kalten Temperaturen echt gelitten habe, habe ich nach Wärme von innen gesucht. Hierzu eignen sich verschiedene Gewürze oder Tee mit Ingwer, Curry usw. Hierfür probiere ich dann noch einige Rezepte aus!
  • Meine grösste Herausforderung, früher ins Bett gehen behalte ich bei. Hierfür habe ich mir nur einen Abend in der Woche als Ziel gesetzt. Von lieben Leserinnen bekam ich den Tipp, mich schon vorher Bett-fertig zu machen. So zu sagen, dann, wenn meine Kinder ins Bett gehen, könnte ich mich schon abschminken und bereit machen. Das werde ich definitiv versuchen. Meistens schlafe ich auf dem Sofa ein und wenn ich mich danach noch abschminken, Zähne putzen und umziehen muss, bin ich so weit wieder wach, dass ich nicht einschlafen kann.
  • Etwas ganz neues was ich ausprobieren möchte: ein zwei-Satz-Tagebuch. Ein kleines Notizheft bereitstellen und jeden Abend zwei Sätze über etwas Positives vom Tag rein schreiben. Ich denke, so wird das Selbstwertgefühl gestärkt und positives tut uns allen gut!
  • Meine Winterhaut braucht unbedingt eine Extraportion an Pflege! Dazu habe ich schon letzte Woche ein Mandelöl von Kneipp besorgt. Eigentlich mehr für die trockenen Beine meiner Kinder, aber was für sie gut ist, geht auch für mich, ha! Das Öl riecht wahnsinnig gut und hat keine künstlichen Zusätze, ist frei von allem so zu sagen. Man soll es auf noch feuchter Haut einmassieren.
  • Etwas, was ich schon im Januar angefangen habe ist: beantworte Emails und Anfragen über Whatsapp oder SMS möglichst sofort! Es braucht etwas Übung hierfür, denn ich lese meistens meine Emails, schliesse sie und denke dann den ganzen Tag daran, dass ich diese noch zu beantworten habe. Das ist sehr ineffizient und stresst unbewusst total. Ich gewöhne mich nun langsam daran, wenn möglich sofort zu antworten. So bleibt mein Kopf viel freier und ich muss nicht an so viele verschiedene Kleinigkeiten denken!
  • Als eine ganz neue Herausforderung habe ich mir folgendes ausgedacht: Wie wäre es mit einem ehrenamtlichen Engagement? Eine soziale Organisation unterstützen? Aber nicht mit einer Geldspende sondern mit deiner Zeit! Hier spreche ich natürlich aus meinem direkten Umfeld. Zur Zeit befasse ich mich mit einem Engagement und das gibt mir ein tolles Glücksgefühl. Manchmal braucht es nur sehr wenig und man bekommt so viel zurück. (Näheres zu meinem Projekt wird dann noch folgen.)

gluecksprojekt-februar

So, das sind meine Anregungen für das Glücksprojekt im Februar. Es sind wie gesagt, kleine Punkte, die aber eine grosse Wirkung haben können. Dazu fällt der Druck von einem Vorsatz weg, bekommt ein ganz anderes Gesicht und macht glücklich und zufrieden.

Wer Lust hat, ist herzlichst eingeladen mitzumachen!

Das Blatt mit den Projekten (gluecksprojekt-februar-2017)  kann man sich z.B. ausdrucken und in die Agenda legen oder an den Kühlschrank pinnen. So hat man es bei sich und wird daran erinnert.

Es wäre ganz toll, wenn wir am letzten Tag des Monats einen Rückblick machen und uns fragen, was wir davon geschafft haben und ob es uns gefallen hat. Je nach dem entsteht aus dem Projekt eine kleine Gewohnheit die uns gut tut. Den Rückblick kann man in kurzen Stichworten, einem Blogpost oder mit Fotos hier verlinken und den #glücksprojekt2017 @staublos_ch verwenden. Das Bild vom Glücksprojekt 2017 könnt ihr gerne mitnehmen. LeserInnen, die kein Blog schreiben, können natürlich jeweils unter meinem Post kommentieren und ein Foto hoch laden. Mein Glücksprojekt eignet sich für alle egal ob weiblich, männlich, gesund, krank, glücklich oder unzufrieden! Ja, ich bin chronisch krank und habe Multiple Sklerose, aber das tut hier nix zur Sache. Wir sind durch unseren Alltag und all die Verpflichtungen in einem Hamsterrad gefangen und manchmal kommen wir einfach nicht raus.

Ich wünsche euch allen einen wunderbaren Start in den Februar!

Liebe Grüsse

Katarina ❤

Vergiss Vorsätze – Ich mach ein Glücksprojekt 2017
Glücksprojekt Januar 2017
Rückblick Glücksprojekt Januar 2017
Rückblick Glücksprojekt Februar 2017

Vergiss Vorsätze – ich mach ein Glücksprojekt 2017

Ende Jahr – Rückblick

Das Jahr neigt sich dem Ende und manch einer versucht zu rekapitulieren. Ich neige normalerweise dazu, mich nur an die guten Sachen zu erinnern und schenke den Schlechten nicht so viel Beachtung. Deshalb führe ich auch regelmässig meinen Wochenrückblick. Das Jahr 2016 war aus meiner Sicht etwas, sagen wir mal, durchwachsen. Nicht unbedingt nur in meinem persönlichen Umfeld, sondern das alles was auf der Welt zur Zeit passiert – diese Umstände beunruhigen und machen traurig.

Ich habe also meine Liste mit den Vorsätzen für 2016 hervor gekramt und wollte sehen, welche Punkte ich denn tatsächlich erledigt habe. Obwohl ich nicht so der Vorsätze-Mensch bin, kam trotzdem die grosse Ernüchterung. Ich habe etwa knapp die Hälfte meiner Vorsätze erfüllt. Meistens sind sie mit zu 50% als erledigt gestrichen, aber einfach nicht zu 100%. Warum hat das nicht geklappt? Weil ich mir keinen Zeitraum dafür gesetzt habe!

vorsaetze

Ich starte ein persönliches Glücksprojekt für 2017

Achtsamkeit, Gelassenheit, Zufriedenheit, Selbstliebe und solche Geschichten fehlen mir weil ich mir keine Zeit dazu nehme. Ich bin kein Achtsamkeit-Mensch und kann weder meditieren oder sonst was ähnliches – aber ich möchte es gerne können. Ich habe das Gefühl, das hat mir das ganze 2016 über gefehlt. Mit meinen Vorsätzen konnte ich das nicht erreichen. Es ist jetzt ende Jahr und ich bin gereizt, ausgebrannt und völlig irgendwo in den Seilen, nur nicht bei mir. Dieses Gefühl mag ich überhaupt nicht und fühle mich dadurch total unausgeglichen. Diese Unausgeglichenheit färbt auf meine gesamte Umgebung ab und das, was als Echo zurückkommt, ist dementsprechend unausgeglichen – ein Teufelskreis. Ich möchte im 2017 bewusst mehr Selbstliebe leben und die Baustellen angehen, die mich zu mehr Zufriedenheit und Ausgeglichenheit führen können.

Glücksprojekt

Vor einigen Tagen habe ich zufällig einiges über positive Psychologie bzw. Selbstbestimmung (Quelle Wikipedia) geblättert und hatte DIE Idee. Statt mich mit irgendwelchen Vorsätzen zu quälen, mach ich ein Glücksprojekt für 2017! Nach ein paar Tagen war die Idee noch immer da und hat mich einfach nicht los gelassen. Ich erfinde das Rad nicht neu und vielleicht gibt es sowas in ähnlicher Form schon irgendwo, aber ich mache es trotzdem und wer weiss, vielleicht bekommst auch Du Lust hier mitzumachen!

Wie funktioniert das Glücksprojekt

Ich erstelle für jeden Monat im 2017 ein A4 Blatt (zum runterladen  januar-2017-print) mit Kalender und meinen Vorschlägen zu GESUNDHEIT / NUR FÜR MICH und ORDNUNG. Man kann sich also mit Hilfe des Kalenders die Tage für die kleinen Glücks-Projekte des Monats reservieren.

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Die Projekte kann man natürlich auch mehrmals im Monat wiederholen, wenn man das Bedürfnis dazu hat. Ich halte die Vorschläge bewusst übersichtlich und möchte das nicht überladen. Schliesslich soll es mich glücklich, zufrieden und gelassen machen und nicht noch mehr unter Druck setzen.

Mein Ziel ist im 2017 mehr auf mich zu achten. Mehr bewusste Zeit mit meinen Mitmenschen wie Kinder, Partner, Freunde usw. verbringen. Ich möchte zum Beispiel ein mal im Monat mit meiner Freundin wenigstens einen Kaffee trinken gehen. Es soll nicht immer so viel Zeit dazwischen vergehen weil der Alltag einfach übermächtig ist. Ich möchte in meinem Haus für etwas mehr Ordnung sorgen und die kleinen Baustellen angehen und einiges aussortieren. Regelmässig Sport treiben, gesünder essen und diese Geschichten halt. All das möchte ich in Häppchen über die 12 Monate erledigen mit eben dieser Erinnerung als Glücksprojekt. Ich erhoffe mir, ende 2017 ist in mein Haus wieder mehr Ordnung und Ruhe eingekehrt. Dass ich mir viel mehr Zeit bewusst für meinen Partner, meine Kinder und meine Freunde genommen habe. Vor allem, erhoffe ich mir, mehr Zeit für mich ganz alleine zu haben! Ich möchte mir Zeit für mich nehmen und zwar ohne ein schlechtes Gewissen irgendjemandem in meinem Umfeld gegenüber zu haben. (Ich gehöre leider zu diesen Müttern, die sehr schnell ein schlechtes Gewissen bekommen für alles, immer)…Und ich bekomme definitiv zu wenig Schlaf!

Ich bin ein Mensch der nur schwer herunterfahren kann. Dazu vernachlässige ich schnell meine Gesundheit und meine Bedürfnisse. Dadurch bin ich häufig gestresst, was mich nur noch müder macht und das stresst mich noch mehr, was mich dann erschöpft…na, Du weisst was ich meine… Ich möchte endlich diese Gelassenheit finden! Ich möchte entspannter sein. Ich möchte mehr Energie haben. Ich möchte geduldiger werden und nicht mehr so gehetzt. Ich möchte bewusster sein – so zu sagen MEHR MUT ZUR SELBSTLIEBE!

Glücksprojekt für Januar 2017

So sieht das Blatt für Januar 2017 aus:

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Das Blatt kann man sich z.B. ausdrucken und in die Agenda legen oder an den Kühlschrank pinnen. So hat man es bei sich und wird daran erinnert.

Es wäre ganz toll, wenn wir am letzten Tag des Monats einen Rückblick machen und uns fragen, was wir davon geschafft haben und ob es uns gefallen hat. Je nach dem entsteht aus dem Projekt eine kleine Gewohnheit die uns gut tut. Den Rückblick kann man in kurzen Stichworten, einem Blogpost oder mit Fotos hier verlinken. Das Bild vom Glücksprojekt 2017 könnt ihr natürlich gerne verwenden. LeserInnen, die kein Blog schreiben, können natürlich jeweils unter meinem Post kommentieren und ein Foto hoch laden. Mein Glücksprojekt eignet sich für alle egal ob weiblich, männlich, gesund, krank, glücklich oder unzufrieden! Ja, ich bin chronisch krank und habe Multiple Sklerose, aber das tut hier nix zur Sache. Wir sind durch unseren Alltag und all die Verpflichtungen in einem Hamsterrad gefangen und manchmal kommen wir einfach nicht raus.

Warum?

Ich mag Listen! Dazu heisst es, dass Menschen viel eher Fortschritte machen, wenn die Ziele in konkrete, überschaubare Handlungen unterteilt sind und mit einer strukturierten Verantwortlichkeit und positiver Verstärkung einhergehen.  Also pfeife ich auf Vorsätze die ich sowieso nicht halten kann!

…na, schon Vorsätze für 2017 gemacht? Vergiss es und lass uns ein Glücksprojekt beginnen! januar-2017-print

gluecksprojekt

Das ist die Grundidee…und, was denkst du? Eher ja oder eher nein? Wie gesagt, die Idee ist ziemlich schnell entstanden und es könnte sein, dass es hier und da noch Verbesserungen geben wird. Das sehe ich aber erst, wenn ich einfach mal damit beginne.

Liebe Grüsse, Katarina ❤

 

Mehr Mut zur Selbstliebe! „Warum gab mir Gott Multiple Sklerose?“

Mehr Mut zur Selbstliebe in allen Lebenssituationen 

Warum gab mir Gott Multiple Sklerose? Diesen Satz habe ich unlängst in meiner Blogsuche gefunden und er hallte ganz lange nach, bis ich mich entschied, doch darüber zu schreiben. Jetzt mal sehen, was daraus wird…

Jemand hat auf Google diesen Satz eingegeben:

Warum gab mir Gott Multiple Sklerose? und ist auf meinem Blog gelandet.

Für nicht bloggende Leser sei kurz erklärt, wenn man die Statistiken des eigenen Blogs anschaut, dann sieht man, mit welcher Suche z.B. die Leser zum Blog gefunden haben. Man kann dort nachsehen, welcher Beitrag wie oft gelesen wurde, wie viele Leser man hat, aus welchem Land sie kommen u.s.w.

Ich weiss zwar nicht, ob in den Augen dieser Person, diese Suche erfolgreich war und ob sie sich durch mein Blog gelesen hat oder schnell wieder weggeklickt hat. Ein paar Tage später standen da auch unter andrem diese Sätze in der Suchstatistik:

  • Scheiss Leben mit MS
  • Multiple Sklerose, man wird eine ganz arme Sau
  • Sollten MS Patienten glücklich sein?

Auch hier würde es mich sehr interessieren, was sich die Person dann bei meinem Blog gedacht hat! Ich geh davon aus, dass diese Suche im Google mit dem typischen Herbstblues und dieser Zeit kurz vor Weihnachten zu tun hat. Ich hoffe es sehr, dass die Person, die diesen Satz in die Suche getippt hat, einfach nur einen schlechten Tag hatte. Ansonsten fände ich das echt sehr traurig.

Ich fange jetzt einfach mal an, einzeln diese Punkte zu bearbeiten, auch wenn ich vielleicht nicht die richtige Person dafür bin und evtl. zu wenig Feingefühl dafür habe.

Heute zu: Warum gab mir Gott Multiple Sklerose?

(Ich möchte hier nicht das Thema im Sinne des Glaubens, welcher Form auch immer beleuchten, es geht einfach um meine Meinung)

  • Warum sollte Gott mir Multiple Sklerose geben?
  • Geht es um eine Prüfung des Lebens?
  • Bin ich ein schlechter Mensch gewesen und werde bestraft?
  • Ist es das schlechte Karma, welches ich mit mir herum trage und jetzt ist es soweit und ich bezahle für meine Taten?

Meine ganz persönliche Meinung dazu ist NEIN! Ganz egal ob man an einen Gott glaubt oder ein spiritueller Mensch ist und hier an schlechtes Karma denkt. Ich bin der Überzeugung, meine Krankheit ist keine Strafe! Ich habe MS nicht bekommen weil ich ein schlechter Mensch sein soll!

In meinen Augen ist eine solche Einstellung falsch. Auch wenn, nehmen wir an, Gott/höheres Wesen/Karma/wer auch immer/ existiert und wir ganz fest davon überzeugt sind, dass es das gibt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Krankheit eine Strafe ist! Viel mehr frage ich mich, was will mir der Körper damit sagen?

Wenn ich es als Strafe ansehe, dann gehe ich davon aus, dass ich ein schlechter Mensch bin und bestraft werden muss. Das gibt’s bei mir einfach nicht. Ich will nicht denken, dass ich ein schlechter Mensch bin und für irgendwelche Taten bestraft werde. Ganz im Gegenteil, wenn ich so denken würde, dann würde ich doch nie glücklich werden. Im Hinterkopf hätte ich immer das Gefühl, ein schlechter Mensch zu sein oder die Strafe verdient hätte. NEIN. Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht selbstgerecht oder selbst verliebt.

Ich bin kein schlechter Mensch und MS betrachte ich auch nicht als Strafe Gottes oder schlechtes Karma für böse Taten. Es ist in meinen Augen viel mehr ein Zusammenspiel aus verschiedenen Umständen die zur Entstehung davon beigetragen haben. Aber ganz bestimmt nicht, weil ich vielleicht als Teenie zu jemanden gemein gewesen bin, dem Idioten auf der Autobahn den Stinkefinger gezeigt habe, jemanden den Parkplatz weggeschnappt habe oder ungerecht war. Ich bin nicht perfekt und mache genau so wie jeder andere Mensch Fehler. Manchmal bin ich nicht korrekt und mein Verhalten mag unter aller Sau sein. Wer ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein, oder wie das heisst!

Wenn du das Gefühl hast ein schlechter Mensch zu sein, dann ändere das! SOFORT und fange schon heute damit an! Falls du tatsächlich das von dir denkst, dann würde ich sagen GLÜCKWUNSCH, Einsicht ist die beste Voraussetzung etwas zu ändern. Wenn du tatsächlich denkst, du bist derart ein schlechter Mensch um von Gott bestraft zu werden, dann tut mir das sehr leid für dich. Wie wäre es aber, dann daran zu arbeiten und dich zu ändern, denn du weisst ja offensichtlich schon was du schlecht machst?

Warum sind wir Menschen manchmal so hart zu uns selber? Manche verachten sich selber derart, dass sie das Gefühl haben, mit einer Krankheit bestraft werden zu müssen! Niemand kann härter urteilen als das eigene Gewissen oder das eigene Herz. Ich versteh nur nicht, warum man das einfach hinnehmen kann. Wenn ich merke, ich habe ein falsches Verhalten an den Tag gelegt, dann tut es mir natürlich leid. Im Nachhinein kann ich es aber nicht ändern, das gesprochene Wort nicht ungesprochen machen, meine Tat nicht ungeschehen machen. Was ich machen kann ist einfach- wenn es die Möglichkeit gibt mich zu entschuldigen, dann mache ich das. Wenn es diese Möglichkeit NICHT gibt, dann kann ich nur daraus lernen und versuchen das nicht zu wiederholen. Bringt es mir was, mich dafür selber zu bestrafen? Muss das sein? Wird es dadurch ungeschehen? NEIN!

Ich bin der Überzeugung, dass auf gute Taten auch gutes folgt und auf schlechte Taten auch etwas schlechtes folgen kann. Ich könnte sonst die vielen Ungerechtigkeiten auf dieser Welt nicht ertragen ohne verrückt zu werden. Wenn sich mir Steine in den Weg stellen, dann versuche ich nicht den Grund bei mir zu suchen. Ich stelle mich nicht ständig in Frage. Also doch, irgendwie tue ich das schon, zum Beispiel als Mutter- da stelle ich mich immer in Frage. Aber das ist ein Prozess und ich arbeite daran und eben, wenn ich ein Verhalten meinerseits erkenne, dann versuche ich das zu ändern.

Ein Glaube an Gott oder an etwas spirituelles kann vielen Menschen in einer schwierigen Situation helfen. Es ist dieser Placebo-Effekt. Man fängt an zu hoffen, zu beten, an etwas zu glauben und hat das Gefühl, es wird sich schon richten wenn ich Gott darum bitte. Ja! Für mich ist das der Gedanke einer positiven Einstellung. Ich weiss, die Erde dreht sich weiter, daran kann ich nichts ändern. Was ich ändern kann, ist aber mein Umgang damit- Ich mach das beste für mich draus.

Wenn man schlecht über sich selbst denkt oder über seinen Körper, dann fühlt man sich schlecht. Das Schlechte wird real und dann ist man in einem Strudel gefangen aus Verzweiflung, Wut, Unglück und Selbsthass. Wenn ich denken würde, dass mich meine Krankheit eines Tages umbringt, dann passiert das genau in diesem Moment weil ich ja ständig nur darauf warten würde und vor mich hinvegetiere. Ich bin von der nonverbelen Kommunikation zwischen Geist und Körper überzeugt, der Kraft der Gedanken!

Diesen Gedanken kann man eigentlich auf viele andere Situationen ausweiten…

  • Der Partner behandelt mich schlecht– ich habs nicht anders verdient! Bullshit!
  • Mein Vorgesetzter versucht mich immer klein zu machen– ich bin ja auch schlecht! NEIN
  • Meine Freunde nutzen mich nur aus– ich bin es auch nicht wert! Noch mehr NEIN!

NEIN! STOP! All diese Gedanken sind Gift! Niemand hat es verdient schlecht behandelt zu werden und das auch noch zu akzeptieren und hinzunehmen ist ungesund! Sollte das der Fall bei dir sein, ändere es sofort!

Wenn man einen sehr einschneidenden Schicksalsschlag erlebt, dann können solche Gedanken durch aus vorkommen. Das ist auch ganz normal, verstehe ich total! Trotzdem sollte man dabei nicht denken, dass man es verdient hat weil man ein schlechter Mensch ist. Ich grüble auch und denke sehr viel nach, wälze meine Sorgen und Gedanken hin und her. Vielleicht will ich nicht immer mir die Schuld geben weil auch ich einige Schicksalsschläge erlebt habe, für die ich einfach nichts konnte. Das hat mich stark gemacht und ich bin kämpferisch geworden, kein Opfer.

Jetzt ist dieser Beitrag sehr, ähm, ’spirituell‘ geworden. Ich bin es nicht gewohnt, solche Gedanken nieder zu schreiben und hoffe, ihr konntet verstehen, was ich sagen wollte.

Was denkst du darüber?

In diesem Sinne, seid lieb zu euch selber!
Love, Katarina

herz