Wochenrückblick 19.03.2016

Mein Wochenrückblick in Bildern

Wochenrückblick ist einer meiner liebsten Blogbeiträge. Ich nehme mir die Zeit, über die vergangene Woche nachzudenken und suche meine liebsten Momente zusammen. Das Leben ist zu kurz, um sich nur mit schlechten Tagen zu beschäftigen, oder?

Die Idee kommt ursprünglich von Denise Fräulein Ordnung.

Diese Woche war bei uns sehr speziell! In unserer Schule gehen die Kinder bereits ab der dritten Klasse ins Skilager. Der grosse Sohn fuhr also am Montag pünktlich um 8.00 Uhr ab. Das war der eine Moment in meinem Leben, an dem ich sehr gerne einen Schnaps getrunken hätte. Uns überkam das grosse Vermissen – der kleine Sohn hat sich eine Streichliste gezeichnet und hat bereits nach dem Aufstehen, den halben Tag durchgestrichen. Mein kleiner, innerer Kontrollfreak sass wimmernd in der Ecke.

streichliste

Der kleine Sohn hatte Sonder-Woche-Programm mit verschiedenen Aktionen in der Schule und Ausflügen. Am Dienstag, als er von einem Tierwaldpark zurück kam, begann es wieder zu schneien.

Schnee im Frühling

Das war perfektes Kuschelwetter.

Kuschelkind

Nur um zwei Tage später wieder mit strahlendem Sonnenschein zu überraschen. Es war noch immer sehr ungewohnt ohne den Grossen. Also schlürften der Kleine und ich im Garten ‚Seelentröster‘-Bananenshake.

bananensmoothie

Irgendwann musste für mich aber doch Alkohol her. Ein doofer Tag, an dem einfach alles nur blöd war.

aperol spritz

Da uns die kleine Katze letzte Woche sehr überrascht hat und plötzlich rollig wurde, habe ich einen OP-Termin zur Kastration gemacht. Am Freitag war es dann soweit. Das kleine Schätzchen hat es sehr gut gemacht und nur einige Stunden später, war sie wieder putz munter.

schwarze Katze

Und dann der beste Moment überhaupt!!!!

Die SMS von der Lehrerin mit der Info., dass sie eine Stunde früher zurück sind. Als er dann aus dem Car stieg, oh Gott, dieses unglaubliche Gefühl von Glück, Erleichterung und Freude!

skilager

 

Auf diesem Wege wünsche ich allen einen guten Start in die neue Woche ❤

Liebe Grüsse, Katarina

Du bist nicht ich! …sowas wie eine klitzekleine ‚Lästerrunde‘

In den nächsten Tagen feiert mein Blog sein 2jähriges Bestehen!

Unglaublich – Ich habe so viele tolle Menschen kennen gelernt und der Austausch ist echt der Wahnsinn. Die vielen Kontakte sind unbezahlbar! Ich fühle mich inzwischen wie ein MS-Life-Coach. Vielleicht sollte ich das tatsächlich professionell aufziehen!? Auf alle Emails antworte ich ehrlich und teile meine Erfahrung. Und, ich gehe auf jede Person einzeln ein, denn es wäre einfach, meine bisherigen Antworten zu kopieren und einzufügen. Die Fragen wiederholen sich, die Probleme wiederholen sich…aber sowas geht nicht, denn jeder Mensch ist individuell. Was für Person A schlimm erscheint, muss nicht zwingend auch für mich schlimm sein. Was meine Grundmauern niemals erschüttern würde, kann für eine andere Person der Weltuntergang sein. Vielleicht täusche ich mich und bin grössenwahnsinnig, aber ich habe das Gefühl, genau dieses Fingerspitzengefühl zu besitzen.

Meine Leser!

Meine Leser sind durchs Band die liebsten, nettesten und tapfersten Menschen- ich schwör! Ich glaube, die fiesen Miesepeter kommen schon gar nicht auf meine Seite. Es gibt hier kein ’nicht enden wollendes‘ Gejammer und ich bin auch noch so ekelhaft postitiv, dass es schon fast weh tut. Blöderweise kenne ich mich mit Multipler Sklerose auch noch gut aus und bin kein Anfänger mehr. Und dazu kommt noch, dass ich zu jedem beliebigen Thema, meine EIGENE Meinung hab. Klar gibt es hier und da diese blöden Tage, an denen sehe ich auch nicht alles glitzern und funkeln. Dazu stehe ich und darüber schreibe ich, das ist ganz normal, denn realistisch sollte man schon bleiben. Nur habe ich beschlossen, mir durch die MS mein Leben nicht versauen zu lassen. Nichtsdestotrotz werde auch ich von diesen Miesepetern angerempelt. Dazu kann ich nur sagen:

dubistwirklichnichtich

Du bist nicht ich zu: Ich würde nie ein MS-Medikament einnehmen!

Stell dir vor: Ich finde Medikamente auch doof und die wenigsten vertrage ich. Trotzdem ist mein Entscheid für eine MS-Basistherapie nicht einfach so aus Spass und Naivität entstanden! Ich habe meinen Neurologen mit Fragen gelöchert. Habe Tage und Nächte im Internet recherchiert. Ich habe etliche klinischen Studien zu diesem Thema gelesen. Ich habe ein Jahr medikamentenfrei gelebt und ja, Scheisse, ich habe es genossen! Keine Nebenwirkungen, keine Arzttermine mit Blutkontrolle…das ist ein tolles Gefühl. Die Überraschung war ein neuer Schub mit drei neuen Läsionen und ich hätte schwören können, keinen Schub gehabt zu haben. Deshalb, so eine Bemerkung ist völlig daneben und bringt weder dir noch mir was! Du bist nicht ich!

Du bist nicht ich zu: Cortison Infusionen helfen nicht, sie verzögern nur alles!

Weisst du eigentlich, dass ich seit meiner Diagnose erst zwei mal Cortisoninfusionen bekommen habe? Ich hasse Cortison, es ist Teufelszeug! Die Symptome werden verstärkt, die Psyche spielt verrückt und es ist wirklich kein Spass. Trotzdem ist das die einzige Möglichkeit, eine anhaltende Nervenentzündung genau in diesem Moment zu stoppen! Es gibt diese Cortisonjunkies, die sich bei jedem Ziep, sofort eine Dröhnung holen und in Foren schreiben, dass sie wiedermal Corti-tanken gehen. Jedem das seine, oder? Solange du nicht weisst, wie ich mit Cortison umgehe, bringt uns eine solche Bemerkung keinen Schritt weiter. Du bist nicht ich!

Du bist nicht ich zu: Ich würde nie ein Medikament nehmen, welches PML verursacht!

Ja klar, niemand möchte gerne freiwillig ein Risiko eingehen! Vor allem, wenn man weiss, dass es lebensbedrohlich ist und man innerhalb von 3 Monaten sterben kann. Aber schon mal auf die Idee gekommen, dass nichts im Leben ohne Risiko ist? Was soll ich machen, wenn die anderen Medikamente, aus verschiedenen Gründen, nicht in Frage kommen? Hier sitzen und Däumchen drehend hoffen, dass die Forschung ein Heilmittel für MS in den nächsten Tagen frei gibt und als erstes an meine Tür klopft? Ich kenne das Risiko und deshalb bin ich sehr auf Risiko-Minimierung aus. Regelmässige Bluttest und auch mal positiv denken. Soll ich mich nächtelang schlaflos im Bett wälzen, weil ich ein Risikopatient bin? Soll ich mich vielleicht vor Selbstmitleid in den Schlaf weinen, weil ich arme Sau, auch noch JC-Virus Trägerin bin. Wir merken, bringt niemanden was- du bist nicht ich!

Wir könnten hier beliebig und unendlich viele Beispiele nennen.

  • ich würde nie nur Hausfrau und Mutter sein wollen
  • ich würde nie meine Kinder in die Krippe geben
  • ich würde mich nie täglich schminken
  • ich würde nie ungeschminkt aus dem Haus gehen
  • ich würde mir nie so viele Nagellacke kaufen
  • ich würde nie Fertigkost meiner Familie auftischen
  • ich würde nie vegetarisch/vegan/lacto ovo…was-auch-immer leben
  • ich würde nie Fleisch essen
  • ich würde nie stillen
  • ich würde nie mein Kind mit der Flasche ernähren
  • ich würde nie einen Kaiserschnitt machen lassen
  • ich würde nie natürlich gebären
  • ich würde nie ein FR/IT/DE/usw. Auto kaufen

…na, na, na? Eben, wir können nur in den eigenen Schuhen laufen und können das Leben und die Lebensumstände von jemand fremden nicht beurteilen. Noch blöder ist es, jemanden eine solche Meinung ungefragt vor den Latz zu knallen. Du hast einen Rat oder möchtest deine Meinung mitteilen? Ja, nur zu, aber verurteile nie jemand für eine Entscheidung, vor allem, wenn dich diese Person nicht darum gebeten hat. So einfach.

Da ich jetzt so richtig in Fahrt gekommen bin, entscheide ich mich kurzfristig meinen ersten Lästeraufruf daraus zu machen (ich habe gehört, dass einige die Bezeichnung ‚Blogparade‘ nicht mögen) 

Ich denke, ich bin nicht die Einzige, die so viele Beispiele DU BIST NICHT ICH nennen kann.

Oder lieber in dieser Reihenfolge? Ich bin nicht du!

ICHBINNICHTDU

Ich bin nicht du (er/sie/es): Die Schwester meiner Nachbarin hat auch MS und jetzt ist sie praktisch blind. Du auch? Nein, ich bin nur kurzsichtig und trage seit ich 20 bin eine Brille. Ich bin nicht sie!

Ich bin nicht du (er/sie/es): Bei uns kaufen viele MSler orthopädische Schuhe. Sie können mit denen viel besser laufen. Willst du auch welche kaufen? Ähm, hast du ernsthaft meinen Gang beobachtet? Nein?

Ich bin nicht du (er/sie/es): Der Bruder meiner Schwiegermutter ist an MS gestorben. Das ist ja total Scheisse, dass du das hast. Hier bekomme ich meistens Lust, diese Person zu schütteln.

Ich bin nicht du (er/sie/es): Meine Arbeitskollegin benutzt energetisch aufgeladene Steine und das hilft ihr, machst du das auch, willst du auch solche Steine bestellen? Von mir aus können alle täglich einen Rosenquarz lutschen, Bäume umarmen, 30 min. Kopfstand machen…alles, solange es sie glücklich macht. Wenn ich sowas selber ausprobieren wollen würde, dann melde ich mich selber.

Ich freue mich, wenn ihr hier mitmacht und eure Erfahrungen teilt! Du bist nicht ich und ich bin nicht du betrifft nicht nur jemand mit einer Krankheit, das betrifft uns alle!

Das ist ein sehr spontaner Aufruf um gemeinsam zu lästern, die Luft raus zu lassen, einfach mal das benennen, was uns so unendlich nervt. Da ich sowas noch nie gemacht habe, habe ich keine Ahnung wie das funktioniert und würde mich sehr freuen, wenn ihr mitmacht und diesen Aufruf auch noch weiter teilt.

Teilnahmebedingungen ohne Blog: unter diesen Post in der Kommentarfunktion schreiben oder auf Facebook bei Staublos diesen Post kommentieren.

Teilnahmebedingungen mit Blog: In deinem wunderbaren Post, diesen Blogpost verlinken und deinen Link unter meinem Kommentar hinterlassen damit ich dich auch lesen kann.

Beginn: Ab sofort 17. März 2016

Dauer: weil Ostern dazwischen, bis 1. April 2016

Wer mag, darf auch eins der Bilder von diesem Post übernehmen

Nach Ablauf der ‚Blogparade’/’Lästerrunde‘ oder ’nennt-es-so-wie-es-euch-glücklich-macht‘ möchte ich eine Zusammenfassung der Kommentare und Beiträge erstellen + alle teilnehmenden Blogs verlinken.

So, ich hoffe, ich habe nix vergessen und ihr macht hier tatsächlich mit!

Danke, Katarina ❤

Hier geht es zur Auswertung der Blogparade!

 

Wochenrückblick 12.03.2016

Mein Wochenrückblick in Bildern

Wochenrückblick ist einer meiner liebsten Blogbeiträge. Ich nehme mir die Zeit, über die vergangene Woche nachzudenken und suche meine liebsten Momente zusammen. Das Leben ist zu kurz, um sich nur mit schlechten Tagen zu beschäftigen, oder?

Die Idee kommt ursprünglich von Denise, so habe ich vor langer Zeit angefangen, bei Fräulein Ordnung meinen Wochenrückblick zu verlinken. Leider bietet Denise die Möglichkeit, die Wochenrückblicke der Leser zu verlinken, aus technischen Gründen nicht mehr an.

Ich möchte aber trotzdem mit meinem Wochenrückblick weiter machen und wer weiss, vielleicht können wir diese Tradition auch weiterhin erhalten.

SO und zwar genau SO sieht richtige Entspannung aus!

entspannte Katze

Meine Sporteinheiten kommen noch immer zu kurz. Zu wenig Zeit, zu viele Termine, zu viel Müdigkeit…(Immer diese blöden Entschuldigungen)

Sport mit MS

Diese Woche war wieder mein Akupunkturtermin. Ich werde immer wieder gefragt, ob es mir auch tatsächlich was bringt und wozu ich es mache. Für meine innere Unruhe! Ich bin ein extrem unruhiger und zappeliger Mensch und dann hilft es mir sehr bei meinen üblen Verspannungen. Ich bitte sie jedes mal, mir ganz viele Nadeln für Energie und ganz viel Kraft zu setzen…die bleierne Müdigkeit bleibt trotzdem.

Akupunktur bei MS

Der grosse Sohn hat für seine Matheprüfung sehr viel geübt und gelernt. Diese ganze Arbeit hat sich gelohnt und er hat eine gute Note geschrieben. Er hat sich so sehr gefreut, dass ich spontan einen Kuchen gebacken habe und wir eine Kuchenparty gefeiert haben.

Kuchenparty

Die Osterdekoration blüht und ist fast schon wieder vorbei. Dazugekommen sind zwei Eulen, die die Kinder gebastelt haben.

Osterdeko

Der Gärtner war da und hat den grossen Trompetenbaum geschnitten. So kann von mir aus der Frühling gerne kommen, ich bin bereit!

Auf diesem Wege wünsche ich allen einen guten Start in die neue Woche ❤

Liebe Grüsse, Katarina

Wochenrückblick 06.02.2016

Denise von Fräulein Ordnung stellt diese Frage jedes Wochenende:

Was hat dich in dieser Woche glücklich gemacht?

„Ich zeige 4 – 6 meiner liebsten Fotos aus der Woche und schreibe 1 – 2 Sätze dazu.
Wer Lust hat, kann gerne beim Wochen(glück)-Rückblick mitmachen und sich bis Sonntag Abend verlinken. So können wir gemeinsam unser Glück, die schönen Momente und fröhlichen Stunden festhalten.“

Mein Wochenrückblick in Bildern

Diese Woche hatten die Kinder Winterferien. Wir hatten Besuch aus Deutschland, fast schon Frühlingswetter, Tierarzttermine und noch vieles mehr.

Als ich 2013 an meiner ersten Kortisoninfusion hing, lernte ich jemand über Twitter kennen, der gerade auf dem Weg zu seiner ersten Kortisoninfusion war. Wir haben angefangen uns auszutauschen und so hat es sich ergeben, dass er uns auch dieses Jahr in den Winterferien besucht hat.

Besuch

Normalerweise achte ich auf eine ausgeglichene Ernährung. Ich habe echt Mühe, auf süsse Backwaren zu verzichten. In Hefegebäck könnte ich mich wälzen. Diese Woche habe ich das Verzichten mal sein lassen.

Berliner

Mit unserem Besuch waren wir am See und die Kinder konnten sich auf dem Spielplatz austoben. Das Wetter war herrlich warm und es fühlte sich tatsächlich nach Frühling an. Am nächsten Tag gab es dafür Schneeregen…

bodensee2

Für die kleine Katze möchten wir selber einen Katzenbaum bauen, weil meinem Mann, die derzeitige Auswahl, nicht gefällt. Die Jungs und ich waren deshalb beim Schweden und im Baumarkt, jetzt haben wir verschiedene Ideen im Kopf. Ich finde das immer wieder schön, wie die Kinder dann ins Planen verfallen und richtig gute Ideen rein bringen. Auch die kleine Mieze war tapfer, denn sie hatte ihren zweiten Impftermin beim Tierarzt bravourös gemeistert.

orchide

Bei mir kommen in regelmässigen Abständen diese Fragen, welchen Weg ich einschlagen möchte. Innerlich fängt es an zu brodeln und zu köcheln. Zuerst kann ich das nicht so gut einordnen und das Gefühl macht mich nervös. Zur Zeit habe ich noch keine Idee was mich dieses mal genau beschäftigt, aber irgendwann wird der Knoten schon noch platzen.

In vielen Situationen gibt es keinen richtigen oder falschen Weg…es braucht nur Mut zu entscheiden ob es nach LINKS, RECHTS, OBEN, UNTEN geht. Solche Situationen gibt es bei uns allen immer wieder im Leben. Meiner Meinung nach, kann man das auch auf eine Krankheit übertragen, denn auch in einer solchen Situation muss man sich für einen Weg entscheiden. Wie möchte ich z.B. mit meiner Krankheit leben, welche Medikamente möchte ich nehmen, welche Behandlung probiere ich aus…genau wie auf diesem Bild, möge die Macht mit euch sein, egal welchen Weg ihr einschlägt, es wird schon der richtige sein, es gibt keinen ONE WAY!

darthvader

Bei uns sind die Winterferien also schon rum und am Montag fängt die Schule wieder an. Das bedeutet auch wieder den Wecker stellen, dabei habe ich festgestellt, dass ich ohne Wecker viel ausgeschlafener aussehe…

Auf diesem Wege wünsche ich allen einen guten Start in die neue Woche ❤

Alles Liebe, Katarina