Blogreise: Eltern mit Behinderung

Herzlich willkommen zu der Blogreise Eltern mit Behinderung!

Eltern mit Behinderung stehen vor gleichen Herausforderungen wie Eltern ohne Behinderung

Wir durchleben die gleichen Phasen mit schlaflosen Nächten, Stillproblemen, die plötzliche Verantwortung für einen kleinen Menschen. Unsere Kinder zahnen ebenfalls, schlagen sich später dann diesen Milchzahn wieder raus, bekommen Fieber, werden krank, bekommen Wutausbrüche und alles, was zu einem Leben mit Kindern dazu gehört.

Nur ist das alles bei uns, je nach Behinderungsgrad, doch etwas komplizierter. Je nach dem braucht es mehr Kraft, Organisation, Durchhaltewillen, Hilfe – * viele helfende Hände! Wir sind genauso bemüht, unseren Kindern die schönste Kindheit zu bieten und möchten ihnen helfen, tolle und selbständige Menschen zu werden. Man muss es sich einfach so vorstellen: wir müssen vieles manchmal über einen etwas anderen Weg machen.

Meine Behinderungen sind weder sichtbar, auf den ersten Blick erkennbar oder fassbar

Mutter mit MS
(Multiple Sklerose: chronische, bisher unheilbare Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems)

Meine Kinder wurden sehr früh in ihrem Leben mit meiner Krankheit konfrontiert. Sie waren noch sehr klein und konnten nicht verstehen, warum es Mama schlecht geht. Trotzdem merken und spüren die Kinder sehr schnell, wenn es uns Eltern nicht so gut geht. Ich habe deshalb beschlossen, sehr offen mit meinen Kindern über die MS zu sprechen. Ich habe ihnen erklärt, was im Körper passiert.

Sie kennen das Immunsystem als kleine gelbe Bagger, die bei Erkältung z.B. die Viren und Bakterien aus dem Körper schaufeln. Man sogar Fieber bekommt weil die Bagger ganz viel arbeiten müssen um so schnell wie möglich die Eindringlinge aus dem Körper herauszubekommen.

gelbe-bagger

Die MS habe ich ihnen so erklärt, dass bei meiner Krankheit einige dieser kleinen Bagger nicht mehr richtig funktionieren. Sie greifen meine Nervenbahnen an, weil sie irrtümlich denken, das sei ein Eindringling. Dadurch dass sie eben diese Nervenbahnen beschädigen, ich diese aber dringend brauche z.B. um meine Hände zu bewegen, kann das zu verschiedenen Symptomen führen.

  • Deshalb hat Mama manchmal keine Kraft in den Fingern und lässt oft was fallen.
  • Deshalb ist es der Mama manchmal so wahnsinnig schwindlig.
  • Deshalb kann Mama nicht so gut basteln.
  • Weil das alles den Körper sehr müde macht, muss Mama öfter mal aufs Sofa und kann nicht unbedingt Fussball spielen.
  • Deshalb geht Mama nicht so gerne ins Freibad, weil die Hitze all diese Symptome viel stärker macht. Sie danach ständig stolpert und in irgendwas rein läuft
  • Deshalb kann Mama manchmal keine CD’s mehr hören weil ihr danach der Kopft und der ganze Körper surrt,
  • ihr Gesicht, Finger, Fuss, Schulter, Auge sichtbar zuckt,
  • sie in den meisten Fingern nicht zwischen kalt und warm unterscheiden kann und sich ständig am Backofen, Bügeleisen oder Pfanne verbrennt,
  • sehr oft Rückenschmerzen und von denen Kopfschmerzen bekommt und dann beim Essen nicht sitzen kann,
  • sie rot wie ein Krebs anläuft und manchmal so starke Bauchkrämpfe hat, weil das Nebenwirkungen ihres Medikamentes sind.
  • Medikamente für Kinder sehr gefährlich werden können, ausser Mama oder Papa geben sie.
  • …bisher hatten wir Angst vor Spritzen und dann durften wir Mama auch schon ihr Medikament spritzen weil wir das unbedingt wollten. Und sie ist tatsächlich sehr tapfer und weinte nie dabei.

Kindheit mit kranken Eltern

Die erste Frage meiner Kinder war, ob ich daran sterben muss. Ich meine, da zerspringt mir einfach das Herz in tausende Einzelteile. Die zweite Frage war, ob das ansteckend ist und sie deshalb nicht mehr mit mir zusammen sein können. Da zerspringt es das zweite Mal. Und die schlimmste aller Fragen kam auch: Mama, sind wir schuld daran, dass du krank bist?

Sie müssen in ihrem zarten Alter über solche Themen nachdenken und sich ein eigenes Bild dazu machen. Ich hätte nie gewollt, dass sich meine Kinder diese Fragen stellen müssen. Vielleicht nehme ich ihnen einen Teil dieser kindlichen Unbekümmertheit? Nun ist es aber so und da bleibt mir nur das beste daraus zu machen.

Ich sehe meine Krankheit als Chance, meinen Kindern ein gutes Vorbild zu sein. Dadurch können sie einiges für ihr zukünftiges Leben lernen. Erstens kann man das Leben nicht planen, man kann aber davon ausgehen, dass alles gut kommen kann. Ich zeige ihnen wie wichtig eine positive Einstellung ist. Also lebe ich ihnen vor, was man machen kann, wenn man plötzlich ein grösseres Problem hat. Ich zeige ihnen, dass es ok. ist Schwäche zu zeigen, dass es aber trotzdem weitergeht. Ich versuche ihnen zu zeigen, wie man sich selber motivieren kann und es schade wäre, einfach aufzugeben nur, weil etwas gerade sehr anstrengend ist. Wie wichtig es ist auf seinen Körper zu achten und ihn wertzuschätzen. In wieweit dieses Vorgehen tatsächlich meine Kinder weiterbringt, kann ich nicht beurteilen. Ich werde auch nie wissen, ob an meiner Theorie etwas dran ist, weil ich keinen Vergleich ziehen kann. Aus reinem Selbstschutz (wenn das schlechte Gewissen den Kindern gegenüber Überhand gewinnen möchte) hoffe ich, dabei Recht zu behalten.

Mutter mit ADHS

Die ADHS (AufmerksamkeitsDefizitHyperaktivitätsStörung) Diagnose habe ich erst im Erwachsenenalter bekommen. Ich hatte plötzlich einen Zustand der Dauerüberreizung. Meine Sinne waren völlig aus dem Gleichgewicht geraten und plötzlich führten alle Geräusche, Lärm, stressige Situationen zu einer extremen, körperlichen Anspannung. Ich war ständig überreizt von der vielen Informationsflut die mein Gehirn umspülte. Das hat sich sehr langsam und fast unmerkbar in meinen Alltag eingeschlichen.

Geräusche, Lärm, Kälte/Wärme, Gerüche, Multitasking, Informationsflut…das war plötzlich, in einem bisher nicht gekannten Ausmass, extrem einflussreich auf meine Körperfunktionen.

Irgendwann kommt der Moment an dem mein Gehirn einfach nur noch zu macht. Ich bin so überreizt, dass mein Körper sich total anspannt, Adrenalin ausschüttet und den Cortisolspiegel erhöht – sprich – das Gehirn schaltet automatisch auf Flucht. Das sind ganz normale Reaktionen unseres Gehirns und wir sind alle so programmiert, bei Gefahr schnell flüchten zu können (Quelle Wikipedia fight or flight). So fühlte ich mich jeden Tag schon sehr früh extrem gestresst. Da meine Hemmschwelle plötzlich so niedrig war, war ich automatisch extrem gereizt. Es ist sehr schwierig in solchen Momenten einen klaren Kopf zu behalten und z.B die streitenden Kinder zu beruhigen. Ich hatte dazu auch noch das Gefühl, dass mein Zustand sich auf die Kinder überträgt und wir sehr schnell in einem Strudel gefangen waren, aus dem wir fast nicht ausbrechen konnten.

Die Spitze dieser Überreizung erreichte ich erschreckend schnell und ich wusste, dass irgendwas einfach nicht mehr gut war. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, das hätte vermutlich mit meiner MS zu tun und den bereits vorhandenen Nerven-bzw. Hirnschäden.

Ich sprach mein Problem beim Nächsten Neurologentermin an. Mir wurde empfohlen, eine ADHS Abklärung zu machen. So wüssten wir, ob dieser Zustand von der MS kommt. Bei der Abklärung hatte ich sehr oft dieses AHA-Erlebnis und wusste endlich, warum es so war, wie es ist.

Das Zusammenspiel zwischen MS und ADHS

Durch meine MS bin ich nicht mehr belastbar wie früher. Mir fehlt ein grosses Stück dieser Energie die ich vorher hatte. Trotzdem bleibt ja meine ADHS und treibt mich innerlich immer an. Diese Verbindung ist soweit schwierig, da dadurch mein Körper in einem Zwiespalt ist. Einerseits brauche ich die Action, andererseits fehlt mir die Kraft dazu.

Es ist das Zusammenspiel von MS und ADHS welches schlecht zusammen funktioniert. Das Eine braucht Ruhe und Erholung, das Andere braucht Action und Adrenalin um sich gut zu fühlen. Ich musste lernen die beiden Extreme irgendwie auszugleichen. Und mittendrin sind meine Kinder.

Kinder fordern, sie sind laut, sie streiten, sie werden impulsiv und irrational…- eben, eine ganz normale Kinderentwicklung und ich könnte hier weitere Beispiele aufschreiben, nur wäre das total sinnlos. Dieser selbstverständliche Alltag, ist für mich durch die «Gehirnbesonderheiten» einfach etwas anstrengender als für andere. Durch die beiden Behinderungen kann ich mit den Inputs einfach nicht so gut umgehen. Es kostet mich alles einfach etwas mehr Kraft. Der Alltag zehrt ein Stückchen mehr an meiner Kraft, weil mein Körper nicht mehr in der Lage ist das auszugleichen.

Durch meine beiden Behinderungen musste ich lernen, mit den vielen Reizen, die in meinem Alltag auf mich einprasselten, umzugehen.

Wir haben als Familie unseren Weg gefunden. Manch einer findet die Mittagsstunde am Wochenende im Zimmer mit Buch oder CD total daneben und völlig sinnlos. Der andere ist glücklich, eine Stunde etwas zur Ruhe zu kommen. Vielleicht kann ich nicht mehr spontan einen Fahrradausflug machen, dafür backe ich uns einen Kuchen, wenn sie mit ihrem Vater von der Fahrradtour wieder zurückkommen. Wenn die Kinder nach der Schule ihre Hausaufgaben machen müssen, ist das meistens zu der Zeit, in der meine Erschöpfung einsetzt. Ich habe körperlich und geistig nur noch sehr wenig Kraft und müsste mich vom Körpergefühl her, einfach für eine Weile hinlegen. Das geht aber in diesem Moment überhaupt nicht.

Eltern mit Behinderung werden vor die gleichen Herausforderungen wie Eltern ohne Behinderung gestellt. Eltern mit Behinderung haben einfach noch ein paar weitere Beschwerden, die es etwas komplizierter machen. Und diese Behinderungen müssen nicht unbedingt sichtbar sein…

Vielen Dank für euren Besuch!

Worum es bei der Blogreise geht?

Die Blogreise wurde von wheelymum ins Leben gerufen und es geht darum zu zeigen, wie viele wir eigentlich sind und wie wir mit unseren unterschiedlichen Behinderungen leben.
Quelle Wheelymum: Eine Blogreise, durch und vor allen Dingen auch unterschiedlichsten Elternblogs. Die Gemeinsamkeit dieser Blogs liegt darin, das wir alle Eltern sind. Eltern die eine Behinderung haben. Erinnert ihr euch noch, warum ich unter anderem begonnen habe zu bloggen? Ich wollte mehr Austausch untereinander ermöglichen. Am besten funktioniert das natürlich durch Vernetzung. Und so habe ich, gemeinsam mit Nici von Rollimami, verschiedene Elternblogs mit Behinderungen gesammelt und die Blogreise organisiert. Am Ende unserer Blogreise, gibt es sogar etwas zu gewinnen!

Gewinn

Zu gewinnen gibt es dieses Puppenspielhaus samt Zubehör. von der Firma Ehring in Homberg/Efze.

Bildrechte Ehring Markenmöbel

Bildrechte Ehring Markenmöbel

Teilnahme an der Verlosung

Jeder teilnehmende Blog, hat am Ende seines Beitrages zur Blogreise eine Frage. Bitte notiert euch die Antwort und sammelt, von Beitrag zu Beitrag, die Antworten. Am Ende habt ihr etwas über eine Woche Zeit, diese gesammelten Antworten, zu einem Wort/Satz zusammenzufügen und diesen Antwortsatz, sendet ihr bitte per Mail an Sehtuns@web.de.

Danach entscheidet das Los.

Teilnehmende Blogs

Immer am Donnerstag findet ihr neue Beiträge auf folgenden Blogs:

Wir freuen uns natürlich über jeden, der uns hilft, das Thema zu verbreiten und darauf aufmerksam zu machen. Und jetzt wünschen wir euch eine gute Reise, tolle Erlebnisse und Entdeckungen.

Ich suche ein anderes Wort (Synonym) für: diverse, etliche, jede menge, massenhaft, mehrere, reichlich, scharenweise, verschiedene, zahllos, zahlreiche, zig

* v _ _ _ _  Hände, schnelles Ende in diesem Sinne, viel Glück beim Gewinnspiel!

Katarina ❤

Wochenrückblick 11.02.2017

Mein Wochenrückblick in Bildern

Wochenrückblick ist einer meiner liebsten Blogbeiträge.
Ich nehme mir die Zeit, über die vergangene Woche nachzudenken und suche meine liebsten Momente zusammen. Das Leben ist zu kurz, um sich nur mit schlechten Tagen zu beschäftigen, oder?

Meine Glücksmomente 

Meine Runde auf dem Crosstrainer strampeln, laut Musik hören und sich danach ultra leicht fühlen! Ich bin zwar mit meiner Fitness noch nicht auf dem Level vom letzten Jahr, aber das kommt schon noch. Ich bin froh, wenn ich wenigstens ein mal pro Woche mein Workout durchziehe.

sport

Frische und ungebügelte Bettwäsche! Könnt ihr es riechen? Ich liebe es sehr…

bettwaesche

An einem Nachmittag bei meiner Nachbarin zum Kaffee eingeladen werden. Danach eine kurze Verschnaufpause auf dem Sofa bevor es wieder weiter geht. Diese Woche hatte ich fast täglich gegen 17:00Uhr jeweils einen Energie-Einbruch. Totale Erschöpfung! Zum Teil war es so schlimm, dass ich echt das Gefühl hatte, heulen zu müssen.

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Ich habe etwas zum Mittagessen ausprobiert und die Kinder waren begeistert! Normalerweise fragen sie immer a) Ist das Rezept aus dem Internet? oder b) Hast du das selber erfunden? Ich habe es also selber erfunden und bekam den Auftrag, das wiedermal zu kochen – trotz Zucchetti!

Rezept Hirseflocken Zucchetti Pancakes  

1 Tasse Hirseflocken
1 Tasse Mehl
1/2 Pck. Backpulver, Salz, Pfeffer, ich hab noch Zwiebel-und Knoblauch
Pulver dazu gegeben.
die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen

1 Tasse Milch
1/4 Tasse Öl
2 Eier
mit einem Mixer vermixen

2 mittlere oder 1 grosse Zucchetti raspeln

Alles zusammen mit einer Kelle zusamen rühren. Etwa 20min. ruhen
lassen.
In einer grossen Pfanne jeweils einen EL pro Pancake ins heisse Öl 
geben und wie gewöhnliche Pancackes ausbacken.

rezept-hirsepancackes

Frühlingsblumen! Bei uns kommt noch immer nur sehr selten die Sonne raus und ich warte sehnsüchtig auf den Frühling. Wie ich schon im Glücksprojekt für Februar geschrieben habe, Tulpen bringen den Frühling in der Vase ins Haus.

tulpen

Ich kann mich sehr lange über Gemüse amüsieren….

gmuese

Die Firma meines Mannes hatte einen Firmenanlass und ich durfte mit. Es ging zu einer Aston Martin Vertretung. Sehr hübsche, schnelle und teure Autos! Ich würde sagen, so einer würde mir schon auch stehen, oder? Leider sind sie vermutlich nicht unbedingt MS-tauglich, dann lass ich das lieber…hehehe…

aston-martin

Liebe Grüsse und eine wunderbare neue Woche ❤

Katarina

(Die Wochenrückblick-/Glück Idee kommt ursprünglich von Denise Fräulein Ordnung und bei ihr kann man weitere Rückblicke von anderen Bloggern in den Kommentaren nachlesen)

WMDEDGT 02/17 Tagebuchbloggen bei Frau Brüllen

WasMachstDuEigentlichDenGanzenTag Tagebuchbloggen bei Frau Bruellen

Sonntag, 05.02.2017

Es ist soweit, Tagebuchbloggen am 5. des Monats ist angesagt!

Nachdem ich die letzten Nächte in Folge „nächtliches Gedanken wälzen inkl. Pro/Contra abwägen“ sehr schlecht und wenig geschlafen habe, bleibe ich lange im Bett. In der Nacht hat sich meine Periode voll Karacho auch noch dazu gesellt und liess mich nicht wirklich super schlafen. Um 06:10 drückt auch schon die Blase und ich frage mich, wie das dann im höheren Alter sein wird. Oder sind es eher die Männer, die im Alter öfter raus müssen? Egal. Ich treffe K1 im Badezimmer an und erinnere ihn noch daran, dass denn Sonntag ist und wir länger schlafen können. Haaahaaa! Aber, ich will nicht jammern, denn mittlerweile bleiben beide Kinder bis zur vereinbarten Zeit im Zimmer und lesen. Ich schlurfe wieder in mein Bett und döse vor mich hin.

Der Mann steht auf und geht seine Runde laufen. Nachdem er zwei Wochen sowas wie Männergrippe hatte, konnte er nicht joggen, was sich extrem auf seine Stimmung geschlagen hat. Ein zickender Mann mit Erkältungssymptomen, puh!

Da die Kinder mittlerweile ohne Streit und Geschrei im Zimmer von K1 spielen, stehe ich erst um 8:30Uhr auf. Wir machen zusammen Frühstück und fangen auch schon an. Kurz bevor wir fertig sind, kehrt auch der ausgelüftete Mann zurück. Die Kinder spielen mit der alten Eisenbahn vom Mann und ich lese das Internet durch. Der Artikel von Frau Brüllen über die Schule gefällt mir, ich wollte schon letzte Woche was zu unserer Schulerfahrung nach dem Zeugnisgespräch schreiben. Mache ich dann vermutlich noch die nächsten Tage.

Weil ich dieses mal echt mühsame Bauchschmerzen hab, beschliesse ich kein Sport zu machen und nehme stattdessen ein Entspannungsbad. Vor einigen Monaten habe ich mir das Little Black Book von Sofie Valkiers gekauft. Also habe ich es jetzt herausgeholt und in der Badewanne gelesen. Naja, es ist schön und witzig geschrieben, aber sonderlich viel Neues über Mode/Styling/Makeup habe ich nicht gesehen. Es war dann eher so der Effekt: „nett, aber das weiss ich schon lange.“ Trotzdem, es ist etwas wie ein Bilderbuch mit schönen Modefotos für Erwachsene.

Der Mann hat in der Zwischenzeit das Mittagessen gekocht und danach machen alle Mittagsstunde. Ich verziehe mich auf das Sofa und lese weiter. Dort verbringe ich dann eigentlich den restlichen Tag.

gruentee

Am Nachmittag spielen die Kinder weiter mit der Eisenbahn und ich lümmle noch immer auf dem Sofa. Mann hat ein neues Buch angefangen, welches eigentlich ich von Twitterbekannten bekommen hab.

Da das Mittagessen nicht sehr, ähm, nahrhaft war, haben wir alle wieder Hunger und quengeln dem Mann die Ohren voll bis er uns einen Apfelkuchen bäckt.

Die Kinder müssen die Zimmer aufräumen (wird immer sonntags gemacht und mittlerweile wird fast nicht darüber diskutiert) und die Unterlagen für die Schule zusammen suchen. Morgen beginnt das zweite Semester und beide hatten noch Hausaufgaben zu erledigen in den Sportferien.

Ich mache uns ein grosses Blech Granola für die nächsten Tage auf Vorrat und die Kinder wollen dringend auslüften.

granola

Also gehen sie auf den Vorplatz und spielen noch eine Runde Fussball während der Mann und ich die kurze Ruhe im Haus geniessen. Ich muss dazu sagen, auch die kleine Katze hat sich nicht wirklich viel bewegt und scheint etwa gleich faul zu sein wie ich.

Irgendwann versuche ich den Mann zu überreden, auch noch das Abendessen zu kochen und es sieht so aus, als ob er das ganze Wochenende in der Küche verbringen wird-wofür ich auch sehr dankbar bin.

Jetzt heisst es noch die Küche aufräumen und den Frühstückstisch für morgen decken. Ich räume immer die Küche auf, weil ich es wahnsinnig schlimm finde am frühen Morgen in eine unaufgeräumte Küche zu stolpern. Dazu decke ich schon Teller, Gläser, Besteck und Servietten. Je weniger ich am Morgen machen muss, umso besser.

Etwas wehmütig bin ich meistens am letzten Ferientag. Da denke ich immer, hach, es war schön die beiden Kids den ganzen Tag um mich zu haben. Trotzdem bin ich auch froh, wenn die Schule wieder los geht und ich wieder den freien Vormittag habe.

Die Kinder duschen gerade und danach kuscheln wir den Abend auf dem Sofa aus. Um 20:00 werden beide ins Bett gehen und es kehrt wieder Ruhe ein.

So ein gemütlicher Tag ist schon sehr toll, macht mich aber nach einer Weile auch sehr nervös (ADHS und so) und ich mag nicht so das Gefühl, nix gemacht zu haben. Ich weiss, meinem Körper hat das sicherlich gut getan.

Gute Nacht und kommt gut in die neue Woche! ❤

Katarina

Glücksprojekt: Februar 2017

Nachdem ich bereits über meinen Januar berichtet habe, sind wir auch schon im Februar angekommen! Jaahaa, die Zeit fliegt!

In der Zwischenzeit wurde ich gefragt, woher ich die Ideen habe und wie ich darauf gekommen bin ein Glücksprojekt zu machen. Im Dezember habe ich von meiner spontanen Idee berichtet (HIER nachlesen). Wie es so für diese Zeit üblich ist, las man überall und von allen Seiten etwas zu den verschiedensten Vorsätzen. Ich habe mir für das 2016 auch Vorsätze gemacht und diese dann gleich auch ausgewertet. Es hat sich gezeigt, dass ich so nur einen Teil meiner Pläne umgesetzt habe. Zusätzlich hatte ich schon im Oktober in einer Zeitschrift über Vorsätze gelesen. Wie schwierig es ist, diese umzusetzen und blabla. So habe ich nach meinem Vorsatz-Desaster den Entschluss gefasst, keine Vorsätze mehr zu machen. Spontan hat sich die Idee von einem Glücksprojekt ergeben. Die Ideen die ich als meine Glücksprojekte für die jeweiligen Monate schreibe, sind solche, die mir einfach im Kopf herum schwirrten. Einiges wollte ich schon längere Zeit machen, anderes kam einfach spontan dazu. So habe ich angefangen, alle meine Ideen überall aufzuschreiben und zu sammeln. Aus dieser Ideen-Sammlung wähle ich jeweils einige für mein Glücksprojekt aus.

gluecksprojekt2017

Februar 2017  (Hier die Printvoralge gluecksprojekt-februar-2017)

  • Im Februar verabschiede ich mich langsam vom Winter. Der Frühling zieht ein und ich finde, Tulpen sind genau die richtigen Frühlingsboten dafür.
  • Es ist auch Zeit, vielleicht mit etwas Sport zu beginnen. Eigentlich wäre es gut, regelmässig die Herzfrequenz etwas hoch zu jagen. Ob man das mit Sport oder einem zügigen Spaziergang macht, ist jedem selber überlassen.
  • Da ich in letzter Zeit unter diesen kalten Temperaturen echt gelitten habe, habe ich nach Wärme von innen gesucht. Hierzu eignen sich verschiedene Gewürze oder Tee mit Ingwer, Curry usw. Hierfür probiere ich dann noch einige Rezepte aus!
  • Meine grösste Herausforderung, früher ins Bett gehen behalte ich bei. Hierfür habe ich mir nur einen Abend in der Woche als Ziel gesetzt. Von lieben Leserinnen bekam ich den Tipp, mich schon vorher Bett-fertig zu machen. So zu sagen, dann, wenn meine Kinder ins Bett gehen, könnte ich mich schon abschminken und bereit machen. Das werde ich definitiv versuchen. Meistens schlafe ich auf dem Sofa ein und wenn ich mich danach noch abschminken, Zähne putzen und umziehen muss, bin ich so weit wieder wach, dass ich nicht einschlafen kann.
  • Etwas ganz neues was ich ausprobieren möchte: ein zwei-Satz-Tagebuch. Ein kleines Notizheft bereitstellen und jeden Abend zwei Sätze über etwas Positives vom Tag rein schreiben. Ich denke, so wird das Selbstwertgefühl gestärkt und positives tut uns allen gut!
  • Meine Winterhaut braucht unbedingt eine Extraportion an Pflege! Dazu habe ich schon letzte Woche ein Mandelöl von Kneipp besorgt. Eigentlich mehr für die trockenen Beine meiner Kinder, aber was für sie gut ist, geht auch für mich, ha! Das Öl riecht wahnsinnig gut und hat keine künstlichen Zusätze, ist frei von allem so zu sagen. Man soll es auf noch feuchter Haut einmassieren.
  • Etwas, was ich schon im Januar angefangen habe ist: beantworte Emails und Anfragen über Whatsapp oder SMS möglichst sofort! Es braucht etwas Übung hierfür, denn ich lese meistens meine Emails, schliesse sie und denke dann den ganzen Tag daran, dass ich diese noch zu beantworten habe. Das ist sehr ineffizient und stresst unbewusst total. Ich gewöhne mich nun langsam daran, wenn möglich sofort zu antworten. So bleibt mein Kopf viel freier und ich muss nicht an so viele verschiedene Kleinigkeiten denken!
  • Als eine ganz neue Herausforderung habe ich mir folgendes ausgedacht: Wie wäre es mit einem ehrenamtlichen Engagement? Eine soziale Organisation unterstützen? Aber nicht mit einer Geldspende sondern mit deiner Zeit! Hier spreche ich natürlich aus meinem direkten Umfeld. Zur Zeit befasse ich mich mit einem Engagement und das gibt mir ein tolles Glücksgefühl. Manchmal braucht es nur sehr wenig und man bekommt so viel zurück. (Näheres zu meinem Projekt wird dann noch folgen.)

gluecksprojekt-februar

So, das sind meine Anregungen für das Glücksprojekt im Februar. Es sind wie gesagt, kleine Punkte, die aber eine grosse Wirkung haben können. Dazu fällt der Druck von einem Vorsatz weg, bekommt ein ganz anderes Gesicht und macht glücklich und zufrieden.

Wer Lust hat, ist herzlichst eingeladen mitzumachen!

Das Blatt mit den Projekten (gluecksprojekt-februar-2017)  kann man sich z.B. ausdrucken und in die Agenda legen oder an den Kühlschrank pinnen. So hat man es bei sich und wird daran erinnert.

Es wäre ganz toll, wenn wir am letzten Tag des Monats einen Rückblick machen und uns fragen, was wir davon geschafft haben und ob es uns gefallen hat. Je nach dem entsteht aus dem Projekt eine kleine Gewohnheit die uns gut tut. Den Rückblick kann man in kurzen Stichworten, einem Blogpost oder mit Fotos hier verlinken und den #glücksprojekt2017 @staublos_ch verwenden. Das Bild vom Glücksprojekt 2017 könnt ihr gerne mitnehmen. LeserInnen, die kein Blog schreiben, können natürlich jeweils unter meinem Post kommentieren und ein Foto hoch laden. Mein Glücksprojekt eignet sich für alle egal ob weiblich, männlich, gesund, krank, glücklich oder unzufrieden! Ja, ich bin chronisch krank und habe Multiple Sklerose, aber das tut hier nix zur Sache. Wir sind durch unseren Alltag und all die Verpflichtungen in einem Hamsterrad gefangen und manchmal kommen wir einfach nicht raus.

Ich wünsche euch allen einen wunderbaren Start in den Februar!

Liebe Grüsse

Katarina ❤

Vergiss Vorsätze – Ich mach ein Glücksprojekt 2017
Glücksprojekt Januar 2017
Rückblick Glücksprojekt Januar 2017
Rückblick Glücksprojekt Februar 2017