Wochenrückblick 08.07.2017

Mein Wochenrückblick in Bildern

Wochenrückblick ist einer meiner liebsten Blogbeiträge.
Ich nehme mir die Zeit, über die vergangene Woche nachzudenken und suche meine liebsten Momente zusammen. Das Leben ist zu kurz, um sich nur mit schlechten Tagen zu beschäftigen, oder?

Meine Glücksmomente 

Ich habe angefangen, meine Sommergarderobe für die Ferien zu sortieren. In den Sommerferien trage ich meistens kurze Shorts und ziehe sie auch nur am Meer an- dort passt das. Jetzt habe ich festgestellt, dass alle meine kurzen Hosen, ähm, eingelaufen sind! Letztes Jahr muss es ja so heiss gewesen sein, dass die alle geschrumpft sind…haahaaa… Sie sitzen alle ziemlich knapp und knackig. Darauf habe ich mit meiner Freundin frusttelefoniert. Unsere beiden Familien verbringen ja zusammen die Sommerferien. Sie hat mir versichert, ihre Sommergarderobe sei auch eingelaufen und am Pool von unserem Ferienhaus, wird sich keine Sau dafür interessieren…yay! So ist das und ich werde mich da trotzdem reinquetschen, solange es bequem ist. Bodypositivity sozusagen.

Eine super nette Nachricht bekommen. So erstaunt starre ich etwa in meinen Bildschirm, wenn ich so eine Nachricht lese.

Glücksprojekt für Juli gepostet. Leider habe ich es nicht geschafft, einen Rückblick für den Juni zu machen. Irgendwie gestaltet sich das immer so zeitintensiv.

Unser Auto habe ich für die Sommerferien in Schuss gebracht. Durch die Waschanlage gefahren, Pneudruck gemessen, Öl kontrolliert, Scheibenwischwasser aufgefüllt…check!

Akupunkturtermin und der Praxishund, der sich mir immer vor die Füsse legt wenn ich komme.

Am Freitag wurden in der Schule ganz viele Lehrpersonen verabschiedet. Die Eltern und Kinder wurden zu einem weissen Brunch eingeladen und aufgefordert, ganz in weiss gekleidet zu kommen. Der Pausenplatz war so schön geschmückt und es war echt speziell, all die Menschen in weiss gekleidet zu sehen. Ich muss zugeben, zuerst war ich skeptisch, aber als ich das gesehen habe, fand ich es sehr toll. Die Kinder haben gesungen, Abschiedsreden wurden gehalten und am Ende sind einige Tränen geflossen. Kind1 bekommt wieder eine neue Lehrperson und jedes Jahr leidet er sehr darunter. Sein kleines Herz hat dann sowas wie Liebeskummer.

Kind2 war zu einer Zelt-Übernachtungsparty eingeladen und war am Nachmittag ziemlich aufgeregt. Endlich durfte er um 17:00 Uhr dorthin und ich hab mir einen Aperolspritz gegönnt. Leider hat es dann angefangen zu gewittern und zu regnen. Kind2 hat panische Angst vor Gewitter. Also lag mein Handy immer griffbereit. Aber, es kam kein Anruf. Gegen 22:30 Uhr kam eine Whatsapp Nachricht, alle wohl auf und im Zelt sei es mittlerweile ruhig geworden. Heute habe ich ein überglückliches und stolzes Kind abgeholt!

Wir wollten eigentlich mit Kind1 Abendessen gehen. Aber weil er noch immer nicht so gut drauf war und schon Kopfschmerzen hatte, hat der Mann Pizza gebracht und wir haben auf dem Sofa gegessen und seinen Lieblingstrickfilm geschaut. Das fand er dann ziemlich cool und ist glücklich und zufrieden ins Bett. Heute hat er sich wahnsinnig auf den kleinen Bruder gefreut. Da sie gleich zur Bibliothek sind, hat er für ihn schon die ausgeliehenen Bücher und CDs zusammen gesucht und in den Rucksack gepackt. Ja, manchmal können sie tatsächlich dieses Geschwisterplüsch…

Heute wasche ich die letzten zwei Maschinen mit Wäsche und danach packe ich alles fertig. Ich habe mir fest vorgenommen, heute soweit möglich, alles zu erledigen. Morgen bringen wir die Katze zu meinen Eltern in die Ferien und danach wird das Auto geladen. Sehr früh am Montag fahren wir dann los nach Kroatien. So, jetzt nur noch die Daumen drücken, dass der Plan funktioniert.

Ich wünsche euch eine ganz tolle Zeit und denen, die Ferien haben, wunderbare und erholsame Ferien. Die, die noch keine Ferien haben, einen wunderbaren Sommer und einige tolle Sommerabende!

Katarina ❤

(Die Wochenrückblick-/Glück Idee kommt ursprünglich von Denise Fräulein Ordnung und bei ihr kann man weitere Rückblicke von anderen Bloggern in den Kommentaren nachlesen)

WMDEDGT 07/17

WasMachstDuEigentlichDenGanzenTag Tagebuchbloggen bei Frau Bruellen

Mittwoch, 05.07.2017

Es ist soweit, Tagebuchbloggen am 5. des Monats!

Irgendwann gegen 05:00 Uhr steht mein Mann auf und geht joggen. Weil ich die Rollläden nicht herunter gelassen habe, scheint mir schon fast die Sonne ins Gesicht. Es ist jedenfalls sehr hell und das Licht blendet mich. Ich überlege kurz, vielleicht auch aufzustehen und etwas nützliches zu machen wie z.B. Yoga. In letzter Zeit kam ich fast nicht dazu Sport zu machen und merke es schon an meinem Rücken. Trotzdem bin ich zu faul und bleibe liegen. Als um 06:15 mein Wecker klingelt, war ich kurz vorher wieder eingeschlafen. Wäre ich doch einfach vorher aufgestanden! Also quäle ich mich aus dem Bett weil ich jetzt plötzlich doch so müde bin.

Ins Bad schlurfen, die Brille montieren und in die Kinderzimmer gehen. Beide Kinder sind wie immer, bereits wach. Ich öffne ihre Zahnspangenhalterungen und mach die Fenster auf. Danach gehe ich in die Küche und mach Frühstück. Der Mann ist mit seiner Laufrunde fertig und geht duschen.

Nach dem Frühstück noch den Tisch abräumen, die Znüniboxen packen, Kind1 seine Gelfrisur machen. Der Mann fährt weg und ich dusche ganz schnell. In der Zwischenzeit üben beide Jungs ihre Instrumente.

Um 7:30 Kind2 mit Sonnencreme einschmieren und zur Schule schicken.

Um 7:45 Kind1 zur Bushaltestelle fahren weil sie in der letzten Schulwoche keinen regulären Unterricht mehr haben und Bowlen gehen.

Anschliessend will ich noch einkaufen, hab aber mein Handy zu Hause vergessen. Also halte ich kurz zu Hause an. Dabei sehe ich noch, dass ich gestern eine E-Mail vom falschen Account geschickt habe. Zur Zeit habe ich 4 verschiedene Emailaccount auf dem Handy und ich befürchtete schon, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis mir das passiert. Zum Glück ist das aber nicht so schlimm.

Vor dem Laden will ich noch schnell mit dem Büro telefonieren. Da der Empfang aber so schlecht ist, wandere ich 20min. draussen vor dem Laden und laufe Bahnen von links nach rechts. Ich kann nicht stehend telefonieren, ausser, ich bin an ein Festnetztelefon mit Steckdose angekettet.

Den Einkauf erledigen. Und um 9:00 Uhr zu Hause ankommen. Weil meine Nachbarn die Grüntonnen in der Einfahrt stehen haben, kontrolliere ich unsere noch. Beide sind voll und ich stelle beide raus, hole die Gebührmarken und mach die dran weil die Abfuhr kommt.

Einkäufe einräumen. Büro ruft wieder an. Die gewaschenen Trainingsklamotten vom Mann rausnehmen und eine Ladung laufen  lassen.

Mit meiner Freundin wegen unserer gemeinsamen Ferien telefonieren. Bevorzugt auf der Schaukel draussen, ich kann ja nicht einfach so stehen und telefonieren. Oder dabei den Geschirrspüler aus und einräumen.

Die anfangs Woche bereits gewaschene und zusammen gelegte Wäsche in die Schränke versorgen. Zwischenzeitlich die zweite Ladung laufen lassen.

Emails beantworten. Twitter und Instagram checken.

Mittagessen kochen.

Um 11:45 Uhr losfahren um Kind1 von der Bushaltestelle abzuholen. Auf dem halben Weg Kind2 treffen und aufgabeln damit er nicht vor der Türe wartet. Um ca. 12:10 Uhr Mittagessen. Dann ruft der Mann endlich zurück weil ich noch was klären muss.

Küche aufräumen.

Mittagspause.

14:00 Uhr einen Kaffee gegen die Müdigkeit. Es ist wieder sehr warm geworden. Die Jungs gehen im Keller spielen, dort ist die Temperatur angenehm.

Wäsche zusammen legen.

Für die Sommerferien meine Kleider zusammen stellen. Ich probiere jeweils die Kombinationen bevor ich es einpacke. Mir fällt auf, dass fast alle kurzen Hosen vom letzen Jahr, ähm, eingelaufen sind und, ähäm, sehr knackig sitzen. Vermutlich war ihnen letztes Jahr zu heiss und deshalb sind sie eingelaufen. Aus Frust ruf ich meine Freundin wieder an und erzähl ihr von diesem Desaster. Wir lachen und machen Scherze darüber. Sie verspricht mir, ebenfalls ein paar eingelaufene Hosen einzupacken, so können wir gemeinsam im Ferienhaus in zu engen Shorts herumlungern.

Büro ruft an und möchte gerne ein Termin am nächsten Tag nach meinen Ferien. Ich sage zu und könnte mir danach auf die Stirn klatschen.

Kinder wollen Eis.

Um 16:15 Uhr muss K1 in den Gitarrenunterricht und K2 will auch mit. Sie fahren mit ihren Fahrrädern.

Ich backe einen Aprikosenkuchen für das Abendessen.

Solange der Kuchen im Backofen ist, klatsche ich mir noch eine Gesichtsmaske drauf und bügle die Wäsche, die gebügelt werden muss.

Als der Kuchen fertig ist, gehe ich nochmals duschen und wasche meine Haare. Danach Creme ich mich sogar ein.

Salat waschen und den Tisch decken. Twittern und Instagram checken.

Um 18:00 Uhr kommen die Jungs nach Hause und ich schicke sie duschen, um 18:20 kommt der Mann. Abendessen. Kind2 hat keine Lust sein Ämtli (Geschirrspüler einräumen) zu machen und versucht sich mit allen Mitteln davor zu drücken. Versehentlich steht ihm der Mann auf den Fuss, Kind2 muss beinahe sterben vor Schmerz und der Ämtli-Ungerechtigkeit!

Ich decke den Tisch schon für das Frühstück.

Beiden Kindern die überlangen Krallen schneiden. K2 hat einen neuen Grund für Radau gefunden. Danach auch noch K1.

Mann muss noch telefonieren. K1 zieht beleidigt ab. K2 hat noch immer schmerzenden Zeh und beschliesst, schon um 19:50 ins Bett zu gehen. Komischerweise kann er die Treppe problemlos hoch hüpfen.

Wir machen die obligatorische Zimmerrunde. Bei K1 dauert es länger weil er wissen möchte, was eigentlich diese Pubertät ist. Nach meiner Erklärung, und vielleicht habe ich das Beispiel mit der Kiste und den Steinchen die durchgeschüttelt werden, benutzt, findet er alles doof und möchte überhaupt nicht Erwachsen werden. Also diskutieren wir noch eine Weile über dieses mysteriöse Erwachsen werden. Nachdem er wieder lachen konnte und seine Fragen beantwortet waren, geh ich wieder runter.

Und dann habe ich gesehen, dass doch WMDEDGT ist!

Ach ja, in der Autowaschanlage war ich auch noch irgendwann.

Katarina

Glücksprojekt: Juli 2017

Willkommen Juli! Willkommen Sommer!

Wir fahren im Juli in die grossen Sommerferien nach Kroatien. Deshalb gibt es in diesem Monat eine Sammlung der Dinge, die ich machen möchte und werde:

Glücksprojekt JULI 2017

Glücksprojekt Juli 2017

Die Printvorlage kann man herunterladen oder ausdrucken

Glücksprojekt Juli 2017

Leute, wir sind nun endlich im Sommer angekommen. Für mich heisst das Endspurt, denn bald machen wir uns auf den Weg in die Sommerferien.

Was ich mir im Juli vorgenommen habe?

Ich werde die Zeit mit meiner Familie ausgiebigst geniessen. Ich werde ganz oft im Meer schwimmen, lecker Essen und es einfach auf mich zu kommen lassen. Dieses Jahr verreisen wir das erste Mal mit einem befreundeten Paar und ihren Kindern. Daher werden diese Ferien vermutlich etwas anders ablaufen. Ich freue mich auf die Gespräche und die Zeit, die ich auch mit meiner Freundin verbringen werde. In letzter Zeit waren wir beide leider sehr beschäftigt. In den Ferien werde ich es mir einfach gut gehen lassen und die Zeit geniessen. Ich werde Cocktails und Wein schlürfen, versuchen mich nicht von den Mücken auffressen zu lassen und ganz viele Wassermelonen essen. Da wir in dieser Konstellation noch nie verreist sind, sind wir schon sehr gespannt, wie es kommen wird.

Ich werde viel lesen und mit meinen Jungs kuscheln. Falls diese überhaupt die Zeit für kuscheln finden oder doch lieber mit ihren Freunden spielen… Die Zeit mit meinem Mann geniessen…

Für meinen Sommer habe ich mir vorgenommen: nix muss, alles kann.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderbaren Juli!

Übrigens habe ich letztes Jahr einen Post über meine Pack-Routine geschrieben. HIER kann man nachlesen, wie ich meine Garderobe organisiere. 

 

Wer Lust hat, ist herzlichst eingeladen mitzumachen!

Glücksprojekt Juli 2017 kann man sich ausdrucken und in die Agenda legen oder an den Kühlschrank pinnen. So hat man es bei sich und wird daran erinnert.

Katarina ❤

Den Rückblick kann man als Kommentar, einem Blogpost oder mit Fotos hier verlinken (mit verlinken meine ich ein Pingback zu meinem Blog) oder auf Instagram (#glücksprojekt2017 @staublos_ch verwenden, ansonsten kann ich es nicht sehen). Das Bild vom Glücksprojekt 2017 könnt ihr gerne mitnehmen. LeserInnen, die kein Blog schreiben, können natürlich jeweils unter meinem Post kommentieren. 

Glücksprojekte 2017

Vergiss Vorsätze – Ich mach ein Glücksprojekt 2017
Glücksprojekt Januar 2017
Rückblick Glücksprojekt Januar 2017
Glücksprojekt Februar 2017
Rückblick Glücksprojekt Februar 2017
Glücksprojekt März 2017
Glücksprojekt April 2017
Glücksprojekt Mai 2017
Glücksprojekt Juni 2017

Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner

Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner tönt nach einem sehr gesuchten Titel eines Selbstmanagementkurses oder so. In den letzten Tagen habe ich in Sachen Erziehung folgendes festgestellt:

Eins vorne weg, mir fehlt dieses Urvertrauen als Mutter. Ich habe immer das Gefühl, bei mir würden diese Mutterinstinkt-Skills einfach fehlen. Ich würde alles falsch machen und andere Mütter würden das mit der Kindererziehung viel besser, leichter, gelassener und selbstverständlicher handeln. Meine Erziehung ist verbunden mit vielen Selbstzweifeln und ewiger Suche nach dem richtigen Weg. Beim Nachbarn ist das Gras immer grüner und so. Zum Glück komme ich immer wieder in Situationen, in denen ich merke, dass das eben doch nicht so ist. Wurde mir bei der ADS Abklärung des Kindes sogar von einer Profiseite attestiert: „Sie haben soweit instinktiv jeweils richtig gehandelt und dadurch hat Ihr Kind jetzt viel weniger Probleme.“ Bäm! In your Face ihr Zweifel!

Kommen wir zur eigentlichen Motivation zu diesem Post

Wir erziehen unsere Kinder zum Beispiel so, dass sie für ihre Rechte selber einstehen sollen. In den letzten Tagen haben sich folgende Situationen ergeben und ich bin felsenfest überzeugt, dass das gut ist.

Sohn1 ist ein sehr grosser Titanic- und allgemein Schiffefan. Jedes Buch in unserer Stadtbibliothek welches was mit Titanic, Queen Mary2 oder sonstigen Schiffen zu tun hat, wohnte bereits mehrfach bei uns zu Hause. Und wenn ich sage, er ist ein Fan, dann meine ich damit, dass er alle und zwar wirklich alle Details kennt. Vom Aufbau der Schiffe über die Werft, welche Reedereien fusioniert haben, wo sie stehen, welche Schiffe sie gebaut haben. Ja, so schauen wir hier auch immer wieder O.O. Jedenfalls hatte er, seiner Meinung nach, die ausgesprochen tolle Idee. Und zwar soll ein neues Schiff gebaut werden, eine Mischung aus Titanic und Queen Mary 2 und dieses Schiff soll Queen Titanic genant werden. Seiner Meinung nach wäre das DAS ultimative Schiff für den Markt! Nachdem er uns regelmässig mit diesen Details beehrt, wir regelmässig scharf die Luft einziehen um nicht wieder zu sagen: „Ja, das hast du schon trölfzigtausendmal gesagt“ haben wir ihm vorgeschlagen, sich halt darum zu kümmern. Er soll sich überlegen, was er mit dieser Idee machen will.

Er hat also der Reederei Cunard (Queen Mary2) einen Brief geschrieben mit seiner Idee und mit seinen Vorschlägen. Ich habe ihm die Emailadresse heraus gesucht und er hat seinen Brief dorthin gemailt. Täglich hat er gefragt, ob nun eine Antwort gekommen ist. Er hat sich sogar Sorgen darüber gemacht, dass er nicht erwähnt hat, dass wenn sie seine Idee verwenden, der Name sein geistiges Eigentum ist und sie das nicht in ihrem Namen produzieren dürfen. Einige Tage später bekam er dann tatsächlich ein Paket von Cunard mit einem handgeschriebenen Brief und der Erklärung zum Ablauf und den Kosten beim Schiffsbau. Dazu bekam er noch Goodies zugeschickt und schläft jetzt fast mit dieser Kappe von Cunard. Dass sie seine Idee zur Zeit nicht umsetzen können, stört ihn nicht sonderlich.

Es geht um das grosse Ganze. Er hat sich getraut, etwas mit seiner Idee zu machen und dafür hat er was zurückbekommen. Er wurde gehört und seine Anfrage wurde ernst genommen und auch so beantwortet. Ich denke, für die Person die ihm zurückgeschrieben hat, war das ein kleiner Aufwand. Er hingegen hat gelernt, auf sich zu hören und sich selber zu vertrauen. Wir als Eltern unterstützen ihn immer bei solchen Ideen. Er hat auch schon der Queen Elizabeth zu ihrem Geburtstag geschrieben. Ich habe zwar vergessen, den Brief abzuschicken, aber hej, er hat auf Englisch einen Brief geschrieben und hat ihr zum Geburtstag alles Gute gewünscht. Wir als Eltern hätten auch sage können, dass das alles Blödsinn ist und er es einfach lassen soll.

Szenario Sohn 2

Er hatte eine Prüfung im Fach Mensch und Umwelt zum Thema Amphibien und Reptilien. Wir müssen die Prüfung mit der Note immer unterschreiben und schauen manchmal mit dem Kind die Prüfung gemeinsam noch durch. Mehr um zu sehen, was es nicht verstanden hat oder worauf es bei der nächsten Prüfung achten soll. So auch bei dieser Prüfung. Sohn2 zählte auch noch die Punktzahl zusammen und fand heraus, dass sich die Lehrerin verzählt hat und ein Punkt fehlt. Zuerst druckste er herum, ich solle das auf die Prüfung der Lehrerin drauf schreiben. Auch hätte sie bei der Zusatzaufgabe den versprochenen Zusatzpunkt nicht gegeben, dabei hätte er die extra deshalb noch gelöst. Dazu hätte er zu einer Frage im Fall auf der Rückseite die Antwort geschrieben und hat ja schliesslich ein * gemacht, ob sie  das gesehen hätte?

Die minimalistische Mutter wie ich bin, habe ich ihn damit beauftragt, alle seine Fragen, selber der Lehrerin zu stellen und das abzuklären. Ich möchte nicht anrufen. Wenn es ihm wichtig ist, dann soll er sich darum kümmern. Ein wenig schlechtes Gewissen hatte ich schon, wäre doch natürlich am nächsten Tag am liebsten in die Schule gerannt und hätte mich für mein Kind eingesetzt. So minimalistisch bin ich dann doch nicht :-)! Wenigstens für diese falsch zusammen gezählte Punktzahl! Eine Gemeinheit! Hahaha, ihr Eltern versteht was ich meine?

So hat das Kind seine Fragen auf einen Post-It geschrieben und ist damit am nächsten Tag in die Schule gedackelt und die Lehrerin darauf angesprochen. Sie hat ihm versprochen, in den nächsten Tagen sich das anzusehen und ihm Bescheid zu geben. Heute kam er mit der korrigierten Note zurück. Die Lehrerin hätte sich dafür bedankt, dass er sie darauf aufmerksam gemacht hätte und ihn gelobt, dass er es angesprochen hat. YAY!

Ich bin persönlich überzeugt, dass beide Kinder etwas wichtiges für ihr Leben gelernt haben! Trau dich, für dich selber einzustehen. Daher auch die abgeleitete Einleitung: Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner. 

Hätten wir die Ideen von Kind1 einfach belächelt und gesagt, dass sein Brief genau nix bewirken kann, was wäre dann passiert?

Hätte ich dem Impuls nachgegeben, sofort in die Schule stapfen zu wollen oder die Lehrerin angerufen, wäre die korrigierte Note nur halb so schön.

Meiner Meinung nach sind solche Aktionen sehr wichtig im Leben. Ich bin überzeugt, es ist sehr wichtig sich selbst zu vertrauen und seine Ideen umzusetzen oder für seine Meinung einzustehen. Fragen zu stellen wenn man irgendwelche Ungereimtheiten entdeckt! Auch bei höheren Instanzen nachzufragen oder etwas zu hinterfragen. Hätte ich zum Beispiel alles so gemacht, wie es mir all die Ärzte geraten haben, wäre ich jetzt nicht im heutigen Zustand hier. Hätte ich blind vertraut und zu allem ja gesagt, bin ich überzeugt, dass ich mich heute nicht so fühlen würde, wie ich mich fühle.

Liebe Leser/Innen, ich denke, Sie verstehen worauf ich hinaus will?!

(…und scheinbar habe ich doch diese Mutterskills.)

In diesem Sinne, einen wunderbaren Abend!